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Qualitätsregister bescheinigt Attendorner Darmchirurgie hervorragende Ergebnisse

Eine Darmoperation zählt zu den anspruchsvolleren Eingriffen der Bauchchirurgie. Umso wichtiger ist es, dass jeder Behandlungsschritt optimal aufeinander abgestimmt ist – von der Diagnostik über die Operation bis hin zur Nachsorge. Genau dieses Zusammenspiel macht nach Ansicht von Dr. Stefan Bollmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Attendorner Helios Klinik den Unterschied aus:

„Wer sich einer Darmoperation unterziehen muss, fragt sich vor allem: Wie sicher ist der Eingriff? Eine aktuelle bundesweite Qualitätsauswertung zur „Laparoskopischen Sigmaresektion bei Divertikulitis“ gibt darauf für die Helios Klinik Attendorn eine erfreuliche Antwort“, sagt der erfahrene Chirurg.

Zur Erläuterung: Die sogenannte laparoskopische Sigmaresektion – die minimalinvasive Entfernung des entzündeten Dickdarmabschnitts bei einer Divertikulitis – gilt heute als Standardverfahren bei vielen Patienten. Bei dieser Operation entfernt man den entzündeten Teil des Dickdarms über wenige kleine Schnitte im Bauch. Anschließend werden die gesunden Darmenden wieder miteinander verbunden. Der Eingriff kommt vor allem dann infrage, wenn eine Divertikulitis wiederholt Beschwerden verursacht oder Komplikationen auftreten.

Eingriffe akribisch vor- und nachbereitet
Bereits vor dem Eingriff werde großer Wert auf eine sorgfältige Diagnostik gelegt, wie die aktuelle Auswertung der DGAV bescheinigt. Alle Patientinnen und Patienten erhielten eine Computertomographie und Darmspiegelung, nahezu alle zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung. Dadurch lässt sich die Operation exakt planen und mögliche Risiken können frühzeitig erkannt werden.

Operiert wird, wann immer medizinisch möglich, minimalinvasiv. Dabei erfolgt der Eingriff über wenige kleine Schnitte statt über einen großen Bauchschnitt. Alle im Qualitätsregister erfassten Darmoperationen wurden auf diese Weise durchgeführt. Bemerkenswert ist zudem, dass während des gesamten Auswertungszeitraums keine einzige Operation von minimal-invasiv auf ein offenes Verfahren umgestellt werden musste.

Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das häufig weniger Schmerzen, eine schnellere Mobilisation und eine raschere Genesung und damit auch eine geringere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus. Im bundesweiten Vergleich ist dies bei rund sieben Prozent der Eingriffe erforderlich.

Ein weiterer Erfolgsbaustein ist das sogenannte Fast-Track-Konzept. Es verbindet verschiedene Maßnahmen wie eine individuell abgestimmte Schmerztherapie, frühe Bewegung und einen zügigen Kostaufbau. Ziel ist es, den Körper möglichst schnell wieder in den normalen Stoffwechsel zu bringen und Komplikationen vorzubeugen. In Attendorn wurde dieses Behandlungskonzept bei 97 Prozent aller planbaren Darmoperationen angewendet – deutlich häufiger als im bundesweiten Durchschnitt.

Dass sich dieser strukturierte Behandlungsansatz auszahlt, zeigen die Ergebnisse. Die durchschnittliche postoperative Liegedauer betrug 6,2 Tage und lag damit mehr als zwei Tage unter dem bundesweiten Vergleichswert von 8,3 Tagen. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet das: schneller zurück in den Alltag.

Besonders aussagekräftig sind die Qualitätsdaten bei den Komplikationen. Im gesamten Auswertungszeitraum trat bei keiner planbaren Darmoperation eine Anastomoseninsuffizienz auf. Dabei handelt es sich um eine Undichtigkeit an der neu geschaffenen Darmverbindung – eine der schwerwiegendsten Komplikationen nach einer Darmoperation. Bundesweit wird sie bei rund 3,6 Prozent der Eingriffe dokumentiert.

OP-Wiederholungen nicht erforderlich
Auch bei weiteren Qualitätsindikatoren schneidet die Helios Klinik Attendorn hervorragend ab. Keiner der planbar operierten Patientinnen und Patienten musste erneut operiert werden. Ebenso wurden keine schweren Komplikationen verzeichnet, die einen weiteren operativen Eingriff oder eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich gemacht hätten.

„Die Zahlen machen deutlich, dass gute Ergebnisse kein Zufall sind“, sagt Klinikgeschäftsführerin Dr. Oksana Prajzel. Sie entstünden durch das Zusammenspiel aus Erfahrung, standardisierten Abläufen und konsequenten Qualitätssicherung. Dass die Helios Klinik Attendorn ihre Behandlungsergebnisse kontinuierlich im bundesweiten Qualitätsregister dokumentiert und mit den Daten anderer Kliniken vergleicht, sei dabei ein wichtiger Bestandteil der eigenen Qualitätsstrategie.

Hintergrund
Das Qualitätsregister StuDoQ der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie dokumentiert bundesweit die Ergebnisse chirurgischer Eingriffe und ermöglicht einen objektiven Vergleich der Behandlungsqualität. Grundlage der aktuellen Auswertung sind 37 in den Jahren 2023 bis 2025 dokumentierte Darmoperationen an der Helios Klinik Attendorn. Verglichen wurden die Ergebnisse mit mehr als 7.400 Eingriffen aus Kliniken in ganz Deutschland.

Darmchirurgie Attendorn – die wichtigsten Ergebnisse

– 37 dokumentierte Darmoperationen (2023–2025)
– Vergleich mit über 7.400 Fällen deutschlandweit
– 100 % minimalinvasiv operiert
– 0 % Wechsel zum offenen Bauchschnitt
– 97 % Fast-Track-Behandlung
– Ø 6,2 Tage Krankenhausaufenthalt nach der OP (bundesweit: 8,3 Tage)
– 0 % Anastomoseninsuffizienzen bei planbaren Eingriffen
– 0 Reoperationen bei planbaren Eingriffen
– 0 schwere Komplikationen bei planbaren Eingriffen

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