Samstag, 05. April 2025

Top 5 der Woche

Ähnlich

„Mein Herz schlägt für die Dia­ko­nie“

Pfar­rer Vol­ker Bäu­mer ist ein kom­mu­ni­ka­ti­ver Mann, der immer wie­der gern das Gespräch sucht. „Nati sumus ad mutuam ser­mo­nis com­mu­ni­ca­tio­nem („Wir sind gebo­ren, um uns im Gespräch mit­ein­an­der mit­zu­tei­len.“) steht auf sei­ner Visi­ten­kar­te. Als neu­er Dia­ko­nie-Pfar­rer im Ev. Kir­chen­kreis Lüden­scheid-Plet­ten­berg wird der 61-Jäh­ri­ge jede Men­ge Gele­gen­hei­ten haben, sei­nen Wahl­spruch aus den Gebe­ten des Refor­ma­tors Melan­ch­ton in die Tat umzu­set­zen.

Vol­ker Bäu­mer ist kürz­lich vom Kreis­syn­odal­vor­stand des Kir­chen­krei­ses, auf Vor­schlag von Super­in­ten­dent Dr. Chris­tof Gro­te, ein­stim­mig in den dia­ko­ni­schen Pfarr­dienst beru­fen wor­den. Er tritt damit die Nach­fol­ge von Dr. Gro­te an, der für zehn Jah­re die Auf­ga­ben des Dia­ko­nie-Pfar­rers im Kir­chen­kreis über­nom­men hat­te. „Ich habe die­se Auf­ga­be über die gesam­te Zeit sehr ger­ne wahr­ge­nom­men“, erklärt der heu­ti­ge Super­in­ten­dent. „Mit mei­nem neu­en Auf­ga­ben­feld ist es mir aber lei­der nicht mög­lich, die Stel­le des Dia­ko­nie-Pfar­rers lang­fris­tig und voll­um­fäng­lich fort­zu­füh­ren. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit Vol­ker Bäu­mer einen sehr guten Nach­fol­ger für die­se wich­ti­ge Auf­ga­be gefun­den haben.“

„Mein Herz schlägt für die Dia­ko­nie“, sagt Vol­ker Bäu­mer. Schon in sei­ner Zeit als Pfar­rer in Fern­dorf (Kir­chen­kreis Sie­gen) habe er sich in vie­len Gre­mi­en um dia­ko­ni­sche Belan­ge geküm­mert. Auch vor die­sem Hin­ter­grund habe er die neue Auf­ga­be gern ange­nom­men. Dass er vom Kreis­syn­odal­vor­stand mit Freu­de beru­fen wor­den sei, ver­schaf­fe ihm zusätz­li­chen Rücken­wind. In sei­ner neu­en Funk­ti­on hat er gleich eine wei­te­re Auf­ga­be über­nom­men. Bei der jüngs­ten Sit­zung des syn­oda­len Dia­ko­nie­aus­schus­ses wur­de er zum Vor­sit­zen­den die­ses Gre­mi­ums gewählt.

„Jetzt muss ich ver­su­chen, den pfarr­amt­li­chen und den dia­ko­ni­schen Dienst unter einen Hut zu brin­gen“, sagt Vol­ker Bäu­mer. Denn neben den neu­en Auf­ga­ben im Bereich der Dia­ko­nie, ist Bäu­mer wei­ter­hin in sei­ner Funk­ti­on als kreis­kirch­li­cher Pfar­rer in der ver­ei­nig­ten
Kir­chen­ge­mein­de Atten­dorn-Len­ne­stadt tätig. Doch die­se Auf­ga­ben-Kom­bi­na­ti­on sieht Vol­ker Bäu­mer posi­tiv. „Der mis­sio­na­ri­sche und dia­ko­ni­sche Dienst sind wie die Ruder in einem Boot. Man muss sie gleich­mä­ßig bewe­gen, sonst dreht man sich im Kreis“, erklärt der Mann, der wäh­rend des Stu­di­ums in Hei­del­berg auf dem Neckar als Gele­gen­heits­ru­de­rer die­se Erfah­rung gemacht hat.

In einem ers­ten Schritt will Bäu­mer die dia­ko­ni­schen Ein­rich­tun­gen des Kir­chen­krei­ses an den vier Schwer­punk­ten Lüden­scheid, Plet­ten­berg, Wer­dohl und Atten­dorn sowie deren Mit­ar­bei­ter genau­er ken­nen­ler­nen. „Ich will wis­sen, wel­che Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen gera­de
anste­hen, wel­che Ansich­ten und Ideen die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen haben und mit ihnen über alles ins Gespräch kom­men.“

Dia­ko­nie-Geschäfts­füh­re­rin Iris Jäni­cke erhofft sich von Vol­ker Bäu­mers Ein­satz eine „theo­lo­gi­sche Ver­tie­fung unse­rer Arbeit.“ Zudem kön­ne der neue Dia­ko­nie-Pfar­rer spe­zi­fi­sche seel­sor­ge­ri­sche Ange­bo­te für beson­ders belas­te­te Dia­ko­nie-Kli­en­ten und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern machen. „Oft wer­den hier Gren­zen der jewei­li­gen Kräf­te erreicht und seel­sor­ge­ri­scher Bei­stand ist des­we­gen sehr wich­tig.“ Dazu kom­me sicher auch eine enge­re Ver­zah­nung von Dia­ko­nie und den Gemein­den im Kir­chen­kreis, weil Vol­ker Bäu­mer in bei­den
Berei­chen ent­schei­dend mit­ar­bei­te.

Vol­ker Bäu­mer ist seit 32 Jah­ren Pfar­rer, ver­hei­ra­tet und Vater von drei Kin­dern, dar­un­ter ein Pfle­ge­kind, das im Alter von einem Jahr in die Fami­lie auf­ge­nom­men wur­de.

Nach dem Abitur hat er in Mar­burg und Hei­del­berg Theo­lo­gie stu­diert. Sein Vika­ri­at absol­vier­te er nach dem 1. Examen in Kreuz­tal. Nach dem 2. Examen wur­de er Pfar­rer in Fern­dorf. 2017 wech­sel­te er in den Ev. Kir­chen­kreis Lüden­scheid-Plet­ten­berg und besetz­te zunächst die damals vakan­te Pfarr­stel­le in Lüden­scheid-Brüg­ge. Anschlie­ßend über­nahm er zahl­rei­che ande­re Auf­ga­ben auf Ebe­ne des Kir­chen­krei­ses, bis er ins Pfarr­team der ver­ei­nig­ten Kir­chen­ge­mein­de Atten­dorn-Len­ne­stadt wech­sel­te. Vol­ker Bäu­mer wohnt in Kreuz­tal. Sein Dienst­sitz ist Gre­ven­brück.

(@EKKLP)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge