Freitag, 04. April 2025

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Kin­der­grund­si­che­rung

Zur aktu­el­len The­ma­tik rund um die Kin­der­grund­si­che­rung erklärt die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, die im Gesund­heits­aus­schuss Bericht­erstat­te­rin für Kin­der- und Jugend­ge­sund­heit und zugleich Vize­prä­si­den­tin des Kin­der­schutz­bun­des ist:

“Bei der Kin­der­grund­si­che­rung darf es kei­nen Auf­schub geben! Wie im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart, muss sie spä­tes­tens Anfang 2025 ein­ge­führt wer­den. Es ist eine Schan­de für die viert­größ­te Volks­wirt­schaft der Welt, dass etwa jedes fünf­te Kind in Deutsch­land in Armut auf­wächst.
Die Kin­der­grund­si­che­rung ist eine urso­zi­al­de­mo­kra­ti­sche For­de­rung. So stellt die Kin­der­grund­si­che­rung zunächst eine Zusam­men­fas­sung meh­re­rer Sozi­al­leis­tun­gen im Kin­der- und Jugend­be­reich dar, wodurch das Ver­fah­ren ver­ein­facht und ent­bü­ro­kra­ti­siert wer­den soll, da die Abruf­quo­ten für die bis­he­ri­gen Leis­tun­gen nur bei maxi­mal 30 % lie­gen.

Der wich­tigs­te Punkt für mich als Poli­ti­ke­rin und Kin­der- und Jugend­ärz­tin ist aber, dass wir mit einer Kin­der­grund­si­che­rung in die Gesund­heit unse­rer Kin­der inves­tie­ren. Es ist erwie­sen, dass Armut krank macht, die­ser Zusam­men­hang ist in Stu­di­en klar ables­bar. Das Spek­trum reicht von Über­ge­wicht, Fehl­ernäh­rung und Dia­be­tes bis hin zu psy­chi­schen Beein­träch­ti­gun­gen als Fol­ge feh­len­der sozia­ler Teil­ha­be. Es ist daher auch aus volks­wirt­schaft­li­cher Sicht, aber auch aus Respekt vor der nach­wach­sen­den Gene­ra­ti­on, die es bes­ser haben soll, uner­läss­lich, den Sozi­al­staat an die­ser Stel­le bes­ser auf­zu­stel­len. Ich erwar­te des­halb, dass FDP und Grü­ne jetzt ihr Gezänk been­den und den Weg frei machen für eine Kin­der­grund­si­che­rung, die ihren Namen ver­dient. Das müs­sen uns unse­re Kin­der wert sein!”

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