Wer hat es noch nicht erlebt auf dem Weg zum Arbeitsplatz: stockender Verkehr, Stau und am Arbeitsort dann die Parkplatzsuche? Hinzu kommt, dass die meisten Arbeitnehmer allein im Auto sitzen. Für Mitarbeiter bedeutet dieser Umstand Zeitverlust, Bewegungsmangel und hohe Mobilitätskosten. Auch für viele Betriebe führt dies zu wachsenden Belastungen wie schlechter Erreichbarkeit, hohem Stellplatzbedarf und erhöhten Krankenständen. Und die Zahl der Autos auf den Straßen nehme zu, so Wendens Bürgermeister Bernd Clemens: „Allein in der Gemeinde Wenden gab es 2019 fast 5.000 Pkw-Zulassungen mehr als im Jahr 2010“, sagte Wendens Bürgermeister Bernd Clemens in seiner Begrüßung und nannte damit Fakten dafür, warum es Zeit zum Handeln sei.

Vor diesem Hintergrund luden gestern die LEADER-Region BiggeLand mit den vier Kommunen Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden sowie die IHK Siegen zur Auftaktveranstaltung „Betriebliches Mobilitätsmanagement – BiggeLand effizient mobil: Mobilität sichern, Kosten senken und Emissionen reduzieren“ auf die Burg Schnellenberg in Attendorn ein. Fast 40 Unternehmer und Interessierte folgten der Einladung und informierten sich über die vielfältigen Möglichkeiten, die Mobilität der Beschäftigten zu verbessern. Beispiele aus der Praxis nannte Stefan Tofote, Personalleiter bei Viega in Attendorn: Neben dem „Viega Shuttle-Bus“, der Fachkräfte täglich von Köln nach Attendorn und zurück fährt, bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern unter anderem Fahrradleasing, Duschen, Ladesäulen sowie die Möglichkeit für Homeoffice und Telefonkonferenzen.

Um Unternehmen die Chance zu geben, ihre Mobilitätsprobleme zu lösen, stellte die LEADER-Region BiggeLand ihr Projekt zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement vor: In diesem Jahr erhalten elf private und öffentliche Unternehmen aus den vier Kommunen in einem mehrmonatigen Beratungsprozess kostenlos professionelle Unterstützung bei der Analyse ihrer Mobilitätssituation. Mobilitätsexperte Stefan Haendschke vom Auto Club Europa e.V. stellte das Projekt vor und erklärte: „In Inhouse-Workshops entwickeln die Teilnehmer konkrete Ansätze zur Verbesserung ihrer Mobilität und tauschen sich in gemeinsamen Workshops mit den anderen teilnehmenden Betrieben aus.“ Ziel des Projekts ist es zum Beispiel, passgenaue Maßnahmen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Betriebe und ihre Mitarbeiter zu erarbeiten.

Finanziert wird das Projekt zu 65% aus LEADER-Fördermitteln; 35% steuern Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden bei. Kooperationspartner des Projekts ist die IHK Siegen.

„Es geht nicht darum, Betriebe zu missionieren, sondern ein Projekt auf den Weg zu bringen, das eine Vielzahl von Problemen lösen helfen kann, mit denen sich heimische Unternehmen heute konfrontiert sehen“, sagte IHK-Geschäftsführer Hans-Peter Langer.

Das Projekt soll im Mai dieses Jahres starten und bis Dezember umgesetzt werden. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. März 2020 bewerben. Die Kommunen treffen bis Mitte April eine Entscheidung über die Teilnahme am Beratungsprogramm. Informationen, Teilnahmebedingungen und das Bewerbungsformular sind unter www.leader-biggeland.de zu finden.

Nähere Informationen zur LEADER- Region BiggeLand – Echt.Zukunft. finden Sie auf unserer Homepage www.leader-biggeland.de.

Fast 40 Unternehmer, deren Vertreter und Interessierte kamen zur Auftaktveranstaltung auf der Burg Schnellenberg in Attendorn (Foto: Biggeland).
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