Donnerstag, 03. April 2025

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Was Arbeit­ge­ber von jun­gen Men­schen ler­nen kön­nen

Das 2. Co-Crea­ti­on Camp der „Arbeit­ge­ber­schmie­de Süd­west­fa­len“ im Tech­nik­mu­se­um Freu­den­berg war ein beein­dru­cken­des Event. Mit über 70 Teil­neh­men­den bot es eine Platt­form, um jün­ge­re und älte­re Gene­ra­tio­nen aus der süd­west­fä­li­schen Wirt­schaft mit­ein­an­der ins Gespräch zu brin­gen und inten­siv über die Sicht­bar­keit und Attrak­ti­vi­tät von Arbeit­ge­ben­den für die Nach­wuchs­ta­len­te in der Regi­on zu dis­ku­tie­ren. Im Ver­lauf der Ver­an­stal­tung wur­den neue Pro­jekt­ideen zur Ein­be­zie­hung jun­ger Per­spek­ti­ven in die Betrie­be bespro­chen und wei­ter­ent­wi­ckelt. Ein­ge­la­den hat­te die Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH die Teil­neh­men­den aus­drück­lich als „Tan­dem“: Bestehend je aus einem älte­ren und einem jün­ge­ren Men­schen aus einem Unter­neh­men.

Geschäftsführer:innen, Ausbildungsleiter:innen oder Per­so­na­ler kamen so mit Aus­zu­bil­den­den, Praktikant:innen oder Student:innen zusam­men. „Die­se Her­an­ge­hens­wei­se war ein vol­ler Erfolg“, resü­mier­te Saskia Haardt-Cerff, Pro­jekt­lei­te­rin der „Arbeit­ge­ber­schmie­de Süd­west­fa­len“ bei der Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH. Das Ziel der „Arbeit­ge­ber­schmie­de Süd­west­fa­len“, an der auch die Hoch­schu­len der Regi­on und wei­te­re Part­ner betei­ligt sind, ist es, Süd­west­fa­len als Top-Arbeit­ge­ber­re­gi­on zu stär­ken. „Dazu brau­chen wir die jun­gen Stim­men in Süd­west­fa­len! Es war toll zu sehen, wie gut der Aus­tausch funk­tio­niert hat und vor allem auch zu tes­ten, wie bestimm­te Ideen, die wir haben, von den Teil­neh­men­den bewer­tet und dis­ku­tiert wur­den. Damit haben wir nun einen guten Kom­pass, wel­che Ideen wir wei­ter­ent­wi­ckeln wer­den, um die Per­spek­ti­ve jun­ger Men­schen bes­ser in die Betrie­be zu brin­gen“, so Haardt-Cerff.

Kon­kre­te neue Pro­jekt­ideen fin­den Anklang

So wur­den kon­kre­te Pro­jekt­ideen wie das “Rever­se Men­to­ring” Pro­gramm und das “Next­Gen Agen­ten-Netz­werk” vor­ge­stellt und zur Dis­kus­si­on gebracht. „Rever­se Men­to­ring“ stellt das tra­di­tio­nel­le Men­to­ring-Modell auf den Kopf, indem jün­ge­re Mit­ar­bei­ten­de in die Rol­le des Men­tors schlüp­fen und ihr Wis­sen und ihre Blick­punk­te mit älte­ren Füh­rungs­kräf­ten tei­len. Die­se Metho­de för­dert den Wis­sens­aus­tausch zwi­schen Gene­ra­tio­nen und ver­bes­sert bei­spiels­wei­se das Ver­ständ­nis für moder­ne Tech­no­lo­gien, Bedürf­nis­se und Trends. Die Idee “Next­Gen Agen­ten-Netz­werk” hat das Ziel, jun­ge Men­schen aus Süd­west­fa­len betriebs­über­grei­fend mit­ein­an­der zu ver­net­zen, ihnen eine Platt­form zu bie­ten und eine Stim­me zu ver­lei­hen, die dann auch von den Arbeit­ge­bern gehört wird „Bei­de Ideen kön­nen weg­wei­sen­de Ansät­ze sein, um die Per­spek­ti­ven jun­ger Men­schen bes­ser in die Unter­neh­mens­ent­wick­lung in Süd­west­fa­len zu inte­grie­ren“, freu­te sich Cilia Mül­ler von der Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH, die in der Arbeit­ge­ber­schmie­de für das The­ma „Next Gen“ zustän­dig ist, über das posi­ti­ve Feed­back der Teil­neh­men­den zu den Ideen.

