Donnerstag, 03. April 2025

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Wie geht es wei­ter mit der Geburts­me­di­zin in der Regi­on?

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Chris­tin-Marie Stamm (Foto: Mir­ko Raatz)

Die Sor­gen auf­grund der bevor­ste­hen­den Schlie­ßung der Geburts­me­di­zin am Kran­ken­haus Len­ne­stadt beschäf­ti­gen nun auch den Land­tag. Die bei­den SPD-Abge­ord­ne­ten Chris­tin-Marie Stamm aus Olpe und der gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cher Thors­ten Klu­te for­dern von der Lan­des­re­gie­rung ein Kon­zept, wie sie die Ver­sor­gungs­si­cher­heit in der Regi­on auf­recht­erhal­ten will. Dazu erklä­ren Klu­te und Stamm:

Die beschlos­se­ne Schlie­ßung der Geburts­me­di­zin am St. Josefs-Hos­pi­tal Len­ne­stadt zum Ende die­ses Jah­res sorgt wei­ter­hin für gro­ße Unsi­cher­heit in der Regi­on. Nach­dem 2021 bereits die Geburts­sta­ti­on in Atten­dorn den Betrieb ein­stel­len muss­te, ist dies ein wei­te­rer Rück­schlag für die Ver­sor­gungs­si­cher­heit in Tei­len des Krei­ses Olpe und des Hoch­sauer­land­krei­ses.

Thors­ten Klu­te nimmt hier die Lan­des­re­gie­rung in die Pflicht: „Eine flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung der Men­schen muss Ziel der Kran­ken­haus­pla­nung blei­ben. Die Lan­des­re­gie­rung hat dafür zu sor­gen, dass mög­lichst kei­ne Lücken ent­ste­hen.“

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Thors­ten Klu­te, MdL (Foto: pri­vat)

Dies ist künf­tig nicht mehr gewähr­leis­tet: Auto­fahr­ten von über 40 Minu­ten Dau­er zum nächst­ge­le­ge­nen Kran­ken­haus mit Geburts­sta­ti­on kön­nen nicht mehr aus­ge­schlos­sen wer­den. „Für wer­den­de Müt­ter bedeu­tet das eine zusätz­li­che Belas­tung“, erklärt Chris­tin-Marie Stamm. „Gera­de mit Blick auf die Attrak­ti­vi­tät für jun­ge Fami­li­en muss der länd­li­che Raum gestärkt wer­den. An der Ver­sor­gungs­si­cher­heit zu spa­ren, ist hier ein Schritt in die völ­lig fal­sche Rich­tung“, so die Abge­ord­ne­te wei­ter.

Mit einer Klei­nen Anfra­ge an die Lan­des­re­gie­rung wol­len Klu­te und Stamm nun für Klar­heit sor­gen: „Die Lan­des­re­gie­rung muss einen Plan vor­le­gen, wie die Ver­sor­gungs­si­cher­heit gewähr­leis­tet wer­den soll,“ bekräf­tigt Thors­ten Klu­te. Eben­falls soll die Lan­des­re­gie­rung erklä­ren, in wie vie­len Fäl­len der Weg zum Kran­ken­haus bis­her schon zu lan­ge dau­ert, sodass Gebur­ten wäh­rend der Fahrt statt­fan­den: Denn „Gebur­ten in Ret­tungs­wa­gen oder gar Ret­tungs­hub­schrau­bern dür­fen nicht zur Regel wer­den“, so Chris­tin-Marie Stamm abschlie­ßend.

Hin­ter­grund:
Nach der­zei­ti­gem Stand gäbe es nach dem Jah­res­wech­sel 2024/25 nur noch einen Stand­ort für Geburts­me­di­zin im gesam­ten Kreis Olpe. Durch die Schlie­ßung am Stand­ort Len­ne­stadt dro­hen in Tei­len des Krei­ses Olpe sowie des süd­li­chen Hoch­sauer­land­krei­ses Ver­sor­gungs­lü­cken. Dage­gen regt sich star­ker Wider­stand, eine Peti­ti­on für den Erhalt des Stand­or­tes wur­de Stand 11. Juli bereits über 21.000-mal unter­schrie­ben. Die Klei­ne Anfra­ge ist öffent­lich abruf­bar unter:

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-9898.pdf

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