Freitag, 04. April 2025

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Gedenk­tag 15. Juni – Erin­ne­run­gen an das Jahr 1945

attendorner geschichten - bomben angriff
Die Erin­ne­rungs­ste­le am Rat­haus. Bild­quel­le „Theo­dor Frey sen. (Frey Print + Media GmbH)

Die Han­se­stadt Atten­dorn wird am Sams­tag, 15. Juni 2024, erneut ein Blu­men­ge­bin­de an der Gedenk­ste­le „Am Klos­ter­platz“ able­gen, um an den 79. Jah­res­tag eines schreck­li­chen Kapi­tels der Stadt­ge­schich­te zu erin­nern. Am 15. Juni 1945 explo­dier­te im Kel­ler des Atten­dor­ner Rat­hau­ses ein Muni­ti­ons­de­pot und riss 35 Men­schen in den Tod. Und das unmit­tel­bar nach Ende des schreck­li­chen Zwei­ten Welt­krie­ges.

Bereits am 28. März 2024 hat­te die Han­se­stadt Atten­dorn mit einem Blu­men­ge­bin­de an ein wei­te­res schreck­li­ches Ereig­nis erin­nert. An die­sem Tag wur­de Atten­dorn im Jahr 1945 durch alli­ier­te Bom­ben­an­grif­fe zer­stört.

Der 28. März und der 15. Juni 1945 hat­ten die Schre­cken des Zwei­ten Welt­krie­ges unmit­tel­bar in unse­re Stadt gebracht. Ein Krieg, der die Fol­ge einer bar­ba­ri­schen natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Regie­rung war, die seit 1939 einen rück­sichts­lo­sen Ver­nich­tungs­krieg führ­te, bevor der Krieg 1945 schließ­lich auch das eige­ne Land heim­such­te.

Die­se schreck­li­chen Ereig­nis­se müs­sen im Bewusst­sein der Bevöl­ke­rung erhal­ten blei­ben und bedür­fen daher einer wür­di­gen Form der Erin­ne­rung. Neben einer öffent­li­chen Gedenk­ver­an­stal­tung im Fünf-Jah­res-Rhyth­mus – die nächs­te ist für 2025 geplant – greift die Han­se­stadt Atten­dorn eine Anre­gung aus der Atten­dor­ner Bür­ger­schaft auf. Damit erin­nert sie jähr­lich am 28. März und am 15. Juni sicht­bar mit einem Blu­men­ge­bin­de und einer Info­ta­fel an der Gedenk­ste­le am Klos­ter­platz an die Ereig­nis­se des Jah­res 1945, die sich nie­mals wie­der­ho­len dür­fen.

Wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten der Stadt­ver­wal­tung Atten­dorn kön­nen Inter­es­sier­te im Foy­er des Rat­hau­ses die im Jahr 2010 errich­te­te Erin­ne­rungs­stät­te mit der Doku­men­ta­ti­on „Opfer von Krieg und Gewalt“ besich­ti­gen.

franziskanerkirche explosion 1945
Fran­zis­ka­ner­kir­che Explo­si­on 1945 (Foto: Theo­dor Frey sen., Frey Print + Media GmbH)

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