Freitag, 04. April 2025

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Logis­tik vor Ort:

Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Neza­hat Bara­da­ri besuch­te jetzt gemein­sam mit dem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der SPD Wen­den, Lud­ger Reu­ber, das Logis­tik­zen­trum des Online-Ver­sand­händ­lers Ama­zon. Das Zen­trum ist seit dem 17. Novem­ber 2021 in Betrieb und hat eine Grö­ße von 8.102 Qua­drat­me­tern. Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und der Kom­mu­nal­po­li­ti­ker tra­fen sich dort mit dem Public Poli­cy Mana­ger Thors­ten Freers und dem Stand­ort­lei­ter Maik Rie­fen­stein zum Aus­tausch und einer anschlie­ßen­den Betriebs­be­sich­ti­gung.

Die täg­li­che An- und Aus­lie­fe­rung von bis zu 45.000 Pake­ten mit bis zu 250 Fahr­zeu­gen in meh­re­ren Grup­pen sorgt für eine äußerst leb­haf­te Ver­kehrs­si­tua­ti­on in dem rund 2.600 Ein­woh­ner zäh­len­den Orts­teil Wen­den. Vie­le Anwoh­ner haben den Ein­druck: “Ger­lin­gen kommt nie zur Ruhe”, sagt Reu­ber. Und das nicht nur tags­über. Im Logis­tik­zen­trum Ger­lin­gen arbei­ten die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Drei­schicht­be­trieb von mon­tags 2 Uhr bis sams­tags 22.30 Uhr. Nachts zwi­schen 2 und 8 Uhr wer­den die Pake­te per Lkw ange­lie­fert. Ab ca. 10:30 Uhr wer­den die Fahr­zeu­ge für die Aus­lie­fe­rung an die Kun­den bela­den. Etwa 20 Minu­ten spä­ter star­tet die ers­te Grup­pe mit rund 50 Fahr­zeu­gen und den bela­de­nen Pake­ten in Rich­tung Ziel­ort. Ama­zon arbei­tet mit zehn regio­na­len und loka­len Zustell­part­nern zusam­men. Bara­da­ri und Reu­ber konn­ten sich vor Ort von den Abläu­fen über­zeu­gen und beka­men einen beein­dru­cken­den Ein­blick, wie rei­bungs­los und aus­ge­klü­gelt die Logis­tik vor Ort funk­tio­niert”, so die Abge­ord­ne­te.

Im Zuge der Ama­zon-Ansied­lung hat in Ger­lin­gen ein The­ma an Bedeu­tung gewon­nen, das es zwar schon vor­her gab, das sich nun aber ver­schärft hat und den wach­sen­den Unmut der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erklärt: Die Ger­lin­ger Haupt­stra­ße L 512 hat­te schon vor­her ein sehr hohes Ver­kehrs­auf­kom­men von rund 20.000 Fahr­zeu­gen pro Tag. Durch Ama­zon hat sich die­ses noch ein­mal erhöht, mit allen Kon­se­quen­zen wie Blech­la­wi­nen, Staus, Lärm- und Fein­staub­be­las­tung. Die Orts­um­ge­hung Ger­lin­gen ist wie­der aktu­ell. För­der­mit­tel von Land und Bund sind jedoch nicht in Sicht.

Dar­auf wies auch Freers hin, stell­te aber kei­ne eige­ne Kos­ten­be­tei­li­gung in Aus­sicht, da das Ver­kehrs­auf­kom­men sehr hoch sei und die Fra­ge nach einer Orts­um­ge­hung schon vor­her bestan­den habe. Ama­zon habe von Anfang an mit den Behör­den zusam­men­ge­ar­bei­tet und ein eige­nes Ver­kehrs­gut­ach­ten erstellt. Lei­der wur­de ein Vor­schlag, die Ampel­schal­tung zu ändern oder eine neue Ampel zu instal­lie­ren, abge­lehnt, obwohl Ama­zon die Kos­ten dafür über­nom­men hät­te. Der Gemein­de­rat bevor­zug­te die ‘gro­ße Lösung’ einer Orts­um­ge­hung mit För­der­mit­teln. Ama­zon wird daher die Ampel­lö­sung in modi­fi­zier­ter Form erneut in Poli­tik und Ver­wal­tung ein­brin­gen. Zuvor wer­de es aber noch ein­mal ein Gespräch mit einem Ver­kehrs­gut­ach­ter geben, ver­si­cher­te Freers.

Auch Bara­da­ri und Reu­ber begrüß­ten den Schritt und spra­chen sich für “klei­ne, aber ste­ti­ge Schrit­te” aus, um die Ver­kehrs­si­tua­ti­on in Ger­lin­gen zu ent­las­ten. Sie bezeich­ne­ten das Gespräch als “sehr offen und ver­trau­ens­voll”. “Wir müs­sen dafür sor­gen, dass Pro­ble­me poli­tisch res­sort­über­grei­fend gelöst wer­den. Das sehe ich auch als mei­ne Auf­ga­be als Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­te”, so  die Bara­da­ri abschlie­ßend.

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