Freitag, 04. April 2025

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Schon­ends­te Dia­gnos­tik für die Kleins­ten

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Sym­bol­bild des neu­en MRT, der am 20.02. per Kran in die neue radio­lo­gi­sche Abtei­lung an der DRK-Kin­der­kli­nik Sie­gen ein­ge­bracht wur­de (Quel­le: Phil­ips)

Inves­ti­ti­on in moderns­te Medi­zin­tech­nik
Die DRK Kin­der­kli­nik Sie­gen inves­tiert in die Zukunft. Um die Moder­ni­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung vor­an­zu­trei­ben, hat das 158-Bet­ten Haus bereits im Früh­jahr 2023 eine stra­te­gisch ori­en­tier­te Zusam­men­ar­beit mit Phil­ips beschlos­sen. Gemein­sam wer­den die Kli­nik und das Gesund­heits­un­ter­neh­men die bild­ge­ben­de Tech­nik und die IT auf den aktu­el­len Stand brin­gen. Die Instal­la­tio­nen moderns­ter bild­ge­ben­der Tech­no­lo­gien in der Radio­lo­gie wer­den die ers­ten Eck­pfei­ler, auf denen die Zusam­men­ar­beit fußt. „Wir wol­len unse­ren klei­nen und gro­ßen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in der Regi­on die best­mög­li­che wohn­ort­na­he Ver­sor­gung bie­ten. Dabei spielt die Radio­lo­gie immer mehr eine Schlüs­sel­rol­le, denn die Ergeb­nis­se der Bild­ge­bung sind bei einer Viel­zahl von Erkran­kun­gen unver­zicht­bar für die Wahl der rich­ti­gen The­ra­pie. Von der Anschaf­fung der neu­en Sys­te­me pro­fi­tie­ren sowohl die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten als auch die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­res Hau­ses“, freut sich Geschäfts­füh­rer Cars­ten Jochum.

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Sym­bol­bild des neu­en MRT an der DRK-Kin­der­kli­nik Sie­gen, das spe­zi­ell auch für Kin­der und Jugend­li­che aus­ge­legt ist (Quel­le: Phil­ips)

Kind­ge­rech­te Ver­sor­gung
Die päd­ia­tri­sche Radio­lo­gie in der DRK-Kin­der­kli­nik Sie­gen bie­tet zukünf­tig das gesam­te Spek­trum bild­ge­ben­der Ver­fah­ren für Kin­der, Jugend­li­che und dann zudem auch für Erwach­se­ne an. Das medi­zi­ni­sche Fach­per­so­nal ist aus­ge­bil­det mit Schwer­punkt in der Dia­gnos­tik von Kin­dern und erreicht durch sei­ne Spe­zia­li­sie­rung höchs­te Unter­su­chungs­qua­li­tät. Dabei wäh­len sie die für Kin­der mög­lichst wenig belas­ten­de Metho­de aus. Um die dia­gnos­ti­sche Tie­fe zu errei­chen und zukünf­tig noch wei­ter aus­zu­bau­en wird sich die neue Tech­no­lo­gie in der Radio­lo­gie des Kin­der­kran­ken­hau­ses noch bes­ser an die Bedürf­nis­se der Kleins­ten anpas­sen. Alle vier neu­en Rönt­gen­sys­te­me und die Com­pu­ter­to­mo­gra­phie arbei­ten mit deut­lich redu­zier­ter Rönt­gen­strah­lung – den­noch ohne Beein­träch­ti­gung der Bild­qua­li­tät. Auch die Bedien­ober­flä­chen der Sys­te­me sind zukünf­tig ein­heit­lich gestal­tet. Alle Mit­ar­bei­ten­den erfah­ren dadurch eine wesent­li­che Arbeits­er­leich­te­rung mit gleich­zei­ti­ger Stei­ge­rung der Sicher­heit – auch in Stress­si­tua­tio­nen.

Bei der Unter­su­chung in der so genann­ten „Röh­re“, dem Kern­spin­to­mo­gra­fen, hilft neben ver­kürz­ten Unter­su­chungs­zei­ten in Zukunft auch die päd­ia­tri­sche Coa­ching-App. Sie berei­tet die Kin­der auf die MRT-Unter­su­chung vor, bevor sie ins Kran­ken­haus kom­men. Wäh­rend der Unter­su­chung beglei­ten die Bil­der­wel­ten der App die Kin­der in den Räu­men und im Gerät wei­ter. Durch die akti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Ablauf, schon im häus­li­chen Umfeld, wer­den Angst oder Unsi­cher­heit redu­ziert, so dass bei den meis­ten Kin­dern ohne Nar­ko­se gescannt wer­den kann.

„Bei einer kin­der­zen­trier­ten Stu­die mit „Phil­ips Pedia­tric­Coa­ching“ konn­te auf­ge­zeigt wer­den, dass der Ein­satz von Voll­nar­ko­sen für einen unge­stör­ten Ablauf bei MRT-Unter­su­chun­gen bei Kin­dern von 4–6 Jah­ren von 57% auf 5% redu­ziert wer­den konn­te“, erläu­tert Chris­ti­an Berg­ei­sen, der Cus­to­mer Pro­ject Mana­ger bei Phil­ips.

