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Knapp 1400 LäuferInnen beim Citylauf

Es war exakt 12.30 Uhr als die erste Schülergruppe von Chefstarter Uli Rauchheld auf die Attendorner Wälle geschickt wurde. Mehr als fünfeinhalb Stunden später schließlich liefen die letzten Athleten des 10 000 Meter Hauptlaufs über die vielumjubelte Finishline an der Attendorner Wasserstraße. Dazwischen lagen erstmals gleich 15 Rennen von 200 Metern für die Kindergartenkinder bis hin zu amtlich vermessenen 10 Kilometern für die ambitionierten Spitzensportler.

Dass der Citylauf zu solch einem sportlichen Topp Ereignis geworden ist, darf sich der örtliche TV zweifellos auf seine Fahne schreiben. So konnte ein sichtlich zufriedener Chefkoordinator Wolfgang Rohe gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Isa Kurzer schon vor Rennbeginn feststellen, dass alle 10 Abteilungen des Attendorner Traditionsvereins auch 2026 Hand in Hand ein Großereignis auf die Beine gestellt haben, das sich nicht nur in der Laufsportszene großer Beliebtheit erfreut sondern mittlerweile regelrechten Kultstatus besitzt.

Mit 75 Aktiven war der Initiator Franz-Josef Becker 1991 gestartet. Knapp 1400 Teilnehmer konnte Manuela Gabriel 33 Auflagen später am Samstag aus dem Startbüro vermelden. 

Es waren zunächst die Schülerinnen und Schüler, die in 9 nach Alter und Geschlecht differenzierten Rennen vor begeisterter Zuschauerkulisse und vorbei an gleich mehreren lautstarken Stimmungsnestern auf die Strecke gingen.

Mit Fithawi Kifleyesus, der in hervorragenden 5:09 die Finishline überquerte stellte die Hanseschule in diesem Jahr den Gesamtschnellsten über die „perfekten Wälle“ einmal rund um die Altstadt.

Aber selbst diejenigen, die nicht auf dem Podest landeten, zeigten bemerkenswerte Ausdauerleistungen. „Schließlich haben so gut wie alle Attendorner Schulen zuvor mit den Kindern und Jugendlichen den obligatorischen Sportunterricht auf der beliebten Flaniermeile praktiziert, „ erklärt Wolfgang Rohe.

Eine gelungene logistische Herausforderung konnten Daniel Kaufmann und Christoph Keseberg wenig später vom Bambinilauf vermelden: „Aufgrund der Anmeldezahlen deutlich über der 300ter Marke haben wir die Rennen für die Jüngsten unter acht Jahren schließlich auf gleich vier Starts verteilt.“ Ob Kindergartenkind über 200 Meter oder schon Grundschüler mit einer 400 Meter Distanz – sie alle konnten sich nicht nur über ihre sportliche Leistung freuen, sondern auch eine Teilnehmermedaille in Empfang nehmen.

Einen neuen Teilnehmerrekord vermerkte Sprecher Uli Selter, der die Rennen mittlerweile seit rund 20 Jahren fachkundig und unterhaltsam kommentiert zum Start des 5 Kilometer Rennens: Erstmals wurde die Grenze von 200 Teilnehmern geknackt.

Kilian Cremer aus dem Eibach Team hatte sich bereits zu Beginn der klassischen 5000 Meter Distanz an die Spitze gesetzt, ließ im Verlauf des Rennens nichts anbrennen und holte sich den Sieg bei der 34. Auflage in 17:28. Silber ging in diesem Jahr an Matthias Weber in 17:41 vor Rene Welsch aus dem Team der Bigge Energie, der die Finishline in 18:20 passierte.

Richtig spannend wurde es nur wenige Minuten später beim Zieleinlauf der Damen. Nach einigen Wechseln in der Führung rettete letztendlich Jana Zobel vom St. Ursula Gymnasium den Sieg in 21:17 und mit einem Vorsprung von 3 Sekunden vor der Siegenerin Jana Schneider (21:20) über den Zielstrich. Das Treppchen perfekt machte schließlich Simone Brassat von der Kreispolizeibehörde Olpe, die sich in 21:56 Bronze sicherte.

Zwar geriet der Streckenrekord von Eyob Salomon der 2017 mit einer glatten 30er Zeit aufwarten konnte nicht in Gefahr. Aber es gab Spannung für die Zuschauer – und das gleich über fünf der sechseinhalb Runden. Der Attendorner Marvin Griese setzte sich recht früh mit seinem erwarteten schärfsten Konkurrenten Philipp Weller aus den Reihen der SG Wenden vom Feld ab und beide lieferten sich über lange Zeit einen packenden Zweikampf. Nach mehr als 7 Kilometer zog der Wendener dann sein Tempo noch einmal deutlich an und sicherte sich den begehrten Platz ganz oben auf dem Podest in 34:43. 35:10 zeigte schließlich die Uhr für den Zweitplatzierten Marvin Griese. Bronze erlief sich Tobias Jungkurth aus dem Bruse Ski Team, der mit seinen 35:54 dem Führungsduo zwischenzeitlich noch einmal nähergekommen war.

Einen erwarteten Dreifachtriumpf konnten die Damen der SG Wenden einfahren. Mit ihren hervorragenden 36:55 siegte Judith Hacker nicht nur überlegen, sondern verpasste den Streckenrekord aus dem Jahr 2017 nur um wenige Sekunden.

Rang zwei ging an Christl Dörschel, die sich nicht nur einen überlegenen Altersklassentitel sicherte, sondern auch mit 39:05 Silber in der Gesamtwertung einstreichen konnte.

Vervollständigt wurde das reine „Wendener Treppchen“ durch Sandra Clemens, die ihre 10 000 Meter in exakt 40:33 absolvierte.

Zwei ganz besondere Preise durften in diesem Jahr nicht fehlen. Die Attandarra Schule sicherte sich zunächst Platz eins im Ranking um den Titel der teilnehmerstärksten Schule vor den Grundschülern aus Ennest und der Sonnenschule.

Ein Novum als Sonderpreis vergab am Ende der Siegerehrung und nach Dankesworten an alle Unterstützer noch einmal Chefkoordinator Wolfgang Rohe. Zum ersten Mal durfte sich mit dem Attendorner Janis Büdenbender ein Läufer über den Titel und das Geldgeschenk des schnellsten Läufers durch die letzte, die ‚Dornseifer-Kurve‘ freuen.

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