Erleichterung bei den Verantwortlichen: Endlich ist das Presbyterium der neuen evangelischen Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt vollzählig. Zwar waren die Kandidatinnen und Kandidaten in den einzelnen Bezirksgemeinden rechtzeitig für eine Wahl am 5. April 2020 benannt worden, aber die Kontakt- und Abstandsregelungen aufgrund der Corona-Pandemie ließen plötzlich eine Wahl, sofern überhaupt notwendig, nicht mehr im geplanten Zeitraum zu.

Erst nachdem die Regelungen etwas gelockert worden waren, konnte der Bezirksausschuss Attendorn die Wahl auf Pfingstsonntag festlegen. Obwohl für die persönliche Stimmabgabe im Wahllokal im Konfirmandensaal der Erlöserkirche nur eine recht kurze Zeitspanne von 210 Minuten gegeben war, nahmen immerhin 248 Gemeindeglieder ihr Stimmrecht in Anspruch. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp 10 Prozent der Wahlberechtigen. Wobei sich das Mitteilungsschreiben an alle Wahlberechtigten über die Form der Wahl und dem Hinweis auf die Möglichkeit der Briefwahl mit beigefügten Antragsformular sehr positiv ausgewirkt hat. Schließlich betrug der Briefwahlanteil nahezu 75%. Damit dürfte die Bezirksgemeinde Attendorn wohl mit an der Spitze der Wahlbeteiligung im Gebiet der Landeskirche liegen.

Für das Gesamtpresbyterium wurden in der Hansestadt von den zwei Kandidatinnen und fünf Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge) Wolfgang Dröpper, Lars Kirchhoff, Dagmar Langenohl, Dr. Linda Neumann und Martin Sporer ausgewählt.

In den anderen Bezirksgemeinden war das Wahlverfahren bereits mit der Aufstellung der Kandidatinnen und Kandidaten beendet, da nur so viele Gemeindeglieder sich zur Wahl stellten, wie Plätze zu vergeben waren.

Das Gesamtpresbyterium setzt sich demnach neben der Pfarrerin und den Pfarrern so wie den Gewählten aus der Bezirksgemeinde Attendorn folgt zusammen: Julia Löwen, Kirsten Schröder, Uwe Rink, und Klaus-Peter Stein für die Bezirksgemeinde Finnentrop, Stefanie Junski-Junge, Karl-Heinz Christmann, Martin Jung und Artur Seidenstücker für die Bezirksgemeinde Grevenbrück und für die Bezirksgemeinde Lennestadt-Kirchhundem Ursula Seidenstücker, Claudia Wollny, Hans-Georg Krieger, Steven Shawn Silvernale und Thomas Wittenstein.

Die für den 21. Juni vorgesehene Verabschiedung der bisherigen Presbyterinnen und Presbyter und die feierliche Einführung des neuen Presbyteriums kann nicht in der bisher üblichen Form eines Festgottesdienstes erfolgen. Daher werden die Neuen in schriftlicher Form ihre Verpflichtungen als Mitglieder des Presbyteriums abgeben. Die konstituierende Sitzung am 22. Juni wird wegen der augenblicklichen Situation als Video-Konferenz stattfinden.

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