Freitag, 04. April 2025

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„Maria – eine wie kei­ne“

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Offi­zi­el­les Logo des ‚Maria-Ora­to­ri­ums‘ (Gra­fik: EKKSA)

Im Mai 2024 wer­den Jugend­li­che auf einer 16-tägi­gen Wan­de­rung durch West­fa­len von Lüden­scheid bis Min­den an ins­ge­samt acht Orten ein moder­nes Ora­to­ri­um auf­füh­ren. Das eigens dafür geschaf­fe­ne Werk setzt in Sze­nen, Musik und Film­ein­blen­dun­gen die Lebens­er­in­ne­run­gen der bibli­schen Maria, der Mut­ter Jesu, um. Es bie­tet so eine gegen­warts­na­he Umset­zung und Erwei­te­rung des klas­si­schen Gen­res „Ora­to­ri­um“ – und ein ein­zig­ar­ti­ges Erleb­nis für Mit­wir­ken­de und Zuhö­ren­de.

Ins­be­son­de­re für die jugend­li­chen Sän­ge­rin­nen und Sän­ger aus Jugend­kan­to­rei­en und Musik­kur­sen von Schu­len ist die Mit­wir­kung an einem sol­chen inno­va­ti­ven Groß­pro­jekt Anreiz, sich zu erpro­ben und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. So kommt der Aspekt der künst­le­ri­schen Nach­wuchs­för­de­rung deut­lich zum Tra­gen.

Ergänzt wird die Weg­ge­mein­schaft jun­ger Künst­le­rin­nen und Künst­ler durch einen Erwach­se­nen-Pro­jekt­chor. Wäh­rend die Jugend­li­chen Sze­nen und moder­ne Gesangs­parts über­neh­men, bie­ten die Erwach­se­nen­stim­men Cho­rä­le, klas­si­sche Chor­sät­ze und gre­go­ria­ni­sche Stü­cke dar. Eine musi­ka­lisch anspre­chen­de Begeg­nung, für deren Qua­li­tät der Kom­po­nist Dmi­t­ri Gre­go­riev bürgt. Er stu­dier­te Orgel am Kon­ser­va­to­ri­um St. Peters­burg und ist heu­te Kreis­kan­tor des Ev. Kir­chen­krei­ses Lüden­scheid-Plet­ten­berg mit Kon­zert­tä­tig­keit im In- und Aus­land.

Libret­tist Dr. Manu­el Schil­ling ist Super­in­ten­dent und Dozent an der Hoch­schu­le für Kir­chen­mu­sik in Her­ford. Er führ­te schon ver­schie­de­ne expe­ri­men­tel­le Thea­ter- und Ora­to­ri­en­pro­jek­te erfolg­reich durch – u.a. beim Euro­päi­schen Sta­tio­nen­weg der Refor­ma­ti­on 2016 in Min­den oder beim Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­chen­tag 2019 in Dort­mund.

Als Weg­pro­jekt von Lüden­scheid bis Min­den ist das Vor­ha­ben kon­zep­tio­nell auf West­fa­len bezo­gen. Die Aus­wahl der Auf­füh­rungs­or­te eröff­net einen eig­nen Zugang zum The­ma: Es sind his­to­ri­sche Mari­en­kir­chen, die sich – die Soes­ter St. Maria zur Wie­se ist die bekann­tes­te – an vie­len Orten West­fa­lens fin­den. So eröff­nen die Auf­füh­run­gen den Besu­che­rin­nen und Besu­chern eine Annä­he­rung an den geis­ti­gen Hin­ter­grund prä­gen­der Bau­wer­ke ihrer Stadt – und den Wan­dern­den eine Erfah­rung der Regi­on, die im wahrs­ten Sinn des Wor­tes
“Hand und Fuß” hat.

Als gemein­sa­me Initia­ti­ve von sechs evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­sen, katho­li­schen Gemein­den und Ein­rich­tun­gen, von meh­re­ren Schu­len und unter­stüt­zen­den Kom­mu­nen ist das Pro­jekt gut in der Regi­on ver­an­kert und ein Bei­spiel dafür, wie durch Koope­ra­ti­on gro­ße kul­tu­rel­le Vor­ha­ben umge­setzt wer­den kön­nen. Das Pro­jekt soll nach­hal­tig wie­der Leben in die Jugend­chö­re an den Schu­len und in West­fa­len brin­gen und Jugend­li­che wie­der für das Sin­gen, Musi­zie­ren – und vor allen Din­gen auch “Musik-machen” mit Kir­che! – über­zeu­gen. Die pil­gern­den Jugend­li­chen fin­den Quar­tier in Gemein­de­häu­sern, Kir­chen, Jugend­her­ber­gen, Wan­der­un­ter­künf­ten.

Nach­hal­tig sol­len der länd­li­che Raum, Chöre/Kirchenmusik, inter­dis­zi­pli­nä­re Teams, die Zusam­men­ar­beit von Kir­chen­ge­mein­den und Kir­chen­krei­sen, d.h. Über­re­gio­na­li­tät, geför­dert wer­den.

Alle Hin­ter­grün­de, die Sta­tio­nen der Wan­de­rung, Infor­ma­tio­nen zur Prot­ago­nis­tin Maria und dem Ora­to­ri­um fin­den Inter­es­sier­te auf www.mariaeinewiekeine.de.

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