Freitag, 04. April 2025

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Sechs Städ­te und Gemein­den tre­ten der EEBE des Krei­ses Olpe bei

Der Kreis Olpe will unab­hän­gig wer­den von fos­si­len Ener­gie­trä­gern und den Anteil erneu­er­ba­rer Ener­gien im Kreis­ge­biet aus­bau­en – und zwar so, dass Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sich betei­li­gen kön­nen und die Wert­schöp­fung bei neu­en Pro­jek­ten vor Ort ver­bleibt, statt an aus­wär­ti­ge Inves­to­ren zu flie­ßen. 

Dazu hat­te der Kreis Olpe im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber die EEBE gegrün­det. Die Abkür­zung steht für Erneu­er­ba­re Ener­gien Betei­li­gungs- und Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft im Kreis Olpe GmbH“. Der Beschluss dazu war im Kreis­tag mit gro­ßer Mehr­heit gefal­len.

Nun ist die EEBE wie­der einen ent­schei­den­den Schritt wei­ter­ge­kom­men: Die Kom­mu­nen Drol­s­ha­gen, Fin­nen­trop, Kirch­hun­dem, Len­ne­stadt, Olpe und Wen­den sind der Gesell­schaft bei­getre­ten. Am Diens­tag, 10. Janu­ar, unter­zeich­ne­ten die Bür­ger­meis­ter die Erwei­te­rung, die nota­ri­ell beur­kun­det wur­de.

Die Erwei­te­rung ist enorm wich­tig für die nun gemein­sa­me Gesell­schaft des Krei­ses Olpe und sechs sei­ner sie­ben Kom­mu­nen. Schon vor der Grün­dung hat­te Land­rat Theo Mel­cher betont, dass die EEBE über­haupt nur sinn­voll sei, wenn auch die Städ­te und Gemein­den an Bord sind. Denn die Kern­auf­ga­be der Gesell­schaft wird sein, den Bestand an Wind- und Was­ser­kraft­an­la­gen, Pho­to­vol­ta­ik und Spei­cher­tech­nik in den Städ­ten und Gemein­den aus­zu­bau­en – und zwar, indem sie sol­che Pro­jek­te ana­ly­siert, plant, koor­di­niert, unter­stützt, Anla­gen errich­tet und Betei­lig­te berät. Das geht nur im Zusam­men­spiel mit den Kom­mu­nen.

Der­zeit bear­bei­tet die EEBE bereits zwei kon­kre­te Pro­jek­te zur Pla­nung von Wind­kraft­an­la­gen im Raum Drol­s­ha­gen und in Kirch­hun­dem-Bracht­hau­sen. Für bei­de Gebie­te wur­den bereits die not­wen­di­gen Arten­schutz­kar­tie­run­gen beauf­tragt, die die­ses Jahr durch­ge­führt wer­den.

Von dem Aus­bau sol­len die Men­schen und Unter­neh­men im Kreis Olpe pro­fi­tie­ren: Mit Grün­dung von Bür­ger­ge­sell­schaf­ten bekom­men Pri­vat­per­so­nen eben­so wie loka­le Unter­neh­men die Mög­lich­keit, sich am Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien zu betei­li­gen. Ziel­set­zung ist es, die Wert­schöp­fung vor Ort zu belas­sen. Des­halb wird gro­ßer Wert auf die die Betei­li­gung der Men­schen in den Dör­fern gelegt, in deren Nähe Anla­gen zur Erzeu­gung erneu­er­ba­rer Ener­gien errich­tet wer­den. Die Grund­be­sit­ze­rin­nen und ‑besit­zer kön­nen bei einer Betei­li­gung an den jewei­li­gen Pro­jekt­ge­sell­schaf­ten mit­be­stim­men: Sie wären nicht nur Ver­pach­ten­de, son­dern Mit­be­trei­ben­de der jewei­li­gen Anla­ge. Die Städ­te und Gemein­den bestim­men über ihre Betei­li­gung eben­falls mit und par­ti­zi­pie­ren an den Erträ­gen.

Der EEBE lie­gen bereits meh­re­re Inter­es­sen­be­kun­dun­gen von Wald­be­sit­zern vor, die an einer Zusam­men­ar­beit inter­es­siert sind. Inter­es­sier­te Flä­chen­ei­gen­tü­mer sind herz­lich ein­ge­la­den, sich zu mel­den. Alle Infos unter: www.kreis-olpe.de/eebe.

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