Galt das Stillen eines Kindes in den Siebziger- und Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts noch als verpönt, erlebt es in den letzten Jahren wieder einen Aufschwung, und das aus gutem Grund, denn Muttermilch stellt eine wertvolle Ernährung für den Säugling dar. So schützt sie vor Allergien und ist in der Lage, das Kind mit reichhaltigen Nährstoffen zu versorgen, die in Flaschennahrung nicht enthalten sind, wie beispielsweise Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus lässt das Stillen den Darm ausreifen, was erwiesenermaßen das Risiko des Kindes, in späteren Jahren an Adipositas oder Diabetes zu erkranken, senkt. Zudem ist Muttermilch ständig verfügbar und zeichnet sich durch die individuell benötigte Zusammensetzung und die immer richtige Temperatur aus. Auch für die Mutter hat das Stillen viele Vorteile, denn es stärkt nicht nur die Mutter-Kind-Bindung, sondern hat auch hinsichtlich Brustkrebs einen schützenden Effekt auf die Brust und den Stoffwechsel. Zur Unterstützung und Förderung des Stillens findet daher auch in diesem Jahr in der 40. Kalenderwoche – angelehnt an die regulären 40 Schwangerschaftswochen – die Weltstillwoche statt.


Auch in der Geburtshilfe spielt das Thema Stillen eine wichtige Rolle, denn insbesondere Erst-Eltern haben viele Fragen rund um die Ernährung ihres Neugeborenen. Daher bietet die Helios Klinik Attendorn allen werdenden und auch frischgebackenen Eltern eine umfassende Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte an. „In unserer Hebammensprechstunde haben alle Schwangeren die Möglichkeit, uns bereits vor der Geburt persönlich kennenzulernen sowie alle Fragen zu klären“, weiß Sonja Schürholz-Buchen, Leitende Hebamme in Attendorn. Unmittelbar nach der Geburt steht das Team der Wochenbettstation unter der Leitung von Sandra Maiworm-Raißlen rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche unterstützend zur Seite: „Unser Beratungsangebot soll den Müttern dabei helfen, das Stillen einfach und unkompliziert zu gestalten.“ Viele Frauen machen sich Sorgen, wenn das Stillen nicht auf Anhieb reibungslos funktioniert. Auch hier schafft die Stillberatung Abhilfe: „Für die meisten Startschwierigkeiten gibt es einfache Lösungen. Wir zeigen den Müttern beispielsweise verschiedene Griffe und Anlegemöglichkeiten. Wichtig ist immer, Ruhe zu bewahren und sich keinen Druck zu machen“, erklärt Sandra Maiworm-Raißlen. Aber auch nichtstillende Mütter sind willkommen, bei Fragen zur Ernährung und Verdauung ihres Kindes von dem Beratungsangebot Gebrauch zu machen.


Im Geburtszentrum der Helios Klinik Attendorn kommen jährlich durchschnittlich 500 Kinder zur Welt.

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