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„Ein starkes Signal für unsere Stadt!“

„Lebendige Demokratie“: Ruprecht Polenz sorgte für Begeisterung in Attendorn

Ein eindrucksvolles Zeichen für die Stärkung der Demokratie setzte Attendorn mit dem Besuch von Ruprecht Polenz. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und engagierte Demokrat begeisterte bei seinem Aktionstag zahlreiche Besucherinnen und Besucher in der Hansestadt.

Auf Einladung der Buchhandlung Frey und in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Demokratennest Attendorn“ sprach Polenz im ausverkauften Bürgerhaus „Alter Bahnhof“ vor mehr als 100 Gästen. Seine Lesung und der anschließende Vortrag basierten auf seinem Buch „Tu was! – Kurze Anleitung zur Verteidigung der Demokratie“ und lieferten konkrete Impulse für demokratisches Engagement im Alltag.

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Auf den Spuren der Demokratie: Ruprecht Polenz unterwegs mit Mitgliedern des Arbeitskreises „Demokratennest Attendorn“ bei einer Stadtführung durch Attendorn (Foto: Hansestadt Attendorn)

Polenz, der nach seiner Zeit im Bundestag als Autor und meinungsstarker Kommentator in den sozialen Medien große Reichweite erzielt, machte deutlich: „Die Widerstandsfähigkeit unserer Demokratie beginnt bei uns zu Hause.“ Mit zahlreichen Beispielen ermutigte er dazu, Haltung zu zeigen – etwa durch Zivilcourage im Alltag, die Teilnahme an Demonstrationen oder dem Schreiben von Leserbriefen.

Auch das Engagement in politischen Parteien hob er hervor: „Selbst wenn Sie nicht zu 100 Prozent übereinstimmen, stärken Sie mit Ihrer Mitgliedschaft die Demokratie.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte der langjährige CDU-Politiker: „Ich habe zu meiner Partei auch nur 70 Prozent Übereinstimmung.“ Alternativ könne man kommunalpolitisch Aktiven zumindest Anerkennung und Unterstützung aussprechen.

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Begegnung auf Augenhöhe: Ruprecht Polenz und Schulleiterin Wiebke Lösenbeck-Schulte diskutierten mit Schülerinnen und Schülern der Attandarra-Grundschule über Demokratie (Foto: Hansestadt Attendorn)

Bereits am Vormittag hatte Ruprecht Polenz im „Alten Bahnhof“ rund 70 Kinder der Attandarra-Grundschule (Standort Stürzenberg) erreicht. Bei einer Lesung aus seinem Kinderbuch „Wer bestimmt auf unserem Hof?“, inspiriert von George Orwells „Farm der Tiere“, vermittelte er altersgerecht demokratische Grundprinzipien. In der anschließenden Diskussion mit dem Schülerparlament und Schulleiterin Wiebke Lösenbeck-Schulte zeigte er sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und ermutigte sie, sich weiterhin aktiv einzubringen – notfalls auch, indem sie „immer wieder nachfragen und dranbleiben“.

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Dialog vor Ort: Ruprecht Polenz diskutierte auf dem Hof Belke mit einem engagierten Team über Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen (Foto: Hansestadt Attendorn)

Am Nachmittag besuchte Polenz zudem den für Umweltbildung und Bauernhofpädagogik bekannten Hof Belke in Milstenau, wo er sich mit dem engagierten Team über Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen austauschte. Eine Stadtführung mit Peter „Pittjes“ Höffer zu Stationen der Attendorner Demokratiegeschichte rundete den Tag ab und bildete eine passende Einstimmung auf die Abendveranstaltung.

„Das war ein starkes Signal für unsere Stadt und unsere Demokratie“, zeigte sich Bürgermeister Christian Pospischil begeistert. „Die vielen Gespräche, die große Beteiligung und die Impulse von Ruprecht Polenz wirken weit über diesen Tag hinaus. Die rundum gelungenen Veranstaltungen haben gezeigt, wie sehr in Attendorn alle Generationen gemeinsam die Demokratie lebendig halten.“

Über Ruprecht Polenz
Ruprecht Polenz (geb. 1946) war von 1994 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2005 bis 2013 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Der Jurist zählt zu den reichweitenstärksten politischen Stimmen in den sozialen Medien und wurde 2020 mit dem „Goldenen Blogger“ ausgezeichnet. Er engagiert sich seit Jahren öffentlich für die Verteidigung der Demokratie und ist ein gefragter Gesprächspartner in Medien sowie bei Vorträgen und Diskussionen.

Über den Arbeitskreis „Demokratennest“
Der Arbeitskreis knüpft an die demokratische Tradition Attendorner Geschichte an: Bereits 1848 galt die Stadt als „Demokratennest“. Heute initiiert und begleitet das Gremium Projekte und Veranstaltungen zur Stärkung demokratischer Werte in der Hansestadt. Mitglieder sind unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung, Kultur, Heimatpflege und Bildung.

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