Freitag, 04. April 2025

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Trotz schlech­ten Schnee­ver­hält­nis­sen tol­le Ergeb­nis­se der Läu­fer des TV Atten­dorn beim Enga­din Ski­ma­ra­thon

Hef­ti­ger Sturm und dich­tes Schnee­trei­ben bestimm­ten die Wet­ter­la­ge am frü­hen Mor­gen bei der 54. Auf­la­ge des Enga­din Ski­ma­ra­thons. „Es war uns schon beim ers­ten Blick nach drau­ßen klar, dass das kein ein­fa­ches Ren­nen wer­den wür­de,“ erläu­tert Lukas Scholl die Aus­gangs­la­ge für das Ski Team des TV Atten­dorn.

Rund 14 000 Star­ter hat­ten sich zum welt­weit zweit­größ­ten Lang­lau­fe­vent gemel­det und hiel­ten sich bereits seit den frü­hen Mor­gen­stun­den im Start­feld an den Ober­enga­di­ner Seen auf, um einen guten Start­platz zu erwi­schen.

Mit­ten­drin im Pulk der Ath­le­ten war schon fast tra­di­tio­nell auch die Atten­dor­ne­rin Sabi­ne Sel­ter, die wenig spä­ter für eine klei­ne Sen­sa­ti­on in der Loi­pe sor­gen soll­te. „Der Start auf dem recht stump­fen Neu­schnee war eher sub­op­ti­mal, aber dann lief es“, so die 56 jäh­ri­ge Phy­sio­the­ra­peu­tin. Als 30. unter 826 Damen auf der Halb­ma­ra­thon­di­stanz sorg­te sie für die Über­ra­schung und war die mit Abstand ältes­te Läu­fe­rin in der Spit­zen­grup­pe. Ihre eige­ne Alters­klas­se gewann Sabi­ne Sel­ter mit einem Abstand von knapp 7 Minu­ten im stark besetz­ten Teil­neh­mer­feld.

Als schnells­ter hei­mi­scher Akteur auf der Mara­thon­di­stanz zeig­te sich in die­sem Jahr And­re Zahn. 2:41:13,8 prä­sen­tier­te die Uhr im Ziel und bescher­te ihm Rang 2043 und einen Platz 266 sei­ner Alters­klas­se.

Nach län­ge­rer Pau­se und mit wenig Schnee­kon­takt in die­sem Win­ter ging Lukas Scholl in die Loi­pe. Mit Rang 2362 (AK 383) unter den mehr als 10 000 Finis­hern wuss­te der Stu­dent der Zahn­me­di­zin nicht nur Trai­ner Uli Sel­ter zu über­ra­schen: „Wer hier bei Sturm und Schnee­trei­ben und einer abso­lut stump­fen Loi­pe eine Zeit von 2:44:39,7 hin­legt, vor dem zieh ich mei­nen Hut.“

Den konn­te er an die­sem Tag gleich noch ein­mal lüp­fen. Toch­ter Lea hat­te ihre Mas­ter­ar­beit kurz­fris­tig unter­bro­chen und mit einer 2:43:06,3 Gesamt­rang 296 bei den Damen und 120 in ihrer Alters­klas­se erlau­fen. “Der Enga­di­ner ist beim Ski Team des TV Atten­dorn ein­fach gesetzt. Da muss man die Prio­ri­tä­ten auch mal kurz­fris­tig ver­schie­ben,“ so die 24 jäh­ri­ge Stu­den­tin augen­zwin­kernd.

Knapp an der 3 Stun­den Mar­ke vor­bei erreich­te schließ­lich Mat­tis Hecht in 3:03:54,6 die Finish­li­ne in Schanf. Das bescher­te dem ehe­ma­li­gen Eis­schnell­läu­fer fach­fremd Rang 3615 und den Platz 566 der Alters­klas­se.  

Sein ers­ter ‚Enga­di­ner‘ war gezeich­net von Schnee und Sturm. Nun, zum Jubi­lä­um, war das Wet­ter genau das glei­che. Otto Wel­ler lief zum 15. Mal auf der mar­kan­ten Mara­thon­stre­cke und wur­de nicht nur dafür vom Ver­an­stal­ter aus­ge­zeich­net, son­dern konn­te auch die Glück­wün­sche sei­ner Sport­kol­le­gen zum 80. Geburts­tag vor Ort ent­ge­gen­neh­men.

Als Pech­vo­gel am Rand stand eigent­lich nur einer: Ben­ja­min Sel­ter, Läu­fer im Bruse Sau­er­land Ski­team, hat­te sich durch her­vor­ra­gen­de Leis­tun­gen zwar für die ers­te Start­rei­he qua­li­fi­ziert, war aber kurz­fris­tig mit Fie­ber und Magen­pro­ble­men zum Zuschau­en ver­ur­teilt.

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