Donnerstag, 03. April 2025

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Pro­jekt- und Methoden­tage am Rivi­us

Von Lern­stra­te­gien bis hin zum Blick über den Tel­ler­rand

Die tra­di­tio­nel­len Pro­jekt- und Metho­den­ta­ge vor den Herbst­fe­ri­en sind am Rivi­us Gym­na­si­um fes­ter Bestand­teil. Um den Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Metho­den und Stra­te­gien anzu­bie­ten, die für sie aktu­ell von Bedeu­tung sind, sind die viel­fäl­ti­gen Ange­bo­te auf die jewei­li­gen Jahr­gangs­stu­fen zuge­schnit­ten. Ins­be­son­de­re im Bereich der Ober­stu­fe sind die Pro­jek­te nicht nur auf die Schu­le, son­dern auch auf das „Leben danach“ und ein lebens­lan­ges Ler­nen aus­ge­rich­tet.

Lern­stra­te­gien und sozia­les Ler­nen

Von beson­de­rer Bedeu­tung sind Lern­stra­te­gien, aber auch berufs- und stu­di­en­vor­be­rei­ten­de The­men sowie der Bereich des sozia­len Ler­nens. Hier gab es Erleb­nis­päd­ago­gik zur Stär­kung der Klas­sen­ge­mein­schaft, Übun­gen zur Anstren­gungs­be­reit­schaft, Aids­prä­ven­ti­on und Umgang mit Mob­bing in sozia­len Netz­wer­ken. Auch The­men wie Ers­te Hil­fe, Sport, Ent­span­nungs- und Anti-Stress-Trai­ning stan­den auf dem Pro­gramm.

Zudem gab es Lern­ein­hei­ten für die per­sön­li­che Pla­nung des Schul­jah­res, Rhe­to­rik, Ler­nen ler­nen und für die Vor­be­rei­tung auf Abitur­prü­fun­gen.

Viel­fäl­ti­ge Arbeits­me­tho­den wur­den in tech­ni­schen Berei­chen ange­bo­ten, wie bei­spiels­wei­se Power Point, Word, Digi­ta­les Ler­nen und der Umgang mit dem Taschen­rech­ner.

Fahrt der Jahr­gangs­stu­fe Q2 zum Regie­rungs­bun­ker Ahr­wei­ler

projekttage ahrweiler im regierungsbunker
Im Regie­rungs­bun­ker in Ahr­wei­ler (Foto: RGA)

Die Kur­se der Sozi­al­wis­sen­schaf­ten unter­nah­men unter Lei­tung von Dr. Georg Thiel­mann eine Fahrt zum Regie­rungs­bun­ker in Ahr­wei­ler.

Dort nah­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Q2 in zwei Grup­pen abwech­selnd an einer Füh­rung durch den Regie­rungs­bun­ker und an einem Vor­trag von Jugend­of­fi­zier Rumsch teil.

Jugend­of­fi­zier Rumsch von der Luft­waf­fe stell­te den Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Auf­ga­ben der Bun­des­wehr vor. Er ging dabei unter ande­rem um glo­ba­le Inter­ak­tio­nen und Part­ner­schaf­ten, als auch die Rol­le der NATO, sowie die zen­tra­len Wir­kungs­fel­der der Bun­des­wehr ein. Im Anschluss hat­ten die Schü­ler die Mög­lich­keit, in einer offe­nen Fra­ge­run­de wei­te­re Nach­fra­gen zu stel­len, die sie per­sön­lich mit dem The­ma Bun­des­wehr ver­bin­den. So ging es dabei zum Bei­spiel um die aktu­el­le poli­ti­sche Situa­ti­on, als auch innen­po­li­ti­sche The­men. Eben­so gab es Nach­fra­gen zu der Bun­des­wehr selbst, mit wel­chen die Schü­ler ihr eige­nes Wis­sen mit dem neu gewon­ne­nen Wis­sen ver­knüp­fen konn­ten.

