Donnerstag, 03. April 2025

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Kon­kre­te Koope­ra­ti­ons­räu­me beschlos­sen

superintendent grote
Nach Mei­nung von Super­in­ten­dent Chris­tof Gro­te bie­ten die neu­en Koope­ra­ti­ons­räu­me Mög­lich­kei­ten in vie­len Berei­chen, wie sich die Kir­chen­ge­mein­den unter­stüt­zen und enger zusam­men­ar­bei­ten kön­nen (Foto: EKKLP)

Nach zahl­rei­chen Gesprä­chen, Bera­tun­gen, Beschlüs­sen und sogar eine Son­der­syn­ode zu die­ser The­ma­tik, wer­den die geplan­te Koope­ra­ti­ons­räu­me im Evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis Lüden­scheid-Plet­ten­berg nun umge­setzt. Nach den Beschlüs­sen der Pres­by­te­ri­en
der Kir­chen­ge­mein­den sowie des Kreis­syn­odal­vor­stan­des am gest­ri­gen Abend, wur­de das Gesamt­kon­zept ver­ab­schie­det und tritt damit ab sofort in Kraft.

Mit dem The­ma der Koope­ra­ti­ons­räu­me haben sich der hei­mi­sche Kir­chen­kreis und sei­ne Kir­chen­ge­mein­den über vie­le Jah­re inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt. Auf ver­schie­de­nen Syn­oden nahm die The­ma­tik Tages­ord­nungs­punkt ein. Zudem wur­den in den Kir­chen­ge­mein­den und
Pres­by­te­ri­en Infor­ma­ti­ons­aben­de durch­ge­führt. Hier konn­ten sich die Gemein­de­mit­glie­der zum neu­en Struk­tur­mo­dell nicht nur umfas­send infor­mie­ren, son­dern auch kri­tisch dis­ku­tie­ren. Im Sep­tem­ber 2022 führ­te der Kir­chen­kreis nur zu dem The­ma eine Son­der­syn­ode durch. Einen Tag lang wur­de zu dem Modell der Koope­ra­ti­ons­räu­me noch ein­mal inten­siv bera­ten und kon­tro­vers dis­ku­tiert, bevor dazu abge­stimmt wur­de. Am Ende ent­schie­den sich die Syn­oda­len mehr­heit­lich dafür die Koope­ra­ti­ons­räu­men im Kir­chen­kreis umzu­set­zen. Die Kir­chen­ge­mein­den waren damit auf­ge­for­dert mit­ein­an­der eine ver­bind­li­che Ver­ab­re­dung zur Zusam­men­ar­beit zu bespre­chen und zu beschlie­ßen.

Meh­re­re Ent­wick­lun­gen in den letz­ten Jah­ren hat­te die Ein­füh­rung der Koope­ra­ti­ons­räu­me not­wen­dig gemacht. Zum einen müs­sen sich die Kir­chen­ge­mein­den seit Jah­ren mit Rück­gän­gen der Gemein­de­glie­der­zah­len und damit der finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten aus­ein­an­der­set­zen. Zum
ande­ren lei­det auch die Evan­ge­li­sche Kir­che unter der gene­rel­len Pro­ble­ma­tik des Fach­kräf­te­man­gels. Immer weni­ger jun­ge Men­schen wol­len Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer wer­den. Um die pas­to­ra­le Ver­sor­gung aber wei­ter gewähr­leis­ten zu kön­nen, muss­te eine neue Struk­tur
gefun­den wer­den, wie die Kir­chen­ge­mein­den in ihren Auf­ga­ben wei­ter voll hand­lungs­fä­hig blei­ben kön­nen. Bei der Neu­struk­tu­rie­rung setz­te sich am Ende das Modell der soge­nann­ten Koope­ra­ti­ons­räu­me durch. „Ich bin froh, dass wir im Kir­chen­kreis die­sen Weg mit­ein­an­der gehen
und so gut und vor­aus­schau­end für die nächs­ten Jah­re pla­nen kön­nen, gera­de auch, wenn es in den Gemein­den immer weni­ger Haupt­amt­li­che geben wird. Das ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für uns. Es ist aber auch eine Chan­ce, Gemein­de­le­ben noch ein­mal neu zu gestal­ten“, ord­net Chris­tof Gro­te, Super­in­ten­dent des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses Lüden­scheid-Plet­ten­berg, das neue Struk­tur­mo­dell ein.

