Freitag, 04. April 2025

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Gegen Kin­der­ar­mut in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik

Der Voka­bel­ma­ra­thon für einen kari­ta­ti­ven Zweck hat am St.-Ursula-Gymnasium Atten­dorn bereits gute Tra­di­ti­on. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Latein- und Fran­zö­sisch­kur­se der Jgst. 7 ler­nen Voka­beln und suchen zugleich Spon­so­ren, die bereit sind, für jede rich­ti­ge Voka­bel min­des­tens 10 Cent zu spen­den. Auf die­se Wei­se wur­den seit 2016 zumeist Kin­der­hilfs­wer­ke mit rund 12.000 Euro unter­stützt. In die­sem Jahr kom­men noch ein­mal 2400 Euro dazu.

Zu dem schö­nen Erfolg haben dies­mal auch die Spa­nisch­kur­se der Jgst. 9, EF und Q1 bei­getra­gen, die auf Wunsch der Fach­schaft erst­mals an der Spen­den­ak­ti­on teil­nah­men. Denn der Erlös ist für die Orga­ni­sa­ti­on bread & water e.V. bestimmt, einen klei­nen Ver­ein mit gro­ßem Enga­ge­ment gegen die Kin­der­ar­mut in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik. Die Pro­ble­ma­tik von Stra­ßen­kin­dern wird im Spa­nisch­un­ter­richt regel­mä­ßig the­ma­ti­siert. Das Beson­de­re an bread & water: 100% der ein­ge­nom­me­nen Spen­den kom­men tat­säch­lich den Hilfs­pro­jek­ten zugu­te und wer­den nicht für Ver­wal­tung, Wer­bung oder Per­so­nal­kos­ten ver­wen­det. Alle akti­ven Betei­lig­ten arbei­ten ehren­amt­lich.

Auf­merk­sam wur­de das St.-Ursula-Gymnasium auf die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on durch die per­sön­li­che Bekannt­schaft von Latein­leh­re­rin Doris Ken­ne­mann, der Initia­to­rin des Voka­bel­ma­ra­thons, mit deren Grün­der Jörg Prü­fer. Der Köl­ner Unter­neh­mer lern­te die Domi­ni­ka­ni­sche Repu­blik auf einer Urlaub­rei­se ken­nen und ver­such­te schon wäh­rend sei­ner akti­ven Zeit als Geschäfts­mann mit ver­schie­de­nen Aktio­nen das Leid vor allem der Kin­der zu lin­dern. Seit dem Ver­kauf sei­nes Unter­neh­mens im Jahr 2016 ver­bringt er den größ­ten Teil des Jah­res in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik und enga­giert sich lei­den­schaft­lich in ver­schie­de­nen Pro­jek­ten von bread & water.

jorg prufer beim englischunterricht
Jörg Prü­fer beim Eng­lisch­un­ter­richt (Foto: pri­vat)

Für vie­le der Kin­der, die aus ver­schie­de­nen Grün­den ohne elter­li­che Für­sor­ge auf­wach­sen, ist der 61-Jäh­ri­ge inzwi­schen so etwas wie ein Ersatz­va­ter gewor­den. Er besucht sie regel­mä­ßig in den Armen­vier­teln der Haupt­stadt San­to Dom­in­go, küm­mert sich um ihre medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, besorgt die nöti­gen Mit­tel, um einen Schul­be­such zu gewähr­leis­ten, erteilt sel­ber Eng­lisch­un­ter­richt und bringt auch mit Fes­ten und Aus­flü­gen Freu­de in das Leben der Kin­der. Vor­ran­gig ist im Moment die Anmie­tung eines Gebäu­des, um den Kin­dern eine fes­te Anlauf­stel­le und noch mehr Ange­bo­te bie­ten zu kön­nen. Die finan­zi­el­len Mit­tel dafür stam­men fast aus­schließ­lich aus Spen­den und aus indi­vi­du­el­len Paten­schaf­ten für die Kin­der.

Auf die Sprach­nach­richt von der Spen­de, die ihm Schü­ler­spre­che­rin Emi­ly Noll­mann in flie­ßen­dem Spa­nisch über­mit­telt hat­te, reagier­te Jörg Prü­fer sehr gerührt und bei­na­he sprach­los: „Das ist ja der Wahn­sinn. Ich bin sehr, sehr glück­lich und garan­tie­re Euch, dass jeder Cent bei den Kin­dern ankom­men wird. Mit dem Geld kön­nen wir den Kin­dern viel mehr Zeit anbie­ten. Von Her­zen vie­len Dank!“

Infos: www.bread-and-water.com

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