Top 5 der Woche

Ähnlich

Landschaft Lesen Lernen in Grevenbrück

„Next Generation Kreisheimatbund Olpe“

Am 25. April 2026 traf sich zum dritten Mal die Gruppe „Next Generation Kreisheimatbund Olpe“ – diesmal in Grevenbrück. Im Museum der Stadt Lennestadt im Alten Amtshaus konnten das KHB-Vorstandsteam und Manfred Graf vom örtlichen Heimatverein acht junge Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Interessensgebieten begrüßen, die eines gemeinsam haben: Neugierde und Begeisterung für Geschichte, Landschaft und Menschen im Kreis Olpe. 

1 barlauchwald
Der Bärlauch profitiert von erhöhten Stickstoffeintrag durch die Luft und hat sich in den letzten 40 Jahren deutlich ausgebreitet (Foto: Andrea Arens)

Zunächst führte der Attendorner Archäologe Sebastian Luke, einer der jungen Aktiven, in verschiedene Fernerkundungsverfahren, vor allem LiDAR, ein. Dabei werden großräumige Gebiete mit einem Lasersensor beflogen und aus den gewonnenen Daten ein hochauflösendes 3D-Geländemodell entwickelt. In Kombination mit historischen Karten liefert es eine hervorragende Grundlage, um die heutige Erdoberfläche zu analysieren und ihre Entstehung nachzuvollziehen. Über den Geoserver TIM-Online ist dieses Geländemodell für jeden frei zugänglich. 

Anschließend wanderte die Gruppe über ausgewiesene Wanderwege durch das Naturschutzgebiet Breiter Hagen mit den Überresten von Peperburg und Burg Borghausen. Unterwegs führte Antonius Klein in das „Landschaft Lesen“ ein: Was erzählen uns z.B. die Vorkommen unterschiedlicher Baumarten und die wechselnde Artenzusammensetzung der Krautschicht über die jeweiligen Standortverhältnisse? Welche Unterschiede gehen auf natürliche Gegebenheiten zurück, welche auf menschliche Aktivitäten und deren Folgen, wie frühere Besiedlung, Klimawandel oder Stickstoffeintrag durch die Luft? Der Referent weckte bei den Teilnehmenden große Lust am Verstehen dieser Zusammenhänge, so dass Hinschauen, Fragen und Antworten die Wanderung bestimmten.

2 peperburg
Antonius Klein erläutert an der Peperburg die Interpretation von 3D-Geländemodellen (Foto: Andera Arens)

Zum Abschluss lud der Heimatverein Grevenbrück in seine Scheune ein und zeigte hier seine reichhaltige Sammlung an landwirtschaftlichen Geräten.

Fazit: Nach den ersten beiden Treffen auf der Adolfsburg in Oberhundem und in der Landschaft um Heinsberg hat dieses dritte Treffen die Gruppe weiter zusammenwachsen lassen. Die Motivation ist groß, gemeinsam etwas in der Heimatarbeit im Kreis Olpe zu bewegen. Wer sich für die Geschichte der Region, Natur und Landschaft, für Baukultur und Lebensweise interessiert, ist herzlich willkommen. Kontakt über Kreisheimatpflegerin Susanne Falk, falk@kreisheimatbund-olpe.de.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge