Donnerstag, 03. April 2025

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Neza­hat Bara­da­ri zu dro­hen­dem Kahl­schlag bei Thys­sen­krupp Steel Euro­pe

Die hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Neza­hat Bara­da­ri MdB hat heu­te Vor­mit­tag den Betriebs­rat und die Beleg­schaft von Thys­sen­krupp-Steel Euro­pe in Fin­nen­trop besucht und sich zu den Kahl­schlag­plä­nen der Esse­ner Kon­zern­zen­tra­le und der Zukunft des Stand­or­tes Fin­nen­trop geäu­ßert:

“Die Plä­ne von Thys­sen­krupp aus der Esse­ner Kon­zern­zen­tra­le sind eine Kampf­an­sa­ge an die Arbeit­neh­mer­schaft im Stahl­be­reich. Die Offen­le­gung der wah­ren Absich­ten, die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät auf 5 Mil­lio­nen Jah­res­ton­nen zu hal­bie­ren, um den Unter­neh­mens­wert bei der Aus­glie­de­rung wei­ter zu drü­cken, macht deut­lich, dass der Vor­stands­vor­sit­zen­de López die Stahl­spar­te mit einem Arbeits­platz­ab­bau von bis zu 15.000 Beschäf­tig­ten aus dem Kon­zern her­aus­lö­sen will. Hier wird die Axt an den Stand­ort Deutsch­land gelegt.

Die Stif­tung unter der Vor­sit­zen­den Frau Gather schaut die­ser Ent­wick­lung nahe­zu gleich­gül­tig zu. Wäh­rend der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de der AG, Herr Russ­wurm, öffent­lich ver­sucht, dem Kanz­ler Rat­schlä­ge zu ertei­len, zeigt er durch sein Schwei­gen in die­ser Ange­le­gen­heit sei­ne Gleich­gül­tig­keit gegen­über dem Stahl­stand­ort Deutsch­land.

Wäh­rend die Poli­tik 2 Mil­li­ar­den Euro För­der­mit­tel für die ers­te Direkt­re­duk­ti­ons­an­la­ge und damit für die Zukunft des Stand­or­tes bereit­stellt, will die­ses Manage­ment den Stahl­be­reich aus dem Unter­neh­men drän­gen, nach­dem es ihn zuvor gründ­lich aus­ge­wei­det hat. Das ist Kapi­ta­lis­mus in sei­ner schlimms­ten Form.

Die gesam­te Poli­tik in Deutsch­land ist par­tei­über­grei­fend gefor­dert, die­se indus­trie­po­li­ti­sche Geis­ter­fahrt mit allem öffent­li­chen Druck zu stop­pen. Das kann nur gelin­gen, wenn sie sich klar auf die Sei­te der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer stellt.”

Auf­grund der sich zuspit­zen­den Aus­ein­an­der­set­zung wer­den heu­te mobi­le Betriebs­rats­bü­ros an den Werks­to­ren der Thys­sen­krupp Stahl­wer­ke ein­ge­rich­tet.
Die hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te hat heu­te Mor­gen den Betriebs­rat und die Beleg­schaft von Thys­sen­krupp Steel in Fin­nen­trop besucht und ihre Unter­stüt­zung zuge­sagt. Bei die­ser Gele­gen­heit hat sie mit Bernd Sas­se (Vor­sit­zen­der des Betriebs­ra­tes) und André Are­nz (1. Bevoll­mäch­tig­ter der IG Metall Olpe) über die aktu­el­le Situa­ti­on gespro­chen. Gemein­sam waren Sie sich einig: “Die Plä­ne von Herrn López müs­sen gestoppt wer­den”.

Bara­da­ri erklärt: “Über Fin­nen­trop hin­aus sind auch wei­te­re Wer­ke in Süd­west­fa­len betrof­fen, zum Bei­spiel in Sie­gen-Witt­gen­stein. Es ist auch völ­lig unver­ständ­lich, war­um pro­fi­ta­ble Assets wie Elec­tri­cal Steel ver­kauft wer­den sol­len. Das ist ein Angriff auf die wirt­schafts­stärks­te Regi­on in Nord­rhein-West­fa­len und gefähr­det unse­ren Wohl­stand.

Ich erwar­te, dass sich das Manage­ment des Mut­ter­kon­zerns an die getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen hält und sei­ne Stahl­toch­ter nicht im Regen ste­hen lässt. Betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen und Stand­ort­schlie­ßun­gen müs­sen aus­ge­schlos­sen wer­den. Die mona­te­lan­ge Unsi­cher­heit für die 27.000 Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en muss end­lich ein Ende haben.”

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