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Heimatverein Attendorn zieht Jahresbilanz

Die zwölf Tagesordnungspunkte der Jahreshauptversammlung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn im „Alten Bahnhof“ waren schnell abgearbeitet. Turnusmäßige Wahlen zum geschäftsführenden Vorstand standen nicht an. Uli Selter, der dem erweiterten Vorstand seit 1991 angehört, wurde für zwei weitere Jahre als Beiratsmitglied bestätigt. Die Vorstandsmitglieder Marcus Kaufmann und Christoph Sasse berichteten von ihrer wichtigen Arbeit im Stadtarchiv, wo sie seit zwei Jahren das umfangreiche Vereinsarchiv aufarbeiten. Als virtuellen Blickfang hatte Schatzmeister Kaufmann den Jahreskalender aus dem Jubiläumsjahr 1972 der Stadt Attendorn mitgebracht. Besonders die historischen Zeichnungen des Kalenders waren damals heiß begehrt.

Von den Vereinsjubilaren konnten im „Alten Bahnhof“ Günter Haase (35 Jahre) sowie Olaf Homberg und Gerhard Plogschties (jeweils 10 Jahre) ausgezeichnet werden. Für die Initiative „Jüdisch in Attendorn“, die seit 2024 als Arbeitskreis dem Heimatverein angehört, blickte Tom Kleine in seinem Tätigkeitsbericht auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück, mit zahlreichen Stadtführungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen.

Unter Punkt „Verschiedenes“ berichtete Schriftführer und Stadtarchivar Tammo Fuchs über seine Forschungen zum Thema Zwangsarbeit. „Das ist schon etwas, was einem nahe geht“, beschäftigt Fuchs das Schicksal von Tausenden von Frauen und Männern, die während des NS-Regimes in zahlreichen Lagern in Attendorn oft unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben und arbeiten mussten. Viele von ihnen waren Ukrainer aus dem heute heftig umkämpften Donbass. An die namenlosen „Fremdarbeiterinnen und Fremdarbeitern“, die beim verheerenden Bombenangriff am 28. März 1945 auf die Hansestadt ums Leben kamen und auf dem sogenannten „Russenfriedhof“ ihre letzte Ruhe fanden, erinnert der aus Attendorn stammende Prof. Dr. Markus Köster im nächsten Mitteilungsblatt des Heimatvereins.

Die 1. Vorsitzende Gabriele Schmidt stellte abschließend das vielfältige Jahresprogramm 2026 des Heimatvereins vor. Wer sich darüber informieren will, ist auf der Homepage des Vereins richtig: www.heimatverein-attendorn.de

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