Sie haben es wieder getan, der gemischte Chor Cäcilia Attendorn veranstaltete Anfang Oktober sein Jahreskonzert in der gut gefüllten Stadthalle Attendorn, unter dem Titel „Seite an Seite“, frei nach dem Songtext von Christina Stürmer. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Tatiana Hundt, die ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm zusammenstellte.
Als Gäste waren die Meggener Knappenkapelle 1883 e.V. sowie der Pianist Christian Behrens („ChrisPiano“) eingeladen. Letzterer begrüßte das Publikum schon vor dem Beginn des Konzertes mit ein paar musikalischen Kostproben am Flügel und so begann das Konzert in bester Stimmung.
Zum Auftakt spielte die Meggener Knappenkapelle mit ,,A la mi presente“ einen Marsch, der auf das frühe 16. Jahrhundert zurückgeht. Historische Musik wurde hier von einem modernen Blasorchester interpretiert und das Publikum auf eine spannende Zeitreise mitgenommen.
Daran schloss sich die Cäcilia mit dem Titel „Der Baum des Lebens“ aus dem Rockmärchen Tabaluga an. In diesem Lied beschreibt Peter Maffay das Leben eines Baumes in den vier Jahreszeiten und erinnert daran, wie kostbar und lebenswert das Leben ist. Danach folgten die Titel „You raise me up“ und „Breaking up is hard to do“, ein rasantes Liebeslied mit einem schnellen Rhythmus. Davon ließ sich das gut gelaunte Publikum gerne mitreißen.
Anschließend wurde es etwas ruhiger, ChrisPiano spielte „Homeland“, eines seiner ersten selbst komponierten Stücke, das er als neoklassische Anlehnung an seine Heimat das Sauerland schrieb.
Zur Abwechslung folgte mit der „Fliegerrevue“ ein Marsch der Meggener Knappenkapelle, der insbesondere durch sein schnelles Tempo, ungewöhnliche Akkordfolgen und den Soloeinsatz der Saxofone bestach. Im anschließenden Medley „Toto on Tour“ wurden mit „Rosanna“, „I´ll Be Over You“, „Africa“ und „Child´s Anthem“ vier bekannte Hits der Gruppe Toto durch das Orchester interpretiert. Der abschließende Titel vor der Pause lautete „Unsere Reise“ und stammt ursprünglich von den Schweizer Band „Fäaschtbänkler“. Den Gesangsteil übernahmen Orchester und Chor gemeinsam und sie wurden mit reichlich Applaus belohnt.
Im Anschluss an die Pause spielte ChrisPiano „Call of the Wild“. Dieses frei improvisierte Lied spiegelte in beeindruckender Weise einen Gang durch die Natur wieder. Stille, Ruhe aber auch Hektik und Drama.
Daran anschließend trug die Cäcilia das bekannte Stück „Solange man Träume noch leben kann“ von der deutschen Musikgruppe Münchener Freiheit und den gefühlvollen Titel „Welch ein Geschenk ist ein Lied“ von Reinhard Mey vor.
Im letzten Teil ihres Auftrittes widmete sich die Meggener Knappenkapelle der Filmmusik, mit „Show Yourself“ aus dem Film „Die Eiskönigin 2“. Dabei sorgten die beiden Solistinnen Pia Zimmermann und Sophia Fehlemann für Gänsehautmomente.
Ebenso beeindruckend war das Lied „Die Krone der Schöpfung“ von Udo Jürgens. Es thematisiert die Selbstüberschätzung der Menschen, die daraus entstehenden Probleme, aber auch die Hoffnung auf Besserung. Die in diesem Stück enthaltenen Bibelzitate wurden von Robert Hofmeister, einem Ehrenmitglied der Meggener Knappenkapelle, vorgetragen. Kai Thomson unterstützte als Solist die fesselnde Musik und die Cäcilia trug ebenfalls eine Textpassage bei. Danach hielt es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen und es gab Standing Ovations. Das Publikum erklatschte sich eine Zugabe und die Meggener Knappenkapelle spielte ihr Paradestück „Das Steigerlied“, das nicht nur von den anwesenden Fans des FC Schalke 04 begeistert mitgesungen wurde.
Zum Abschluss des Konzertes sang die Cäcilia den Song der österreichischen Rocksängerin Christina Stürmer „Seite an Seite“, ein beindruckender Text, schön rockig verpackt. Nach dem Schlusslied hielt es das Publikum ebenfalls nicht mehr auf den Sitzen und es gab wieder Standing Ovations. Die Cäcilia ließ sich nicht lange bitten und beendete mit der Zugabe „Komm wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg ein rundum gelungenes Konzert.

