Donnerstag, 03. April 2025

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Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Lui­za Lici­na-Bode besuch­te SkF Sie­gen e.V.

MdB Lui­za Lici­na-Bode (SPD) hat den Betreu­ungs­ver­eins des SkF Sie­gen e.V. in der Geschäfts­stel­le in Sie­gen besucht und sich mit Wolf­gang Lan­gen­ohl, Geschäfts­füh­rer des SkF in Sie­gen aus­ge­tauscht.

Im Mit­tel­punkt stand die Umset­zung des zum 1. Janu­ar 2023 in Kraft getre­te­nen Betreu­ungs­ge­set­zes und die dar­auf­fol­gen­den neu­en umfang­rei­chen Anfor­de­run­gen und Auf­ga­ben, die die Betreu­ungs­ver­ei­ne zukünf­tig zu erfül­len haben.

Der Sie­ge­ner SkF-Betreu­ungs­ver­ein hat aktu­ell 7 fach­lich aus­ge­bil­de­te Mit­ar­bei­ten­de ange­stellt und küm­mert sich der­zeit um 162 Betreu­ungs­fäl­le im Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein. Die­se Betreu­un­gen wer­den haupt­be­ruf­lich geführt. Die Grün­de für die Ein­rich­tung einer recht­li­chen Betreu­ung rei­chen von psy­chi­schen Erkran­kun­gen, Sucht­er­kran­kun­gen, kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behin­de­run­gen bis zu alters­be­ding­ten Krank­hei­ten wie Demenz. Es sei auch fest­zu­stel­len, dass die Anzahl der Betreu­ungs­fäl­le von Jahr zu Jahr zuneh­me, so Lan­gen­ohl (SkF). Die­se haupt­amt­lich geführ­ten Betreu­un­gen wer­den durch soge­nann­te Fall­pau­scha­len ver­gü­tet, die gesetz­lich fest­ge­legt sind und die nach Dar­stel­lung von Lan­gen­ohl seit Jah­ren bei Wei­tem nicht dem tat­säch­li­chen Umfang einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Betreu­ungs­füh­rung gerecht wer­den wür­den.

Aktu­ell stellt das Land Nord­rhein-West­fa­len für die soge­nann­ten „Quer­schnitts­auf­ga­ben“ für jeden Betreu­ungs­ver­ein einen nicht aus­rei­chen­den Grund­be­trag zur Ver­fü­gung. Unter Quer­schnitts­auf­ga­ben ver­steht man z.B. Öffent­lich­keits­ar­beit, Bera­tung ehren­amt­li­cher Betreu­er, Infor­ma­ti­on und Bera­tung zum The­ma Pati­en­ten­ver­fü­gung, Vor­sor­ge­voll­macht, Betreu­ungs­ver­fü­gung, etc.

Seit dem 01.01.2023 gibt es nun ein neu­es Betreu­ungs­rechts­ge­setz, in dem wei­te­re viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben an die Betreu­ungs­ver­ei­ne dele­giert wer­den. Dies sei laut Lan­gen­ohl ein immenser zusätz­li­cher Arbeits­auf­wand, für den aber kei­ne wei­te­ren Gel­der vom Land zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, obwohl im neu­en Gesetz fest­ge­schrie­ben sei, dass aner­kann­te Betreu­ungs­ver­ei­ne Anspruch auf eine bedarfs­ge­rech­te finan­zi­el­le Aus­stat­tung mit öffent­li­chen Mit­teln zur Wah­rung der ihnen oblie­gen­den Auf­ga­ben haben. Die Stadt Sie­gen und der Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein sei­en ein­ge­tre­ten um die finan­zi­el­len Lücken zu schlie­ßen. Wenn die­se Zuschüs­se redu­ziert wer­den oder gar weg­fal­len, dann wer­den wir der uns über­tra­gen­den Auf­ga­be nicht mehr gerecht“, warnt Lan­gen­ohl.

Vor die­sem Hin­ter­grund infor­mier­te Lan­gen­ohl die Abge­ord­ne­te des Bun­des­ta­ges Lui­za Lici­na-Bode (SPD) über ein ent­wi­ckel­tes For­de­rungs­pa­pier, in dem eine aus­rei­chen­de Finan­zie­rung zur Umset­zung aller für die Betreu­ungs­ver­ei­ne anfal­len­den Tätig­kei­ten und Auf­ga­ben gefor­dert wird. Dar­über hin­aus sol­le die Ver­gü­tung für die Betreu­ungs­füh­rung jähr­lich an den Ver­brau­cher­index ange­passt wer­den, damit auch zukünf­tig die umfang­rei­chen Tätig­kei­ten eines Betreu­ers gut und nach­hal­tig umge­setzt wer­den kön­nen und eine immer anspruchs­vol­ler wer­den­de Betreu­ung wei­ter­hin gewähr­leis­tet wer­de. „Wer Qua­li­tät for­dert, muss auch Qua­li­tät bezah­len. Zudem muss sich die Fall­zahl pro Betreu­er deut­lich redu­zie­ren “, betont Lan­gen­ohl.

Lui­za Lici­na-Bode (SPD) ver­sprach, die Anre­gun­gen des SkF Sie­gen e.V. auf­zu­grei­fen und in die wei­te­re par­la­men­ta­ri­sche Arbeit im Bun­des­tag mit auf­zu­neh­men.

„Die Betreu­ungs­ver­ei­ne leis­ten eine über­aus wich­ti­ge Arbeit für die gesam­te Gesell­schaft und müs­sen für die Wahr­neh­mung ihrer Auf­ga­ben daher auch finan­zi­ell ent­spre­chend aus­rei­chend aus­ge­stat­tet sein. Der SkF Sie­gen e.V.  ist ein gutes Bei­spiel dafür, dass Betrof­fe­nen über die Betreu­ungs­ver­ei­ne schnell und kon­kret gehol­fen wer­den kann. Der Mehr­auf­wand, den die Mit­ar­bei­ten­den bei den Betreu­ungs­ver­ei­nen nun durch die neue Gesetz­ge­bung haben, soll­te drin­gend frü­her abschlie­ßend eva­lu­iert wer­den als geplant”, so Lui­za Lici­na-Bode (SPD). In Ber­lin stän­den die zustän­di­gen Fach­po­li­ti­ke­rin­nen und Fach­po­li­ti­ker zwar bereits in engem Kon­takt mit dem Bun­des­ver­band der Berufsbetreuer/innen e.V. Jede Rück­mel­dung von ein­zel­nen Ver­ei­nen wie dem SkF Sie­gen e.V. sei aber hilf­reich, um das The­ma schnel­ler auf die Tages­ord­nung zu set­zen, erklärt die hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te.

Der Sozi­al­dienst katho­li­scher Frau­en Sie­gen e.V. (SkF) ist im sozia­len Bereich eine wich­ti­ge Stüt­ze für die Gesell­schaft. Er unter­stützt Men­schen in Not und bie­tet Bera­tung und Beglei­tung in viel­fäl­ti­gen Lebens­la­gen an. Die Arbeit des SkF Sie­gen wird getra­gen von einem hohen fach­li­chen Anspruch, der siche­re Räu­me schafft, in denen Kin­der, Jugend­li­che, Frau­en und Fami­li­en, unab­hän­gig von ihrer Natio­na­li­tät, Geschlecht, Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit und finan­zi­el­ler Lage, offe­ne und wert­schät­zen­de Begeg­nung und Hil­fe­stel­lung erfah­ren.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.skf-siegen.de

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