Periradikuläre Therapie (ORT) in der Radiologie hilft gezielt bei Rückenschmerzen
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland. Besonders belastend sind Schmerzen, die von der Wirbelsäule ausgehen und in Arme oder Beine ausstrahlen. In der Radiologie der GFO Kliniken Südwestfalen am Standort Lennestadt wird hierfür eine moderne minimalinvasive Behandlungsmethode angeboten: die sogenannte periradikuläre Therapie (PRT).
Bei dieser Therapieform wird – im Sinne der Patientensicherheit ausschließlich unter CT-Kontrolle – eine sehr feine Nadel millimetergenau an die betroffene Nervenwurzel an der Wirbelsäule geführt. Dort wird ein Medikament injiziert, das aus einem lokalen Betäubungsmittel und einem entzündungshemmenden Wirkstoff besteht. Ziel ist es, Entzündungen und Schwellungen an der gereizten Nervenwurzel zu reduzieren und so Schmerzen gezielt zu lindern.
Die periradikuläre Therapie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn Schmerzen durch eine Reizung oder Einengung von Nervenwurzeln entstehen – etwa infolge eines Bandscheibenvorfalls oder durch Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. Da das Medikament direkt am Ort des Schmerzgeschehens wirkt, kann häufig schon mit einer vergleichsweise geringen Medikamentendosis eine deutliche Linderung erreicht werden.
„Wir freuen uns diese Behandlungsmethode, die in der Vergangenheit schon vielen PatientInnen eine Schmerzlinderung verschafft hat, künftig am Standort St. Josefs-Hospital, Lennestadt weiter auszubauen und unseren Patientinnen auf hohem med. Niveau anzubieten“, sagt Dr. med. Michael Mansour, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin.
„Die periradikuläre Therapie (PRT) ist eine äußerst nebenwirkungs- und risikoarme, vor allem aber auch erfolgreiche Methode zur Behandlung des chronischen Rückenschmerzes um Operationen zu vermeiden oder die Notwendigkeit einer Operation zu verzögern. Die PRT kann z.B. aber auch wertvoll sein um diagnostisch den Erfolg einer anstehenden OP zu verbessern. Am Standort Lennestadt haben wir optimale Bedingungen um eine patientennahe Versorgung zu gewährleisten“, ergänzt Wiebke Nöthen, Standortleitung Radiologie am St. JosefsHospital Lennestadt.
Sie und Dr. Mansour sind durch die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimalinvasive Therapie (DeGIR) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) als Spezialisten für minimalinvasive Schmerztherapie zertifiziert worden.
Der Eingriff selbst dauert in der Regel nur wenige Minuten und erfolgt minimalinvasiv. Dank der CT-gestützten Bildkontrolle können die Radiologinnen und Radiologen die Nadel exakt positionieren und die Behandlung besonders präzise durchführen.
Patientinnen und Patienten werden im Rahmen eines abgestimmten Behandlungskonzeptes gemeinsam mit den zuweisenden Fachärztinnen und Fachärzten betreut. Die Radiologie arbeitet hierbei eng mit der Unfallchirurgie und Orthopädie am Standort sowie mit den Schmerztherapeuten in den GFO Kliniken Südwestfalen und in den niedergelassenen Praxen der Region zusammen.