Des Wei­te­ren erhiel­ten die Schü­ler des Rivi­us Gym­na­si­ums einen Ein­blick in den Regie­rungs­bun­ker in Ahr­wei­ler durch Gäs­te­füh­rer Hubert Wer­ner. Er lud die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in einem Plan­spiel dazu ein, sich in die Rol­le der Minis­ter zur Zeit des kal­ten Krie­ges zu ver­set­zen. Dabei erhiel­ten sie Infor­ma­tio­nen, die von den Plä­nen des Regie­rungs­bun­kers, bis hin zur Rea­li­sa­ti­on und dem Bau reich­ten. Kur­ze Video-Auf­nah­men zeig­ten das im Ernst­fall ein­tre­ten­de Schlie­ßen der schwe­ren Beton­tü­ren des Bun­kers. Der Regie­rungs­bun­ker hät­te 1.500 Per­so­nen Platz gebo­ten, indem er mit aus­rei­chend Nah­rung und sau­be­rer Luft über soge­nann­te Aktiv­koh­le­fil­ter das Über­le­ben sichern soll­te, wäh­rend außer­halb des Bun­kers ein Atom­krieg tob­te.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erhiel­ten Ein­bli­cke in ver­schie­de­ne Räu­me, wie den Raum des Bun­des­kanz­lers, eine Arzt­pra­xis und Schlaf­räu­me. Beson­ders beein­dru­ckend war jedoch, dass man bei dem Bau des Bun­kers mehr auf die abschre­cken­de Außen­wir­kung, statt auf tat­säch­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit setz­te. Ob die­ser im Ernst­fall tat­säch­lich aus­rei­chend Schutz gebo­ten hät­te, dar­über lässt sich nur spe­ku­lie­ren. Man­geln­de Sicher­heits­vor­keh­run­gen, beson­ders im Hin­blick auf die Fol­gen eines Atom­schlags, mit­samt Druck­wel­le, las­sen Zwei­fel auf­kom­men. Ein High­light der Bun­ker­füh­rung war die bereits aus­ge­ar­bei­te­te Rede zum drit­ten Welt­krieg. Wie aus­sichts­los und zer­stö­re­risch ein Atom­krieg wäre, dar­an hat­te nach der Füh­rung nie­mand Zwei­fel. Ange­sichts poli­ti­scher Ent­wick­lun­gen beton­te Herr Wer­ner die auch heu­te noch aktu­el­le Bedeu­tung des Regie­rungs­bun­kers: „Wir dür­fen das Gefühl für Sicher­heit nicht ver­lie­ren.“

Fahrt des Leis­tungs­kur­ses Deutsch nach Wetz­lar

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Pro­jekk­ta­ge in Wetz­lar (Foto: RGA)

Der Tages­aus­flug in die Stadt Wetz­lar bot den Schü­le­rin­nen und Schü­lern des Deutsch Leis­tungs­kur­ses unter der Lei­tung von Dr. Mar­tin Pfen­nig und beglei­tet von Han­nah Hase­nau und Dr. Maria Reu­ber die Gele­gen­heit, auf den Spu­ren eines berühm­ten Dich­ters zu wan­deln.

Die Leis­tungs­kurs­schü­ler hat­ten den Brief­ro­man „Die Lei­den des jun­gen Wert­hers“ von Johann Wolf­gang von Goe­the bereits im Unter­richt behan­delt und ent­deck­ten nun das his­to­risch-lite­ra­ri­sche Umfeld vor Ort.

Die Grup­pe traf sich am frü­hen Mor­gen am Bahn­hof und mach­te sich mit dem Zug auf den Weg nach Wetz­lar. Nach der Ankunft wur­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler von der Stadt­füh­re­rin Frau Nes­sel­dre­her emp­fan­gen. Sie führ­te die Grup­pe durch die male­ri­schen Gas­sen der Alt­stadt, vor­bei an gut erhal­te­nen Fach­werk­häu­sern, die die Atmo­sphä­re ver­gan­ge­ner Zei­ten aus­strah­len. Höhe­punkt des Tages waren die zwei Häu­ser, die von beson­de­rer Bedeu­tung im Roman sind: das Lot­te­haus und das Jeru­sa­lem-Haus. Hier wird die Umge­bung der bei­den Prot­ago­nis­ten des Romans ver­deut­licht.

