Dienstag, 01. April 2025

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Archi­va­lie des Monats Sep­tem­ber 2023

Das gezeig­te Bild ist dies­mal kei­ne Archi­va­lie im eigent­li­chen Sinn, son­dern eine Aus­wer­tung von Archi­va­li­en und soll zei­gen, was man mit Daten­er­he­bung im Archiv visu­ell rea­li­sie­ren kann. Nur weni­ge wis­sen, dass im Rah­men der Digi­ta­li­sie­rung erst­mal alles zumin­dest grob gezählt wer­den muss um einen Kos­ten­vor­anschlag der Digi­ta­li­sie­rungs­fir­ma zu erhal­ten und zu wis­sen, ob genug Geld im Archiv­haus­halt vor­han­den ist.
Bei die­ser Gele­gen­heit wur­den die Sei­ten­zah­len sämt­li­cher Per­so­nen­stands­re­gis­ter gezählt, dar­un­ter auch alle Ster­be­ak­ten von 1874 bis 1992. Da die Sei­ten­zahl gleich­be­deu­tend mit einem Ster­be­fall ist, lässt sich dar­aus eine inter­es­san­te Gra­fik erstel­len. Ange­sichts der stei­gen­den Bevöl­ke­rung war eine stei­gen­de Ster­be­zahl im Schnitt zu erwar­ten.
Dabei sind 3 Din­ge her­vor­zu­he­ben: Der star­ke Anstieg 1945 (etwa 3‑Mal so hoch wie üblich und sogar etwa dop­pelt so viel wie heu­te trotz erheb­lich gerin­ge­rer Ein­woh­ner­zahl!) lässt sich mit den vie­len unnö­ti­gen Todes­fäl­len durch Muni­ti­ons­ex­plo­si­on, Bom­ben­ex­plo­si­on, Erschie­ßung von Zwangs­ar­bei­tern und gefal­le­nen Sol­da­ten erklä­ren. Deut­lich wird auch dar­an was für Fol­gen ein Krieg haben kann und wie vie­le Men­schen ohne den Krieg noch nor­mal wei­ter­ge­lebt hät­ten.
Das star­ke minus im Jahr 1969 ist rein sta­tis­tisch und der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung begrün­det, wes­halb in dem Jahr nur ein hal­bes Ster­be­buch geführt wor­den ist. Fer­ner sind gemäß der Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung 3 Ebe­nen zu sehen: Bis 1944, dann durch die Ver­trie­be­nen eine zwei­te Ebe­ne bis 1969 und dann deut­lich höhe­re Zah­len durch die Dör­fer und die Gast­ar­bei­ter nach 1969.

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