Freitag, 04. April 2025

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Bara­da­ri kri­ti­siert Vor­stoß des BVKJ-Prä­si­den­ten zu Eigen­be­tei­li­gung von Eltern bei der Not­fall­ver­sor­gung

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Neza­hat Bara­da­ri, MdB (Foto: Neza­hat Bara­da­ri)

Der  Prä­si­dent des Berufs­ver­ban­des der Kin­der- und Jugend­ärz­te, Dr. Tho­mas Fisch­bach, hat eine Eigen­be­tei­li­gung von Eltern bei Nut­zung des Not­diens­tes für nicht dring­li­che Fäl­le gefor­dert. Fisch­bach sag­te wört­lich, dass der ambu­lan­te Not­dienst am Wochen­en­de nicht “für die Pickel am Po der Kin­der” gedacht sei. Bei ech­ten Not­fäl­len kön­ne die Gebühr rück­erstat­tet wer­den.

Die Bericht­erstat­te­rin der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on für Kin­der- und Jugend­ge­sund­heit, Neza­hat Bara­da­ri, reagier­te ableh­nend auf die­se For­de­rung. “Es steht außer Fra­ge, dass eine bes­se­re Pati­en­ten­steue­rung in der Not­fall­ver­sor­gung not­wen­dig ist. Mit der anste­hen­den Not­fall­re­form wer­den wir dar­an­ge­hen, die­ses Pro­blem zu adres­sie­ren. Es kann aber kei­ne Lösung sein, Eltern eine Art Straf­ge­bühr für die Nut­zung der Not­auf­nah­men auf­zu­er­le­gen. Das steht für mich im Wider­spruch zum Leis­tungs­ver­spre­chen unse­res Gesund­heits­sys­tem und  wird den Sor­gen jun­ger Eltern um die Gesund­heit ihrer Kin­der nicht gerecht.”

Bara­da­ri befürch­tet ins­be­son­de­re auch sozia­le Kon­se­quen­zen, falls beson­ders sozi­al schwä­che­re Eltern den Gang in die Not­auf­nah­me auch in berech­tig­ten Fäl­len scheu­en, um die bei einem min­der­schwe­ren Fall poten­ti­ell anfal­len­den Gebüh­ren zu ver­mei­den. “Wir müs­sen dafür sor­gen, dass die Not­fall­ver­sor­gung in Deutsch­land effi­zi­en­ter wird. Das kann aber nicht auf die Kos­ten der Gesund­heit von Kin­dern gehen.”

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