Es hatte die ganze Nacht gewittert und stark geregnet vor Ort. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, war aber aus Sicherheitsgründen notwendig“, so lautete die Position der Verantwortlichen des Hagener Injoy Triathlons. Zum 34. Mal sollte die beliebte Ausdauerveranstaltung am Sonntag eigentlich planmäßig rund um den Hagener Hengsteysee an den Start gehen. Teilweise unter Wasser geratene Straßenabschnitte und reichlich verschlammtes Terrain aber sorgten für eine angepasste Einschränkung der beliebten und wieder völlig ausgebuchten Veranstaltung: Radfahren wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. So hieß es auch für die Sportler des TV Attendorn-TRI-TIME Schwimmen und Laufen auf zwei unterschiedlichen Streckenlängen. Gleich vier Aktive aus den Reihen der Hansestädter hatten sich zunächst für die Kurzdistanz entschieden (ein paar andere sind unter anderem wegen der Entscheidung nicht angetreten). Dabei sorgte gleich zu Beginn Yvonne Keseberg für ein Klasserennen und finishte die 1000 Meter Schwimmen und den anschließenden 10 Kilometer Lauf in einer Gesamtzeit von 1:15:55. Damit sicherte sie sich nicht nur Rang 13 in der Gesamtwertung der Frauen sondern schaffte es mit ihrem Bronzerang in der Altersklasse wieder einmal aufs Podest – erstmals in der AK 30. Ebenfalls dort oben durfte wenig später Magdalene Kolm Platz nehmen. Exakt 2 Minuten und 2 Sekunden später überquerte sie als 2. Attendornerin die Finishline im Freibadgelände und durfte in ihrer Altersklasse 45 ebenfalls einen dritten Rang mit in die Hansestadt nehmen. 1:21:03 zeigte die Uhr schließlich bei Langstreckenspezialist Reiner Preus. Der AK 55 Sportler wusste vor allem wieder durch konstante Laufleistungen zu überzeugen und verfehlte das Podest mit seinem Rang 4 nur denkbar knapp. Für ihn war es zudem noch einmal eine kleine Standortbestimmung vor seinem Start in vier Wochen in Österreich. Dann geht es über die wesentlich längere Distanz rund um den Walchsee.
Er ist eigentlich der Radspezialist und so dürfte ihn die Absage seiner Paradedisziplin sicherlich am meisten getroffen haben. Ernst Klein, der älteste im Bunde der TRI-TIMER wusste aber auch mit dieser Einschränkung seine Stärken im Wasser und auf der Laufstrecke zu demonstrieren. Ein Platz auf dem Treppchen der AK 60 und eine Gesamtzeit von 1:28:35 waren letztendlich der verdiente Lohn.
Mit Sabine Selter stellte der TV Attendorn zudem eine weitere Starterin auf der kürzeren Volksdistanz. 43:10 Minuten zeigte die Uhr nach 500 Metern Schwimmen und 5 Kilometern Laufen am Ende für die 58 jährige und bescherte ihr damit mit deutlichem Vorsprung den Sieg in ihrer Altersklasse.