Ergän­zend stell­te Jana Fey von der Wirt­schafts­för­de­rung des Krei­ses Soest die Ergeb­nis­se ihrer Befra­gung unter Schüler:innen aus dem Kreis Soest vor. Die­se Umfra­ge lie­fer­te inter­es­san­te Erkennt­nis­se über die Fak­to­ren, die für Schüler:innen bei der Wahl eines Aus­bil­dungs- oder Stu­di­en­plat­zes ent­schei­dend sind und reg­te zur Dis­kus­si­on an.

Kon­kre­te Mit­mach-Optio­nen vor­ge­stellt

Auf beson­de­res Inter­es­se stieß zudem das “Gap Year Süd­west­fa­len“ der Arbeit­ge­ber­schmie­de. Das der­zeit erfolg­reich lau­fen­de Pro­gramm ermög­licht Schulabgänger:innen und Stu­die­ren­den eine umfas­sen­de Berufs­ori­en­tie­rung in der Regi­on, indem sie inner­halb eines Jah­res drei drei­mo­na­ti­ge Prak­ti­ka in ver­schie­de­nen Betrie­ben machen. Dazu müs­sen sie nur eine ein­zi­ge Bewer­bung ein­rei­chen und kön­nen ihr „Gap Year“ dann zur Erkun­dung ver­schie­de­ner Betrie­be und Berufs­fel­der nut­zen. „Die posi­ti­ve Reso­nanz auf das ‘Gap Year‘ ist unge­bro­chen“, erklär­te Cilia Mül­ler. „Knapp 70 Unter­neh­men neh­men bereits teil!“ Wäh­rend der Ver­an­stal­tung konn­ten sich Inter­es­sier­te über das Pro­gramm infor­mie­ren und eige­ne Ideen hier­zu ein­brin­gen.

Durch Max Beck­mann von der Wirt­schafts­för­de­rung des Krei­ses Sie­gen-Witt­gen­stein wur­de zudem das Kon­zept der „Gemein­wohl-Öko­no­mie (GWÖ)“ vor­ge­stellt, das zuneh­mend an Bedeu­tung für die Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät gewinnt und Teil der „Arbeit­ge­ber­schmie­de Süd­west­fa­len“ ist. GWÖ-Exper­tin Maria Klei­mann ver­deut­lich­te hier­zu, inwie­fern Betrie­be mit die­sem Kon­zept ihren Kurs über­prü­fen und an ech­ter Attrak­ti­vi­tät gewin­nen kön­nen. Inter­es­sier­te Unter­neh­men aus Süd­west­fa­len sind herz­lich ein­ge­la­den, sich bei der Wirt­schafts­för­de­rung über Mit­mach-Optio­nen zu infor­mie­ren.

„Die Arbeit­ge­ber­schmie­de Süd­west­fa­len ist ins­ge­samt eine Mit­mach-Werk­statt. Wir möch­ten alle Ideen und Kom­pe­ten­zen ein­be­zie­hen rund um die Fra­ge, wie wir die Regi­on und die Attrak­ti­vi­tät der Betrie­be hier vor Ort stär­ken kön­nen! Dazu hat das Event heu­te einen gro­ßen Bei­trag geleis­tet“, so Marie Ting von der Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH. Das Fazit der Schüler:innen des Berufs­kol­legs für Wirt­schaft und Ver­wal­tung aus Sie­gen brach­te es auf den Punkt: „Es ist toll, dass sich die Arbeit­ge­ber­schmie­de dar­um küm­mert, dass es in der Regi­on für uns gute Arbeit­ge­ber gibt und unse­re Mei­nung Gehör fin­det!“

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An ein­zel­nen Sta­tio­nen wur­den über neue mög­li­che Pro­jekt­ideen zur Stei­ge­rung der Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät gespro­chen. (Foto: Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH)

Die „Arbeit­ge­ber­schmie­de Süd­west­fa­len“ hat zum Ziel, Süd­west­fa­len als Top-Arbeit­ge­ber-Regi­on zu stär­ken und zu posi­tio­nie­ren. Das Pro­jekt steht als agi­les Open-Inno­va­ti­on-Pro­jekt allen Inter­es­sier­ten offen und wird feder­füh­rend durch die Süd­west­fa­len Agen­tur GmbH und sechs Ver­bund­part­ner umge­setzt. Finan­ziert wird das Pro­jekt durch Mit­tel der Euro­päi­schen Uni­on und des Lan­des NRW.

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