Freitag, 04. April 2025

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SkF Sie­gen e.V. fei­er­te das 2. Gebets­früh­stück mit zahl­rei­chen Gäs­ten

Das christ­li­che Gebets­früh­stück des SkF Sie­gen e.V. (Sozi­al­dienst katho­li­scher Frau­en), das zum zwei­ten Mal statt­fand und in den Fol­ge­jah­ren wei­ter­hin jähr­lich statt­fin­den soll, ist eine Ver­an­stal­tung für gela­de­ne Freun­de, Nach­barn, Poli­ti­ker, Unter­neh­mer, Mit­ar­bei­ter der Ver­wal­tun­gen, Men­schen der Kir­che und Part­ner der Gesell­schaft.

Zu den lit­ur­gi­schen Ele­men­ten gehö­ren neben Besin­nung, Gesang und Für­bit­ten auch viel Zeit für Gesprä­che, Früh­stü­cken sowie der Vor­trag eines Ehren­gas­tes. Der dies­jäh­ri­ge Ehren­gast war Ange­la Jung, stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin der Uni­ver­si­täts­stadt Sie­gen. Jung, wel­che sel­ber über vie­le Jah­re für einen sozia­len Trä­ger in Sie­gen arbei­tet, for­mu­lier­te am Mitt­woch­mor­gen jeden ein­zel­nen Satz mit Bedacht, vor allem aber aus eige­ner lang­jäh­ri­ger Erfah­rung und warb für einen posi­ti­ve­ren Blick auf die „Sozia­le Arbeit“.

„Sozia­le Arbeit för­dert die gesell­schaft­li­che und sozia­le jewei­li­ge Ent­wick­lung von Men­schen und deren Selbst­be­stim­mung. Sozia­le Gerech­tig­keit, Men­schen­rech­te und die Ach­tung der Viel­falt sind die Grund­la­gen der Sozia­len Arbeit. Sie ermu­ti­gen Men­schen ihr Leben aktiv zu gestal­ten“, beton­te die stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin. Sie zeig­te in ihrem Vor­trag auf, dass die „Sozia­le Arbeit“ mehr Aner­ken­nung ver­die­ne. Denn sozia­le Beru­fe haben Zukunft und wei­ter­hin sei die Sozia­le Arbeit mit einer gesell­schaft­li­chen Vor­stel­lung von sozia­ler Gerech­tig­keit ver­bun­den. Es wäre gut und rich­tig in eine sol­che Arbeit zu inves­tie­ren. Wer hier spart hat am Ende einen gro­ßen Inves­ti­ti­ons­stau, der kaum zu über­win­den ist, ergänzt der Geschäfts­füh­rer des SkF Sie­gen e.V. Wolf­gang Lan­gen­ohl und stellt her­aus, dass die Ver­knap­pung der öffent­li­chen Haus­hal­te für Eng­päs­se in der „Sozia­len Arbeit“ sor­ge.

Eine Kurz­an­dacht hielt Schwes­ter Eli­sa­beth, Lei­te­rin des Geist­li­chen Zen­trum Ere­mi­ta­ge Fran­zis­kus. Zusam­men mit Julia­ne Schnei­der, Lei­te­rin des Mari­en-Hos­piz Ere­mi­ta­ge, ist sie für den SkF Sie­gen und sei­ne zahl­rei­chen Gäs­te Gast­ge­be­rin in die­sem Jahr. Seit über 150 Jah­ren arbei­tet das Mari­en-Hos­piz nach dem Grund­satz „Mehr für Men­schen“. Es begann mit 11 Bet­ten zur Ver­sor­gung von Kran­ken und Ster­ben­den. Mit dem Hos­piz, das acht Plät­ze in einem modern umge­bau­ten und schön gele­ge­nen Gebäu­de beinhal­tet, über­nimmt das inte­grier­te Gesund­heits­un­ter­neh­men Ver­ant­wor­tung für die Regi­on. Das Unter­fan­gen trägt dabei dem ste­tig wach­sen­den Bedarf an Hos­piz­plät­zen Rech­nung. Gleich­wohl wur­de mit der Ere­mi­ta­ge ein Stand­ort gewählt, der wie kein zwei­ter für christ­li­ches Leben im Sie­ger­land steht.

Die Fran­zis­ka­ner-Schwes­ter wies in Ihren eige­nen Aus­füh­run­gen dar­auf hin, dass die Wer­te des christ­li­chen Glau­bens sowie der Wil­le, sich gegen Unge­rech­tig­keit zur Wehr zu set­zen, den Armen zu hel­fen und die Wür­de des Men­schen zu ach­ten auch cha­rak­te­ris­ti­sche Leit­bil­der des SkF Sie­gen sei­en und dank­te in die­sem Zusam­men­hang allen Mit­ar­bei­ten­den des Ver­eins für Ihr Enga­ge­ment.

