Top 5 der Woche

Ähnlich

„Blume meines Lebens“ in der Helios Klinik Attendorn

Persönliche Geschichten, leuchtende Farben und ausdrucksstarke Motive

Im Foyer der Helios Klinik Attendorn ist ab sofort eine neue Kunstausstellung der Lennestädter Künstlerin Petra Steden zu sehen. Unter dem Titel „Kunst wie ich – farbintensiv, stilreich, aleatorisch“ präsentiert sie eine Auswahl ihrer Acrylgemälde, in denen sie Erinnerungen, Emotionen und persönliche Erfahrungen verarbeitet.

Die Ausstellung lädt Patientinnen und Patienten, Besucher sowie Mitarbeitende dazu ein, für einen Moment innezuhalten und in die farbenreiche Bildwelt der Künstlerin einzutauchen. Petra Steden widmet sich seit vielen Jahren der Malerei und hat sich neben autodidaktischen Studien unter anderem in Kursen der Volkshochschule sowie bei verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern ihre Inspiration geholt. Seit sieben Jahren besucht sie regelmäßig die Kurse des äthiopisch-stämmigen Malers Sami Geberemariam, dessen Name seit vielen Jahren in der regionalen Kunstszene ein Begriff ist.

„Mit ihren Bildern zeigt Frau Steden, wie Kunst Hoffnung schenken und schwierige Lebensphasen begleiten kann“, sagt Klinikgeschäftsführerin Dr. Oksana Prajzel, der es besonders die ausdruckstarken Tiermotive angetan haben. „Gerade in einem Krankenhaus können Farben und Kreativität positive Impulse setzen und dazu beitragen, dass sich Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen für einen Moment vom Klinikalltag lösen.“ Ganz besonders freue sich die Klinikgeschäftsführerin, dass zwei ihrer leitenden Oberärzte, Dr. Martin Asbach und Dr. Martin Bischopink, einen direkten Bezug zur Biografie der Künstlerin haben.

Aus Wickeln wird die „Blume meines Lebens“

Im August 2024 erleidet Petra Steden eine Lungenembolie. In der Folge bilden sich bei Ihr drei Thromben. Die beiden Fachärzte stehen ihr medizinisch und menschlich während dieser schweren Zeit zur Seite und haben maßgeblichen Anteil an ihrer schnellen Genesung. Was ihr in dieser kritischen Situation besonders hilft: Spezielle Kompressionsverbände, die die Durchmesser der Venen verengen und so dem Fluss des Blutes zum Herzen gewährleisten. Als Erinnerung an diesen Notfall machte sich Frau Steden in der Folge daran, aus eben diesen Beinwickeln, die ihr damals so gutgetan haben, das Werk „Blume meines Lebens“ zu erschaffen. „Dass ich heute hier stehe und ausstellen kann, habe ich auch diesen beiden Medizinern zu verdanken. Und ich freue mich sehr, dass sie sich heute, fast zwei Jahre später, bei der Ausstellungseröffnung die Zeit genommen haben, dabei zu sein.

Für Petra Steden ist die Malerei weit mehr als ein kreatives Hobby. Viele ihrer Werke entstanden vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen und gesundheitlicher Herausforderungen. „In meinen Bildern steckt hinter fast jedem Motiv eine eigene Geschichte“, erklärt die Künstlerin. „Beim Malen kann ich den Alltag für eine Weile hinter mir lassen. Farben sind für mich Ausdruck von Lebensfreude, Hoffnung und Zuversicht.“

Charakteristisch für ihre Arbeiten sind kräftige Farbwelten sowie unterschiedliche Maltechniken. Neben gegenständlichen Motiven entstehen auch sogenannte aleatorische Werke, bei denen Zufall und Experiment eine wichtige Rolle spielen. Aus zunächst abstrakten Strukturen entwickelt Petra Steden nach und nach ihre Bildmotive und verleiht ihnen mit gezielten Pinselstrichen und intensiven Farben ihre besondere Wirkung.

„Mit dem Pinsel schwelge ich in Erinnerungen und drücke über Farben meine Gefühle aus. So habe ich den letzten Jahren aufgrund meiner starken gesundheitlichen Einschränkungen und Schmerzen unbewusst dunkle Farben gewählt. Aber jetzt „wehre“ ich mich beim Malen wieder farbintensiv und lebensfroh mit meinen Lieblingsfarben Pink, Orange, Gelb und Türkis“, erklärt sie ihren derzeitigen Hang zur Farbigkeit in ihrem Schaffen. Und davon profitiert auch der Tierschutzverein Olpe. Zehn Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf der Bilder fließen direkt in die Arbeit der Organisation.

Wer mehr über petrART alias Petra Steden und den Geschichten „hinter den Bildern“ erfahren möchte, hat bei mehreren Meet-&-Greet-Terminen Gelegenheit, mit der Künstlerin persönlich ins Gespräch zu kommen. Diese finden am Freitag, 10.07. von 12-14 Uhr sowie Mittwoch, 05.08., 12.08., 19.08. und 26.08. von 10:30 – 13 Uhr im Foyer der Helios Klinik Attendorn statt. 

Die Ausstellung läuft noch bis Ende August. Eintritt frei.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge