In der Herbstausgabe seiner Zeitschrift „Südsauerland“ setzt der Kreisheimatbund die Beschäftigung mit dem Jahresthema „80 Jahre Demokratie im Kreis Olpe – die Anfänge 1946“ fort.
Im Titelbeitrag zeigt Susanne Falk eine fast vergessene Bedeutung der Burg Bilstein auf: Zwischen 1947 und 1954 war sie im neu geschaffenen Bundesland NRW eines der Zentren für Jugendbildung und Jugendpflege. Ziel der Initiatoren, die aus der katholischen Bündischen Jugend in der Weimarer Republik kamen, war es, die Jugend auf einen Neuanfang in der Demokratie vorzubereiten. Die jungen Menschen sollten zunächst in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden, um sie für Aufgaben und zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft zu befähigen. Nur wenige Jahre zuvor, von 1939 bis 1945, hatte sich auf Burg Bilstein noch ein Wehrertüchtigungslager befunden, das Ulrich Rauchheld vorstellt.
Bernhard Schmidt setzt seinen Bericht über Alfons Hettwer fort, Gewerbelehrer und von 1936 bis 1944 erster Schulleiter der Kreisberufsschule in Olpe. Walter Stupperich stellt weitere Karikaturen der ‚Westfalenpost‘ aus der Nachkriegszeit fort, in denen vor allem der durch Mangelwirtschaft geprägte Alltag thematisiert wird. Klaus Schulte vergleicht die Aufgaben eines Nachtwächters in den Jahren 1799 und 1946 in Grevenbrück: In den Nachkriegsjahren gehörte zu den wichtigsten Aufgaben das Bewachen der Lebensmittelkarten.
Josef Rave führt seine Reihe über die Entstehung der Biggetalsperre mit einem Artikel über die Standortwahl Neu-Listernohls fort; historische Fotos, Karten und ein Flugblatt veranschaulichen den Prozess.
Den naturkundlichen Beitrag liefert Sabine Venema: Der BUND hat den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling zum Schmetterling des Jahres 2026 gekürt. Quasi als Trojanisches Pferd lässt diese Art ihre jungen Raupen von Ameisen in deren Nester tragen. Dort wachsen die Raupen heran, indem sie Unmengen an Ameisenlarven verspeisen. Im Kreis Olpe ist die stark gefährdete Falterart vor allem im oberen Biggetal zu finden. Martin Stamm berichtet von der dritten Veranstaltung der „Next-Generation“-Gruppe im Kreisheimatbund Olpe, bei der es vor allem um „Landschaft Lesen und Verstehen“ zwischen Grevenbrück und Borghausen ging.
Sebastian Luke berichtet aus der AG „Jüdisches Erbe in Olpe“ und der Erinnerungsarbeit mit den Olpe Schulen, deren aktueller Höhepunkt am 9. Juli die Errichtung der Gedenkstele „Sei ein Mensch!“ auf dem Kurkölner Platz war.
Die Vorstellung der kommunalen Heimatpreise 2025, Otto Höffers Funde und Hinweise aus dem Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, die Kreischronik für das Sommerquartal 2026, Buchbesprechungen, Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise ergänzen das aktuelle Heft.
Die Zeitschrift des Kreisheimatbundes Olpe erscheint viermal im Jahr zum Preis von 6,50 €, Einzelhefte sind erhältlich im örtlichen Buchhandel oder über die KHB-Geschäftsstelle, info@kreisheimatbund-olpe.de. Im KHB-Mitgliedsbeitrag von 23 € ist der Bezug alle vier Hefte einschließlich ihrer Zusendung enthalten. Ältere Folgen der „Heimatstimmen“ gibt es im Kreisarchiv Olpe, j.behrendt@kreis-olpe.de.
Weitere Informationen zum Verein und zu seinen Veröffentlichungen und Veranstaltungen finden sich unter www.kreisheimatbund-olpe.de.
Herbstausgabe der Heimatstimmen ist da


