Mit einem Gesamtetat von 250.000 Euro unterstützt die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem Vereine aus ihrem Geschäftsgebiet in der Corona-Krise. Die Hilfsmittel können ab 9. Juli online beantragt werden. Die zusätzlichen Mittel wurden frei, weil die Sparkasse in diesem Jahr auf eine Kapitalerhöhung für die hauseigene Stiftung verzichtet.

Unter dem Motto „Heimvorteil“ greift die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem mit insgesamt 250.000 Euro Vereinen unter die Arme, die bedingt durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Teilnehmen können alle Vereine mit Sitz in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem. Der Ausschüttungsbetrag pro Verein variiert je nach Mitgliederzahl zwischen 250 und 1.000 Euro. Ausgenommen sind Vereine, die schon staatliche Hilfen in Anspruch genommen oder in diesem Jahr bereits eine Förderung von mehr als 1.000 Euro durch die Sparkasse bezogen haben.

Anträge können ab dem 9. Juli 2020 online unter der Adresse heimvorteil.sparkasse-alk.de gestellt werden. Der Verein muss spendenabzugsberechtigt sein und dies bei der Antragstellung mit einer Kopie des Körperschaftssteuerfreistellungsbescheids belegen. Die Antragsfrist gilt ab sofort und endet am 15. Dezember 2020. Die Prüfung und Bewilligung erfolgt zeitnah und unbürokratisch nach einem festgelegten Kriterienkatalog. In der zweiten Septemberhälfte erfolgt die erste Ausschüttung für alle bis dahin eingegangenen und bewilligten Anträge.

476 Vereine im Geschäftsgebiet

Der Spendentopf in Höhe von 250.000 Euro ist für die insgesamt 476 gemeinnützigen Vereine in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem bestimmt. Diese werden in den nächsten Tagen detailliert über die Sonderzuwendung informiert.

„Unser blühendes Vereinswesen ist das soziale Rückgrat der Region und der Gesellschaft vor Ort“, sagt Heinz-Jörg Reichmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem. „Es stiftet Wir-Gefühl, schafft Raum für Geselligkeit, ermöglicht sportliche Leistungen und bereichert das kulturelle Leben. Außerdem sorgen Menschen in den Vereinen mit viel persönlichem Einsatz für Sicherheit und widmen sich in Fürsorge ihren Mitmenschen,“ so der Vorstandsvorsitzende. Nun gehe es darum, die durch die Corona-Krise bedingten finanziellen Einbußen für die Vereine abzufedern. Dazu werde die Sparkasse als starker Partner der Region einen starken Beitrag leisten, betont Heinz-Jörg Reichmann.

Sonderausschüttung statt Zustiftung

Die Mittel für die Spende sind durch einen Beschluss des Verwaltungsrats der Sparkasse in seiner Junisitzung freigeworden. Auf Vorschlag des Vorstands hatte das Aufsichtsgremium zugestimmt, 250.000 Euro, die als Kapitalerhöhung der Stiftung der Sparkasse für Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem vorgesehen waren, direkt an die Vereine in der Region auszuschütten.

Seit 2011 hat die Sparkasse das Grundkapital der gemeinnützigen Stiftung von 777.000 Euro auf 3,5 Millionen Euro aufgestockt. Dies erfolgte durch eine jährliche Zustiftung in Höhe von 250.000 bis 500.000 Euro. Die mithilfe des Kapitals erwirtschafteten Erträge werden zweckgebunden zur Förderung herausragender Projekte in der Region eingesetzt. Das Stiftungskapital selbst darf dabei nicht angetastet werden.

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