Freitag, 04. April 2025

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Apo­the­ken blei­ben am 15.11.2023 geschlos­sen

Die Apo­the­ken­teams pro­tes­tie­ren im Novem­ber erneut gegen die Poli­tik von Gesund­heits­mi­nis­ter Karl Lau­ter­bach. Sie war­nen, dass die Plä­ne des Minis­ters zu Leis­tungs­kür­zun­gen für die Pati­en­ten füh­ren wer­den. Die Haus­ärz­te­ver­band West­fa­len-Lip­pe hat ange­kün­digt, am sel­ben Tag ein Pro­test­si­gnal zu set­zen.

Apo­the­ken ohne Apo­the­ker, Apo­the­ken ohne Not­diens­te, ohne Eigen­her­stel­lung – und ohne Geld: Aus Pro­test gegen die Poli­tik von Gesund­heits­mi­nis­ter Karl Lau­ter­bach blei­ben vie­le Apo­the­ken im Kreis Olpe am 15.11.2023 erneut für einen Tag geschlos­sen. „Wir wer­den an die­sem Tag gemein­sam mit den Apo­the­ken­teams aus ganz West­fa­len-Lip­pe, aus Nord­rhein, Hes­sen, Rhein­land-Pfalz und dem Saar­land in Dort­mund demons­trie­ren“, so Ulf Ullen­boom, Vor­sit­zen­der der Bezirks­grup­pe Pader­born im Apo­the­ker­ver­band West­fa­len-Lip­pe (AVW).

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„Elf Pro­zent der Apo­the­ken­in­ha­be­rin­nen und ‑inha­ber müs­sen mitt­ler­wei­le Geld mit­brin­gen, um ihre Apo­the­ke zu betrei­ben. 30 Pro­zent sind wirt­schaft­lich gefähr­det“, sagt Ulf Ullen­boom. Denn seit mehr als zehn Jah­ren sei die staat­lich gere­gel­te Ver­gü­tung durch die Poli­tik nicht mehr erhöht wor­den – trotz stei­gen­der Kos­ten und zuneh­men­der Infla­ti­on. „Das kann nicht gut­ge­hen. Statt aber nun end­lich das Sys­tem
wie­der zu sta­bi­li­sie­ren, schmie­det der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter nun auch noch Plä­ne, die das Ende der flä­chen­de­cken­den, gleich­wer­ti­gen Ver­sor­gung der Men­schen in der Stadt und auf dem Land bedeu­ten“, kri­ti­siert Ulf Ullen­boom. Karl Lau­ter­bach wol­le Apo­the­ken ohne Apo-
the­ker und ohne Not­diens­te schaf­fen, so dass in aku­ten Fäl­len die Wege für die Pati­en­ten noch wei­ter wür­den. Zudem pla­ne der Minis­ter, dass nicht mehr jede Apo­the­ke indi­vi­du­el­le Rezep­tu­ren her­stel­len müs­se. Gera­de in der Lie­fer­eng­pass­kri­se, als Apo­the­ken Säf­te für fie­bern­de Kin­der pro­du­zier­ten, habe sich aber gezeigt, wie wich­tig die­se Auf­ga­be ist.

„Letzt­lich wird es damit also zu Leis­tungs­kür­zun­gen für die Bür­ger kom­men. Dage­gen müs­sen wir uns im Inter­es­se unse­rer Pati­en­ten zur Wehr set­zen“, bit­tet Tho­mas Rochell, AVWL-Vor­stands­vor­sit­zen­der, um Ver­ständ­nis für die Schlie­ßun­gen im Novem­ber. „Im Übri­gen hat auch der Haus­ärz­te­ver­band West­fa­len-Lip­pe ange­kün­digt, an die­sem Tag ein Pro­test­si­gnal zu set­zen und auf­ge­for­dert, die Pra­xen für Fort­bil­dun­gen zu schlie­ßen und uns bei unse­rer Kund­ge­bung in Dort­mund zu unter­stüt­zen.“

Die Apo­the­ker emp­feh­len den Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, Rezep­te nach Mög­lich­keit in den Tagen vor oder nach dem 15.11.2023 ein­zu­lö­sen. „In aku­ten Fäl­len ste­hen selbst­ver­ständ­lich die Not­dienstapo­the­ken bereit“, so Tho­mas Rochell und er fügt hin­zu: „Noch gibt es sie zum Glück.“

Der Apo­the­ker­ver­band West­fa­len-Lip­pe e.V. (AVWL):
Die Apo­the­ker emp­feh­len den Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, Rezep­te nach Mög­lich­keit in den Tagen vor oder nach dem 15.11.2023 ein­zu­lö­sen. „In aku­ten Fäl­len ste­hen selbst­ver­ständ­lich die Not­dienstapo­the­ken bereit“, so Tho­mas Rochell und er fügt hin­zu: „Noch gibt es sie zum Glück.“

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