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MRT am Kran kurz vor der Ein­brin­gung (Foto: DRK Kin­der­kli­nik Sie­gen)

Umfas­sen­de Bau­maß­nah­men
Um das moderns­te radio­lo­gi­sche Ange­bot in der Regi­on opti­mal ein­set­zen zu kön­nen, hat die DRK-Kin­der­kli­nik Sie­gen in den letz­ten Mona­ten auch im bau­li­chen Bereich umfas­sen­de Maß­nah­men rea­li­siert. So wur­de die Zen­tra­le Not­auf­nah­me in einem benach­bar­ten Gebäu­de­teil kom­plett neu ein­ge­rich­tet, auch ein spe­zi­el­ler Ein­gang für Pati­en­ten mit anste­cken­den Krank­hei­ten wur­de hier­für rea­li­siert. Die Spe­zi­al­am­bu­lan­zen sind eben­falls in neu errich­te­te Behand­lungs­ku­ben an ande­rer Stel­le in der Kli­nik umge­zo­gen, so dass die kom­plet­te radio­lo­gi­sche Abtei­lung in den ehe­ma­li­gen Ambu­lanz­räu­men mit neu­er Auf­tei­lung einen zen­tra­len Platz in direk­ter Nähe zur ZNA fin­det. Lt. Geschäfts­füh­rer Cars­ten Jochum wur­den allein in die Umbau­maß­nah­men rund 2,95 Mil­lio­nen Euro inves­tiert. Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men für die neu­en radio­lo­gi­schen Gerä­te beläuft sich auf wei­te­re 2,76 Mil­lio­nen Euro.

Zukunfts­ori­en­tier­te Stra­te­gie

Auch die Eta­blie­rung einer neu­en IT-Lösung ist geplant. Die­se soll Teil eines ein­heit­li­chen IT-Kon­zepts für die Radio­lo­gie sein und eng mit der übri­gen IT-Land­schaft der Kli­nik ver­zahnt wer­den. Dazu gehö­ren auch ein Pati­en­ten­da­ten­ma­nage­ment­sys­tem und ein Archi­vie­rungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem für radio­lo­gi­sche Bild­da­ten, dass den behan­deln­den Teams und Fach­ärz­ten kli­ni­sche Bild­da­ten jeg­li­cher Art, abtei­lungs­über­grei­fend und in kür­zes­ter Zeit zur Ver­fü­gung stellt.

Durch inno­va­ti­ve Soft­ware-Lösun­gen wird sowohl der Work­flow in der Radio­lo­gie opti­miert als auch die medi­zi­ni­sche Qua­li­tät gesi­chert mit dem Ziel, Pati­en­ten eine schnel­le­re Befun­dung und eine zeit­na­he The­ra­pie bie­ten zu kön­nen. „Ins­ge­samt pro­fi­tie­ren die Kin­der und Jugend­li­chen von stei­gen­der Behand­lungs­qua­li­tät, schnel­le­ren Dia­gno­sen, weni­ger Fol­ge­un­ter­su­chun­gen und kür­ze­ren War­te­zei­ten. Letzt­lich bringt die Stan­dar­di­sie­rung und Ver­ein­heit­li­chung des Gerä­te­parks aber auch wirt­schaft­li­che Vor­tei­le für das Kli­ni­kum, die im heu­ti­gen Gesund­heits­we­sen lei­der auch nicht außer Acht gelas­sen wer­den dür­fen,“ schließt Cars­ten Jochum sein Resü­mee zum aktu­el­len Pro­jekt­stand ab.

Ein­brin­gung des MRT am 20.02.2024
Mit einer spek­ta­ku­lä­ren Akti­on wur­de das rund 4 Ton­nen schwe­re MRT Gerät am 20.02. mit­tels Spe­zi­al­kran von einem LKW unter­halb der Kin­der­kli­nik über mehr als 40 m Höhen­un­ter­schied auf das Grund­ge­schoß im Neu­bau­be­reich der DRK-Kin­der­kli­nik Sie­gen ver­bracht. Beob­ach­tet von vie­len gespann­ten Augen­paa­ren dau­er­te die Ein­brin­gung bis ins Gebäu­de rund 2 ½ Stun­den, ver­lief aber erfreu­lich unpro­ble­ma­tisch für alle Betei­lig­ten. Wäh­rend das MRT nun in dem dafür vor­ge­se­he­nen Raum plat­ziert wur­de, wer­den das neue CT und die Rönt­gen­ge­rä­te am 26. bzw. 27.03. instal­liert, die neue Durch­leuch­tungs­an­la­ge am 09.04.2024. „Wir hof­fen, dass wir Mit­te Ende Mai unse­re neue Radio­lo­gie in Betrieb neh­men kön­nen. Die in den Berei­chen ein­ge­setz­ten Fach­kräf­te erhal­ten par­al­lel umfang­rei­che Schu­lun­gen in die neue Tech­nik. Beson­ders zu erwäh­nen ist abschlie­ßend noch, dass zukünf­tig durch Koope­ra­ti­on mit unse­rem mvz Wel­lers­berg auch Erwach­se­ne alle radio­lo­gi­schen Ange­bo­te nut­zen kön­nen“, freut sich Cars­ten Jochum zusam­men mit sei­nem Team.

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