Donnerstag, 03. April 2025

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Teil­ha­be und Werk­statt erle­ben

„So viel­fäl­tig habe ich mir die Arbeits­be­rei­che in einer Werk­statt für Men­schen mit Behin­de­rung nicht vor­ge­stellt“, gab Petra Leh­rig aus Saal­hau­sen beim Besuch der Wert­h­mann-Werk­statt in Wel­schen Ennest zu. Gemein­sam mit ihrem Ehe­mann Rai­ner war sie kürz­lich Gast beim Tag der offe­nen Tür. Beschäf­tig­te und Mit­ar­bei­ten­de hat­ten Inter­es­sier­te aus nah und fern ein­ge­la­den, einen Blick hin­ter die Kulis­sen zu wer­fen, in den Aus­tausch zu gehen und Werk­statt „live“ zu erle­ben.  

Der Tag bot inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, Fami­li­en­mit­glie­dern, Ver­tre­tern von Indus­trie­un­ter­neh­men und Behör­den eine wert­vol­le Mög­lich­keit, die viel­fäl­ti­gen Arbeits­be­rei­che und Ange­bo­te der Ein­rich­tung ken­nen­zu­ler­nen. In den Wert­h­mann-Werk­stät­ten des Cari­tas­ver­ban­des Olpe beglei­ten spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te inzwi­schen mehr als 670 Men­schen mit geis­ti­gen, kör­per­li­chen, psy­chi­schen oder mehr­fa­chen Behin­de­run­gen und Erkran­kun­gen bei der täg­li­chen Arbeit und auf dem Weg der beruf­li­chen Reha­bi­li­ta­ti­on. „Wir möch­ten auf­zei­gen, dass Arbeit für Men­schen mit Behin­de­rung weit mehr ist als nur eine Beschäf­ti­gung. Es geht um För­de­rung, Inte­gra­ti­on in den ers­ten Arbeits­markt und die Schaf­fung posi­ti­ver Bei­spie­le für Inklu­si­on und sozia­le Teil­ha­be“, brach­te es Achim Sche­ckel als Abtei­lungs­lei­ter der Wert­h­mann-Werk­statt Olpe mit der Neben­stel­le in Wel­schen Ennest beim Rund­gang auf den Punkt.

Moder­ner und kom­pe­ten­ter Part­ner für Indus­trie und Han­del

Neben viel­fäl­ti­gen Tätig­kei­ten und Dienst­leis­tun­gen im Bereich der Mon­ta­ge und Ver­pa­ckung für nam­haf­te Fir­men aus der Regi­on und dar­über hin­aus, konn­ten die Gäs­te auch Ein­bli­cke in die Digi­ta­le Archi­vie­rung gewin­nen. „Vor­sor­tie­ren, scan­nen, spei­chern – unse­re Beschäf­tig­ten garan­tie­ren zahl­rei­chen Geschäfts­kun­den, die auf ein papier­lo­ses Doku­men­ten­ma­nage­ment inklu­si­ve Digi­ta­li­sie­rung set­zen, in meh­re­ren Schrit­ten Ord­nung im Sys­tem“, beton­te Achim Sche­ckel. Vor zehn Jah­ren wur­de der Arbeits­be­reich „Digi­tal Plus“ ins Leben geru­fen, um einen immer höher wer­den­den Bedarf an Büro­tä­tig­kei­ten für Men­schen mit Ein­schrän­kung zu decken, deren kogni­ti­ve Fähig­kei­ten sehr gut sind. Inzwi­schen bie­tet der Bereich 19 Beschäf­tig­ten eine rou­ti­nier­te Arbeits­stät­te und Geschäfts­kun­den aus nah und fern einen zuver­läs­si­gen Part­ner in Sachen Digi­ta­li­sie­rung ihrer ver­meint­li­chen „Akten­wüs­te“.
„Das ist für Unter­neh­men, Behör­den und Ver­wal­tungs­ap­pa­ra­te eine rich­tig tol­le Sache“, zeig­te sich Kirch­hun­dems Bür­ger­meis­ter Björn Jarosz bei sei­ner Ent­de­ckungs­rei­se durch die Wert­h­mann-Werk­statt begeis­tert.

Dass der Werk­statt-Slo­gan ‚Arbeit mög­lich machen‘ zutrifft, ver­deut­licht nicht zuletzt die brei­te Palet­te des umfas­sen­den Arbeits­an­ge­bo­tes bis hin zur Ver­mitt­lung und Beglei­tung auf den all­ge­mei­nen Arbeits­markt. „Als gesetz­lich aner­kann­te Ein­rich­tung zur beruf­li­chen Ein­glie­de­rung gestal­ten wir den Arbeits­platz für die Beschäf­tig­ten ent­spre­chend dem Teil­ha­be­plan so, dass er ihren per­sön­li­chen Fähig­kei­ten und Ent­wick­lun­gen ent­spricht“, betont Werk­statt­lei­tung Andre­as Mönig. „Wir suchen die Arbeit für die Men­schen, nicht umge­kehrt – und freu­en uns, wenn wir Auf­trä­ge aus Indus­trie, Ver­wal­tung und Han­del erhal­ten, denen wir als moder­ner, kom­pe­ten­ter und ver­läss­li­cher Part­ner zur Sei­te ste­hen kön­nen.“   

 „Weit mehr als nur Arbeit“

Über den Tag ver­teilt nutz­ten zahl­rei­che Besu­cher die Gele­gen­heit, um mit den Beschäf­tig­ten und Mit­ar­bei­ten­den ins Gespräch zu kom­men und die Werk­statt zu erkun­den. Sie stell­ten Fra­gen und lern­ten die Men­schen hin­ter den Arbeits­plät­zen ken­nen. „Die­se per­sön­li­chen Begeg­nun­gen tra­gen dazu bei, die Bedeu­tung von Werk­stät­ten her­vor­zu­he­ben und für die sozia­le Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung zu sen­si­bi­li­sie­ren“, freu­te sich Andre­as Mönig über das gro­ße Inter­es­se am Tag der offe­nen Tür.

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