Freitag, 04. April 2025

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Ein Sprung­brett in die Welt der CNC-Fer­ti­gung

cnc workshop
Foto: RGA

Zur Bil­dungs­för­de­rung fand für ukrai­ni­sche Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fen 8 bis 10, die Deutsch als Zweit­spra­che (DAZ) ler­nen, ein MINT Work­shop statt. MINT umfasst die Fächer Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaft und Tech­nik.

Der Work­shop wur­de von dem bereits mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten Prof. Dr.-Ing. Denis Anders der TH Köln gelei­tet. Mit dem Schwer­punkt „Grund­la­gen und Anwen­dun­gen der CNC-Tech­no­lo­gie“ ziel­te der Work­shop dar­auf ab, den Teil­neh­men­den tech­ni­sches Wis­sen und prak­ti­sche Fer­tig­kei­ten zu ver­mit­teln.

CNC steht für „Com­pu­te­ri­zed Nume­ri­cal Con­trol“ und beschreibt die com­pu­ter­ge­stütz­te Kon­trol­le von Maschi­nen, die in der moder­nen Fer­ti­gungs­in­dus­trie unver­zicht­bar sind. Die­se Tech­no­lo­gie ermög­licht die prä­zi­se Bear­bei­tung von Werk­stü­cken nach vor­de­fi­nier­ten Vor­ga­ben, was sie zu einem kri­ti­schen Ele­ment in zahl­rei­chen Fer­ti­gungs­be­ru­fen und inge­nieur­wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen macht.

Der Work­shop bot den Jugend­li­chen eine umfas­sen­de Ein­füh­rung in die CNC-Fer­ti­gung, begin­nend mit den mathe­ma­ti­schen Grund­la­gen für die Beschrei­bung von Geo­me­trien bis hin zur prak­ti­schen Anwen­dung die­ser Kennt­nis­se. Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer hat­ten Gele­gen­heit, unter Anlei­tung das Schmelz­schnei­de­sys­tem FILOCUT zu pro­gram­mie­ren und damit eige­ne Bau­tei­le aus Poly­sty­rol­schaum zu fer­ti­gen.

Die Inhal­te des Work­shops umfass­ten:

  1. Mathe­ma­ti­sche Grund­la­gen: Die Schüler:innen lern­ten, wie man ebe­ne und pris­ma­ti­sche Geo­me­trien mathe­ma­tisch beschreibt.
  2. Ein­füh­rung in die NC-/CNC-Fer­ti­gung: Grund­be­grif­fe und Funk­tio­nen von CNC-Maschi­nen wur­den erläu­tert.
  3. Pro­gram­mie­rung des Schmelz­schnei­de­sys­tems FILOCUT: Eine prak­ti­sche Ein­füh­rung in die CNC-Pro­gram­mie­rung.
  4. Kon­zept- und Ent­wurfs­pha­se: Die Jugend­li­chen gestal­te­ten eige­ne Kom­po­nen­ten und Bau­grup­pen.
  5. Fer­ti­gung der Bau­tei­le: Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer stell­ten die kon­stru­ier­ten Bau­tei­le mit der Schmelz­schneid­ma­schi­ne her.
  6. Zusam­men­bau und Erpro­bung: Die fer­ti­gen Bau­grup­pen wur­den zusam­men­ge­baut und getes­tet.
  7. Künst­le­ri­sche Gestal­tung: Die Fer­ti­gung eige­ner Sil­hou­et­ten aus Poly­sty­rol­schaum inklu­si­ve indi­vi­du­el­ler künst­le­ri­scher Gestal­tung.

Der durch die zdi Olpe finan­zier­te Kurs beinhal­te­te dar­über hin­aus eine fun­dier­te Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung. Sie ermög­licht es den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, sowohl aka­de­mi­sche als auch beruf­li­che Bil­dungs- und Kar­rie­re­we­ge zu erkun­den.

Die­ser Work­shop ist ein leuch­ten­des Bei­spiel dafür, wie tech­ni­sche Bil­dung als Brü­cke die­nen kann, die nicht nur Wis­sen und Fähig­kei­ten ver­mit­telt, son­dern auch jun­gen Men­schen neue Per­spek­ti­ven eröff­net.

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