Am 5. Juli 2026 blickte die Triathlon-Welt auf das mittelfränkische Roth, wo beim größten Langdistanz-Rennen der Welt nicht nur ein neuer Profi-Weltrekord gefeiert wurde, sondern auch die TRI-TIME Staffel des TV Attendorn ein echtes Sommermärchen erlebte. Unterstützt von einem herausragenden, mitgereisten Fanclub, lieferte das eingespielte Trio bei wechselhaften Bedingungen ein bravouröses Rennen ab.
Den Auftakt machte Startschwimmer Uli Arning. Trotz eines kurzfristig ausgerufenen Neoprenverbots aufgrund einer Wassertemperatur von 25,0 Grad im Main-Donau-Kanal spielte er seine starke Wasserlage voll aus. Nach 3,8 km übergab er nach starken 1:21:37 Stunden das virtuelle Staffelholz.
„Als der Startschuss ertönte, musste man erst mal sehr vorsichtig sein, um nicht direkt einen Arm oder ein Bein ins Gesicht zu bekommen“, berichtete Uli über die Anfangsphase. „Nach kurzer Zeit hatte ich mich frei geschwommen. Beim Ausstieg gab es dann durch die Fans einen ordentlichen Schub, es lief wie von selbst bis zum Wechselplatz.“
Frank Schulte übernahm die 180 km lange Radstrecke. Angetrieben vom Jubel am legendären Solarer Berg meisterte er die anspruchsvollen Serpentinen und trotzte auf den letzten Kilometern einem dicken Regenguss. Nach perfekter Renneinteilung landete er nach punktgenauen 6:00:49 Stunden in der Wechselzone.
„In Hilpoltstein hatte ich das erste Mal Gänsehaut in Erwartung der eigenen Fans aus Attendorn und der vielen tausend anderen, die einen am Solarer Berg unaufhörsam den Berg hinaufpeitschen – ein absolutes Spitzengefühl!“, schwärmte Frank. „Ich war überglücklich, es geschafft zu haben, körperlich erschöpft, aber mit dem Gefühl, beim größten Erlebnis für Triathleten dabei gewesen zu sein.“
Schlussläuferin Astrid Hellner absolvierte den anschließenden Marathon (42,2 km) bei extrem schwüler Luft. Sie fand sofort ihren Rhythmus, biss sich ab Kilometer 32 am Anstieg nach Büchenbach erfolgreich durch und zog auf den letzten 6 Kilometern das Tempo noch einmal an. Nach hervorragenden 3:44:45 Stunden bog sie auf die Zielgerade ein.
„Zwischendurch wurde es mühsam, aber ich habe mir immer gesagt: Lauf einfach weiter, gleich hast du es geschafft und wirst belohnt, ausruhen kannst du danach“, so Astrid. Ihr besonderer Dank galt dem Support: „Unser eigener Fanclub war immer wieder präsent, was mir so große Freude bereitet hat. Die TRI-TIME Family ist einfach der Hammer. Die sind den ganzen Tag auf den Beinen – da kann man nur dankbar sein, dazu zugehören.“
Inklusive der Wechselzeiten bedeutete dies eine grandiose Gesamtendzeit von 11:11:09 Stunden. Der anschließende gemeinsame Zieleinlauf des gesamten Teams im kochenden Stadion von Roth war pure Gänsehaut und die verdiente Belohnung für ein absolut zuverlässiges, respektvolles und top vorbereitetes Team. Bei der anschließenden Finishline-Party feierte die TRI-TIME Family gebührend diesen unvergesslichen Tag.

