Donnerstag, 03. April 2025

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Ehren­amt­ler sind mit Herz und Kopf gern dabei

Beim Start im Jahr 1999 war Hei­ke Schae­fer die ein­zi­ge Mit­ar­bei­te­rin der Frei­wil­li­gen­zen­tra­le im Dia­ko­ni­schen Werk des dama­li­gen Ev. Kir­chen­krei­ses Plet­ten­berg. Heu­te mana­gen 20 haupt­amt­li­che Kräf­te und rund 300 Frei­wil­li­ge zahl­rei­che Pro­jek­te im Dienst am Men­schen. Am Frei­tag fei­er­ten weit über 200 Frau­en und Män­ner die­se Erfolgs­sto­ry.

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Hei­ke Schae­fer, Lei­te­rin der Frei­wil­li­gen­zen­tra­le, begrüß­te die Gäs­te. Foto: Wolf­gang Tei­pel

Ehren­amt­li­che und haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter spen­de­ten sich gegen­sei­tig Applaus – ein äuße­res Zei­chen der Wert­schät­zung, die sich bei­de Sei­ten ent­ge­gen­brin­gen. „Mit Herz und Kopf ger­ne dabei. Das Ehren­amt setzt in Bewe­gung, hält jung und dyna­misch und wei­tet den Hori­zont“. Die­se Zei­len stam­men aus dem Refrain eines Lie­des, mit dem die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Frei­wil­li­gen­zen­tra­le am Frei­tag ihre Arbeit vor­stell­ten. Der Text für den Song stammt aus der Feder von Mari­an­ne Just. Die Melo­die  hat­ten sich die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger bei Rein­hard Meys „Der Mör­der ist immer der Gärt­ner“ gelie­hen.

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Der Auf­tritt von Anja Geue­cke ali­as „Hett­wich vom Him­mels­berg“ zähl­te zu den Höhe­punk­ten der Jubi­lä­ums­fei­er. Foto: Wolf­gang Tei­pel

So stimm­ten sich die Gäs­te aus Plet­ten­berg, Wer­dohl und Atten­dorn, unter ihnen auch Plet­ten­bergs Bür­ger­meis­ter Ulrich Schul­te, auf eini­ge gesel­li­ge Stun­den am Spät­nach­mit­tag ein. Dann stärk­ten sie sich mit Rei­be­plätz­chen, Würst­chen vom Grill, Früch­te­bow­le und wei­te­ren Kalt­ge­trän­ken für einen Höhe­punkt der Ver­an­stal­tung. „Lach­mus­kel­trai­ning ist ange­sagt“, kün­dig­te Mar­ti­na Süh­wold gegen 19 Uhr den Auf­tritt der Kir­chen­ka­ba­ret­tis­tin Anja Geue­cke an. Als „Hett­wich vom Him­mels­berg“ trägt sie einen Atten­dor­ner Stra­ßen­na­men im Künst­ler­na­men. Die Atten­dor­ne­rin ist ein kaba­ret­tis­ti­sches Mul­ti­ta­lent mit ein­zig­ar­ti­gem Charme und roter Kap­pe. Mit ihrer auf­fäl­li­gen Horn­bril­le und ihrem eigen­wil­li­gen Klei­dungs­stil ist Hett­wich ein Hin­gu­cker. Manch­mal kann sie sogar die Gedan­ken und Gefüh­le des Publi­kums erah­nen – und trifft mit ihren Bekennt­nis­sen aus dem Leben einer „Nur-Haus­frau“ den Nagel auf den Kopf. Der kräf­ti­ge Applaus im Paul-Ger­hardt-Haus klang wie eine Bestä­ti­gung.

Im offi­zi­el­len Teil der Fei­er zum 25-jäh­ri­gen Bestehen der Frei­wil­li­gen­zen­tra­le hat­te der ehe­ma­li­ge Gemein­de­pfar­rer und spä­te­re Super­in­ten­dent Klaus Majo­ress an den Start der Ein­rich­tung erin­nert. „Wir machen das mal, haben sich der dama­li­ge Geschäfts­füh­rer des Dia­ko­ni­schen Wer­kes, Hans-Jür­gen Vorm­schlag, und ich gedacht“, sag­te er. Wohin die Rei­se gehen soll­te, sei bei­den zunächst nicht klar gewe­sen. Mit der Ein­stel­lung von Hei­ke Schae­fer habe sich alles geän­dert. „Plötz­lich gab es den Oma Hilfs­dienst und die Tafel. Da war auf ein­mal jede Men­ge Leben im Haus.“ Mit Hei­ke Schae­fer habe man dann eine Frau an der Sei­te gehabt, die „wuss­te, was sie tat“. Das Ergeb­nis sei ein „dia­ko­ni­sches Zen­trum, das für Men­schen, die Hil­fe benö­ti­gen, jede Men­ge mög­lich gemacht hat“, beton­te Klaus Majo­ress.

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Iris Jäni­cke, Geschäfts­füh­re­rin des Dia­ko­ni­schen Wer­kes, beschei­nig­te Hei­ke Schae­fer „eine gro­ße Lie­be zu den Men­schen.“ Foto: Wolf­gang Tei­pel

Dr. Chris­tof Gro­te, Super­in­ten­dent des Ev. Kir­chen­krei­ses Lüden­scheid-Plet­ten­berg, hob in sei­nen Dan­kes­wor­ten ins­be­son­de­re die Bedeu­tung der Frei­wil­lig­keit her­vor. Nur wer frei und fro­hen Mutes ein Ehren­amt über­neh­me, kön­ne erfolg­reich Dienst am Nächs­ten leis­ten.

Iris Jäni­cke, Geschäfts­füh­re­rin des Dia­ko­ni­schen Wer­kes, sag­te: „Sie sind Zeit­spen­der und Zeit­stif­ter.“ Dabei sei es ganz gleich, ob das Enga­ge­ment christ­li­chem Glau­ben oder huma­ni­tä­rer Gesin­nung ent­sprin­ge. Das Ehren­amt tra­ge dazu bei, ande­ren zu hel­fen, Gemein­schaft auf­recht zu erhal­ten und Zufrie­den­heit und Freun­de zu fin­den.

Ihr beson­de­rer Dank ging an Hei­ke Schae­fer. Sie sei eine „Frau mit war­mem Her­zen und küh­lem Ver­stand“, besit­ze Geschick und Durch­set­zungs­ver­mö­gen und „eine gro­ße Lie­be zu den Men­schen.“

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