Im Lot­te­haus ent­deck­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nicht nur inter­na­tio­na­le Wert­her-Aus­ga­ben, son­dern ver­tief­ten sich auch in die Lebens­um­stän­de der Fami­lie Buff. Durch das bür­ger­li­che Mobi­li­ar des 18. Jahr­hun­derts und den Haus­rat der Fami­lie wur­den Text­pas­sa­gen des Brief­ro­mans in den his­to­ri­schen Kon­text ein­ge­bet­tet. Glei­ches gilt für das Jeru­sa­lem­haus. Hier wohn­te Karl Wil­helm Jeru­sa­lem, der Goe­the als Vor­bild für die Roman­fi­gur Wert­her dien­te. Bei­de Häu­ser ergän­zen sich mit Aus­stel­lungs­stü­cken gra­fi­scher Bild­nis­se, Kar­ten und Mobi­li­ar. Eine beson­de­re Gele­gen­heit, um sich dar­über hin­aus mit Goe­thes Roman zu beschäf­ti­gen, bot die Son­der­aus­stel­lung „Werther.Welten“.

Der Aus­flug war nicht nur eine wert­vol­le Ergän­zung zum Unter­richt, son­dern auch eine Gele­gen­heit, das Gemein­schafts­ge­fühl im Leis­tungs­kurs zu stär­ken. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kehr­ten mit vie­len neu­en Ein­drü­cken nach Hau­se zurück.

Der Che­mie LK zu Besuch bei Bay­er in Lever­ku­sen

Im Rah­men der Metho­den­ta­ge an Rivi­us Gym­na­si­um unter­nahm der Che­mie Leis­tungs­kurs unter der Lei­tung von Tom Anton und Nils Herr­mann eine Exkur­si­on zu den Bay­er-Wer­ken, um Ein­bli­cke in moder­ne phar­ma­zeu­ti­sche, tech­ni­sche und nach­hal­ti­ge Berufs­fel­der und Arbeits­wei­sen eines Che­mie­kon­zerns zu erlan­gen. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Kur­ses konn­ten sich zusam­men mit wei­te­ren tech­nisch inter­es­sier­ten Rivia­nern nach einer kur­zen Ein­wei­sung und Vor­stel­lung des Unter­neh­mens selbst an Modell­ver­su­chen bewei­sen. Hier zähl­te die Her­stel­lung eines Des­in­fek­ti­ons­mit­tels, die Bewer­tung der Effi­zi­enz und Umwelt­ver­träg­lich­keit eines her­ge­stell­ten Pro­duk­tes am Bei­spiel von Pop­corn, sowie die Kon­struk­ti­on von Pro­to­ty­pen eines Reagenz­glas­hal­ters mit­hil­fe des 3D Drucks als kos­ten­güns­ti­ges Ver­fah­ren in der Ent­wick­lung. Neben den an der Pra­xis ori­en­tier­ten Sta­tio­nen mach­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein Bild der viel­sei­ti­gen Berufs­fel­der eines moder­nen Che­mie­kon­zerns. Denn che­mi­sche Indus­trie ist nicht nur das Pro­du­zie­ren und Ent­wi­ckeln neu­er Stof­fe, son­dern im 21. Jahr­hun­dert ein viel­sei­ti­ger Indus­trie­zweig im Wech­sel­spiel zwi­schen Nach­hal­tig­keit und High-Tech.

Nach den viel­fäl­ti­gen Ein­bli­cken wäh­rend der Pro­jekt- und Metho­den­ta­ge gilt es nun, das neue Wis­sen umzu­set­zen und dar­auf auf­zu­bau­en.

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