Vergleich zwischen Kloster Ewig und von Schade zu Ahausen über Staubauten an der Bigge sowie Wassernutzung zur Wiesenbewässerung (1692)
Hintergrund: Der Einblick dokumentiert den Juli 1692-Auszug aus dem Vergleich zwischen Kloster Ewig und der Familie von Schade zu Ahausen. Es geht um die Regulierung des Flusses Bigge, den Bau und die Erweiterung von Staubauten sowie die Nutzung des Wassers zur Bewässerung der Schadeschen Wiesen. Ein Durchgang für Fische soll gewahrt bleiben; die Ableitung des Wassers ist auf die landesüblichen Zeiten beschränkt.
Beglaubigung und Provenienz: Am 17. Februar 1803 beglaubigte Joanvahrs, fürstlich-hessischer Gograf und Richter, die Übereinstimmung der Abschrift mit der im Archiv der Canonie Ewig vorhandenen Abschrift. Das rote Lacksiegel unterstreicht die Authentizität.
Zusätzliche Inhalte: Kopie des Vergleichs über den “Ahausischen Schlacht-Prozess” vom 24. Juli 1692.
Historischer Kontext: Der Fall verdeutlicht frühneuzeitliche Auseinandersetzungen um Flussregulierung, Wasserrechte und landwirtschaftliche Bewässerung. Staubauten, Fischgängigkeit und faire Wassernutzung zeigen, wie Recht, Natur und Landwirtschaft eng verknüpft waren – auch in Attendorn und der Region um die Bigge.