„Der Sozi­al­dienst katho­li­scher Frau­en Sie­gen e.V. (SkF) ist im sozia­len Bereich eine wich­ti­ge Stüt­ze für die Gesell­schaft. Er unter­stützt Men­schen in Not und bie­tet Bera­tung und Beglei­tung in viel­fäl­ti­gen Lebens­la­gen an. Die Arbeit des SkF Sie­gen wird getra­gen von einem hohen fach­li­chen Anspruch, der siche­re Räu­me schafft, in denen Kin­der, Jugend­li­che, Frau­en und Fami­li­en, unab­hän­gig von ihrer Natio­na­li­tät, Geschlecht, Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit und finan­zi­el­ler Lage, offe­ne und wert­schät­zen­de Begeg­nung und Hil­fe­stel­lung erfah­ren.“ So beschrieb Wolf­gang Lan­gen­ohl als Geschäfts­füh­rer den Sozi­al­dienst katho­li­scher Frau­en, kurz SkF, in Sie­gen und wies dar­auf hin, dass die­ser Ver­ein in die­sem Jahr 110 Jah­re alt gewor­den ist. 

In sei­nem Ein­gangs­state­ment erläu­ter­te Lan­gen­ohl den Wer­de­gang des sozia­len Trä­gers, dem er als Geschäfts­füh­rer vor­steht. 1913 noch unter dem Namen „Katho­li­scher Für­sor­ge­ver­ein für Mäd­chen, Frau­en und Kin­der gegrün­det, umfasst das Leis­tungs­pro­fil des SkF Sie­gen heu­te neben dem Betreu­ungs­ver­ein die bei­den Pfle­ge­kin­der­diens­te der Stadt Sie­gen und des Krei­ses Sie­gen-Witt­gen­stein, das Per­spek­tiv-Woh­nen, die Vor­mund­schafts- und Ergän­zungs­pfleg­schaf­ten und dem­nächst die teil­sta­tio­nä­ren Ange­bo­te, wie bei­spiels­wei­se das Fami­li­en­woh­nen. Hin­zu kom­men der soge­nann­te Fach­dienst Ambu­lan­te erzie­he­ri­sche Hil­fen, die dama­li­ge Mit­ar­beit im Trä­ger­ver­bund beim Kinder‑, Jugend- und Fami­li­en­hil­fe­zen­trum mit Sitz am Fisch­ba­cher Berg und die Schwan­ger­schafts­be­ra­tung im Rah­men der Dienst­auf­sicht für den KSD-Olpe. Vor eini­gen Jah­ren ergänz­te ein neu­es Auf­ga­ben­ge­biet das Dienst­an­ge­bot: Im Fach­dienst „Ver­fah­rens Beistandschaften/ Umgangs­pfleg­schaf­ten“ arbei­te­ten seit 2011 zwei wei­te­re Mit­ar­bei­te­rin­nen. 2012 folg­te dann der Auf­bau des Koope­ra­ti­ons­pro­jekts „Gemein­sam star­ten wir ins Leben“ in Zusam­men­ar­beit mit dem St.-Marienkrankenhaus. Mäd­chen und jun­gen Müt­tern, die sich in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen befin­den, soll­te hier bei der Bewäl­ti­gung von Kri­sen mit fach­li­cher Bera­tung und Unter­stüt­zung gehol­fen wer­den.

Am Ende der Ver­an­stal­tung gab es noch eine Über­ra­schung. In den abschlie­ßen­den Wor­ten schenk­te die Geschäfts­füh­rung und der Vor­stand des SkF Sie­gen, nach­dem im letz­ten Jahr lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ten­de geehrt wur­den, Mit­ar­bei­ten­den wel­che neu dazu­ge­kom­men sind jeweils einen Blu­men­strauß und bedank­ten sich für die jeweils hoch enga­gier­te Zusam­men­ar­beit.  „In die­ser lan­gen Zeit, seit Grün­dung des Ver­eins, haben sehr vie­le enga­gier­te Per­so­nen so eini­ges bewegt und so wird es Zeit allen Mit­ar­bei­ten­den des SkF dan­ke zu sagen,“ erklär­te Lan­gen­ohl.

Das Früh­stück wur­de aus­ge­rich­tet und ser­viert von Mit­ar­bei­ten­den der Mari­en-Hos­piz und des SkF Sie­gen e.V. Die Teil­neh­men­den bete­ten abschlie­ßend noch gemein­sam und auf der Orgel beglei­te­te Orga­nis­tin Hel­ga Maria Lan­ge das zwei­te christ­li­che Gebets­früh­stück des SkF Sie­gen e.V. 

Bun­des­weit umfasst der SkF 157 Orts­ver­ei­ne. Aus dem Enga­ge­ment einer ein­zel­nen Frau hat sich in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten ein Netz­werk von 5000 beruf­li­chen und 12000 ehren­amt­li­chen Hel­fern und Mit­glie­dern mit dem Ziel, Frau­en, Kin­dern und Jugend­li­chen in Not­si­tua­tio­nen zu unter­stüt­zen, ent­wi­ckelt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.skf-siegen.de 

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