Eine Ziel­set­zung der neu­en Struk­tur ist es, in Zukunft über die Gemein­de­gren­zen hin­weg die pas­to­ra­le Ver­sor­gung abzu­stim­men. Das bedeu­tet, dass Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer einer Kir­chen­ge­mein­de nun auch Ver­ant­wor­tung und Auf­ga­ben im Koope­ra­ti­ons­raum über­neh­men.
Dies umfasst zum Bei­spiel Got­tes­diens­te, Trau­un­gen, Tau­fen oder Beer­di­gun­gen. Aber auch in ande­ren Berei­chen ist eine enge­re Zusam­men­ar­beit und Unter­stüt­zung der Kir­chen­ge­mein­den vor­ge­se­hen und sinn­voll. So kön­nen zum Bei­spiel Jugend­frei­zei­ten, Senio­ren­nach­mit­ta­ge, Glau­bens­kur­se oder Kon­zer­te gemein­sam orga­ni­siert und ver­ant­wor­tet wer­den. Aber auch in den Berei­chen der Gebäu­de­nut­zung oder gene­rel­len Ver­wal­tung erge­ben sich neue Mög­lich­kei­ten. Die Ziel­set­zung ist dabei, sich dort gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen, wo dies gut mög­lich und sinn­voll ist. Damit sol­len die Anfor­de­run­gen und Auf­ga­ben in der aktu­el­len Situa­ti­on wei­ter gut bewäl­tigt wer­den kön­nen.

Bei aller Zusam­men­ar­beit sind die Koope­ra­ti­ons­räu­me aber kei­ne Ver­ei­ni­gun­gen der Kir­chen­ge­mein­den, die­se sol­len wei­ter­hin eigen­stän­dig und indi­vi­du­ell blei­ben. „Wir müs­sen und wol­len die Zusam­men­ar­beit in den Koope­ra­ti­ons­räu­men stär­ken. Aber dies sind kei­ne Ver­ei­ni­gun­gen und es wird auch kei­ne Gleich­ma­che­rei der Kir­chen­ge­mein­den geben“, macht Super­in­ten­dent Gro­te klar. „Uns ist es wich­tig, dass die unter­schied­li­chen Beson­der­hei­ten und Pro­fi­le der Kir­chen­ge­mein­den erhal­ten blei­ben. Das hat den Cha­rak­ter unse­res Kir­chen­krei­ses immer aus gemacht und so soll es in Zukunft auch blei­ben“. ©EKKLP

Das sind die Koope­ra­ti­ons­räu­me aller Kir­chen­ge­mein­den (KG) im Ev. Kir­chen­kreis Lüden­scheid-Plet­ten­berg (KK):

  • Lüden­scheid (Brü­ning­hau­sen, Chris­tus-Kir­chen­ge­mein­de, Johan­nes-Kir­chen­ge­mein­de,
    Kreuz­kir­chen­ge­mein­de, Ver­söh­nungs-Kir­chen­ge­mein­de)
  • Her­scheid, Kierspe, Mei­nerz­ha­gen, Rön­sahl, Val­bert
  • Brüg­ge, Hal­ver, Ober­brüg­ge
  • Hül­scheid-Heed­feld, Ober­rah­me­de, Rah­me­de, Schalks­müh­le
  • Eiring­hau­sen, Neu­en­ra­de, Ohle, Plet­ten­berg, Wer­dohl
  • Dia­spo­ra-Bereich des KKs: KG Atten­dorn-Len­ne­stadt mit den Kom­mu­nen Atten­dorn,
    Fin­nen­trop, Kirch­hun­dem und Len­ne­stadt

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