Unter dem Motto „25 Jahre unterwegs für den Frieden“ hatte der Franziskuskreis der Hansestadt jetzt zu einem gemeinsamen Friedensmahl vor dem Portal der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist eingeladen. In der Einladung betonte das Organisationsteam: „Die vergangenen 25 Jahre haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich für den Frieden einzusetzen. Auch wenn unsere Schritte klein erscheinen, beginnt Frieden immer dort, wo Menschen einander begegnen, miteinander sprechen und Gemeinschaft leben“

Und das alles fand auf dem diesjährigen Friedensweg des Franziskuskreises statt. Die Suche nach Frieden wurde von Anfang an von Menschen verschiedener Glaubensrichtungen getragen, vom DITIB Attendorn Moschee und Kulturzentrum e.V., vom kurdischen Kulturverein Attendorn, von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“, von der evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt und von der katholischen Kirchengemeinde, wie Thomas Griese in seiner Begrüßung erläuterte.

Thomas Griese vom Franziskuskreis begrüßte die Anwesenden
Er erinnerte daran, dass der erste Friedensweg der Religionen, wie er offiziell genannt wurde und wird, im August 2001 noch vor dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September stattfand. Der Friedensweg habe sich von Anfang die Aufgabe gestellt, Menschen zusammen zu führen und dadurch ein Zeichen zu setzen gegen die Spaltung in die Guten und die Bösen. Dafür brauche es die Toleranz, andere Menschen so sein zu lassen, wie sie sind, auch wenn das manchmal schwer falle. Das auszuhalten und trotzdem jedes Jahr neu auf den Friedensweg zu gehen, Gedanken des Friedens in Worte und Zeichen zu fassen, sei der wesentliche Kern eines friedlichen Zusammenlebens.

In diesem Zusammenhang begrüßte er besonders Bürgermeister Christian Pospischil, dem es ein besonderes Anliegen sei, dass es in Attendorn Menschen gebe, die mit dem Friedensweg immer wieder Ausrufezeichen setzten für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen und Kulturen in der Stadt Attendorn. Das beweise er immer wieder durch seine Teilnahme am jährlichen Friedensweg der Religionen.

Heike Hesse erzählte über das Leben des Franziskus von Assisi
Heike Hesse nahm die Gelegenheit wahr, um den Anwesenden noch einmal die Lebensgeschichte des Franziskus von Assisi näher zu bringen.

Da alle ihren Anteil zu dem gemeinsamen Festessen beigetragen hatten, zeigte sich auch hier die Vielfalt der Essgewohnheiten. Ganz im Sinne von Franziskus bat Thomas Griese dann auch, auf dem Rückweg vom Buffet sich einen neuen Platz zu suchen und sich neben Menschen zu setzen, die einem bisher unbekannt waren, um so Gespräche über Gott und die Welt und ein friedliches Zusammenleben führen zu können. Fotos: khe-Foto/Karl-Hermann Ernst

