Donnerstag, 03. April 2025

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Über­nah­me geflüch­te­ter Men­schen aus der Ukrai­ne in das SGB II führt zu leich­tem Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit

„Die Zahl der Arbeits­lo­sen ist in die­sem Monat erst­mals wie­der gestie­gen. Das liegt an der Über­nah­me der Betreu­ung der geflüch­te­ten ukrai­ni­schen Men­schen durch die Job­cen­ter in den Krei­sen Sie­gen-Witt­gen­stein und Olpe“, berich­tet Danie­la Tomc­zak, Lei­te­rin der Agen­tur für Arbeit Sie­gen.  Durch eine gesetz­li­che Anpas­sung wer­den Men­schen, die seit Febru­ar 2022 aus der Ukrai­ne nach Deutsch­land geflüch­tet sind, seit dem 1. Juni von den Job­cen­tern betreut und erhal­ten Leis­tun­gen nach dem SGB II (Grund­si­che­rung), sofern sie hil­fe­be­dürf­tig und erwerbs­fä­hig sind. Die Exper­tin erwar­tet einen deut­lich stär­ke­ren Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit in den kom­men­den Mona­ten: „Die hie­si­gen Job­cen­ter arbei­ten eng mit den Aus­län­der­be­hör­den zusam­men, um einen naht­lo­sen Über­gang für die Men­schen sicher­zu­stel­len. Aktu­ell befin­den wir uns aber noch in einer Über­gangs­zeit. Es sind noch nicht alle Anträ­ge ein­ge­gan­gen und bear­bei­tet, im Augen­blick kön­nen wir kei­ne kon­kre­ten Ein­schät­zun­gen für die bei­den Krei­se abge­ben.“

Der Arbeits­markt im Über­blick

Arbeits­lo­sig­keit

Die Zahl der Arbeits­lo­sen ist im Agen­tur­be­zirk Sie­gen im Juni 2022 gestie­gen. Ins­ge­samt waren 9.832 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Ver­gli­chen mit den Zah­len des Vor­mo­na­tes sind dies 156 Per­so­nen oder 1,6 Pro­zent mehr. Im Ver­gleich zum Juni des Vor­jah­res sinkt die Zahl der Arbeits­lo­sen um 1.868 Per­so­nen bzw. 16,0 Pro­zent. Die Arbeits­lo­sen­quo­te auf Basis aller zivi­len Erwerbs­per­so­nen beträgt im Juni 4,2 Pro­zent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 5,0 Pro­zent (-0,8 Pro­zent­punk­te).                                                                         

Jugend­ar­beits­lo­sig­keit

947 Arbeits­lo­se sind im Berichts­mo­nat im Agen­tur­be­zirk Sie­gen unter 25 Jah­re alt. Im Vor­mo­nat waren dies noch 45 weni­ger und im glei­chen Monat des Vor­jah­res 215  jun­ge Men­schen mehr. Die pro­zen­tua­le Ver­än­de­rung beläuft sich auf +5,0 Pro­zent zum vor­he­ri­gen Monat bzw. ‑18,5 Pro­zent im Vor­jah­res­ver­gleich.       

  

Älte­re Arbeits­lo­se

Die Anzahl arbeits­lo­ser Per­so­nen ab 50 Jah­re ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat gestie­gen (+20 Per­so­nen oder +0,5 Pro­zent). Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind es 513 Arbeits­lo­se weni­ger (-12,2 Pro­zent).) Ins­ge­samt sind 3.705 Men­schen ab 50 Jah­re in der Arbeits­agen­tur Sie­gen von Arbeits­lo­sig­keit betrof­fen.                                                                    

Lang­zeit­ar­beits­lo­se

Die Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ist im Agen­tur­be­zirk Sie­gen im Berichts­mo­nat gesun­ken. 3.619 Per­so­nen waren län­ger als ein Jahr nicht sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt, dar­un­ter zäh­len 80,9 Pro­zent (2.928 Per­so­nen) zur Grund­si­che­rung. Ver­gli­chen mit den Gesamt­zah­len des Vor­mo­na­tes sind dies 46 Lang­zeit­ar­beits­lo­se weni­ger.  Im Ver­gleich zum Vor­jahr sinkt die Zahl die­ser Arbeits­lo­sen um 1.096 Per­so­nen.                                                                           

Ent­wick­lung in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung – SGB III

Im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung wur­den in die­sem Monat 3.582 Per­so­nen gemel­det. Die Zahl hat sich im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 51 Per­so­nen bzw. 1,4 Pro­zent ver­rin­gert. Im Vor­jah­res­ver­gleich bedeu­tet dies eine Ver­rin­ge­rung um 1.116 Per­so­nen oder 23,8 Pro­zent.                                                                       

Ent­wick­lung in der Grund­si­che­rung – SGB II

In der Grund­si­che­rung sind 207 Arbeits­lo­se mehr als im Vor­mo­nat und 752 weni­ger als im Vor­jahr zu ver­zeich­nen. Im Ver­hält­nis ent­spricht dies +3,4 Pro­zent zum Vor­mo­nat bzw. ‑10,7 Pro­zent zum Vor­jahr. Ins­ge­samt sind es 6.250 Per­so­nen und damit 63,6 Pro­zent aller Arbeits­lo­sen, die zur Grund­si­che­rung gemäß SGB II zäh­len.                                                                                  

Stel­len­an­ge­bo­te

Unter­neh­men aus der Regi­on haben in die­sem Monat 880 Stel­len gemel­det (153 weni­ger als im Vor­mo­nat). Im Bestand befan­den sich ins­ge­samt 4.895 offe­ne Stel­len, 102 mehr als im Vor­mo­nat und 1.470 mehr als im Vor­jah­res­mo­nat.                                                               

       

Kreis Olpe

Arbeits­lo­sig­keit

Die Zahl der Arbeits­lo­sen ist im Kreis Olpe im Juni 2022 gestie­gen. Ins­ge­samt waren 2.666 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Ver­gli­chen mit den Zah­len des Vor­mo­na­tes sind dies 75 Per­so­nen oder 2,9 Pro­zent mehr. Im Ver­gleich zum Juni des Vor­jah­res sinkt die Zahl der Arbeits­lo­sen um 359 Per­so­nen bzw. 11,9 Pro­zent. Die Arbeits­lo­sen­quo­te auf Basis aller zivi­len Erwerbs­per­so­nen beträgt 3,4 Pro­zent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,8 Pro­zent (-0,4 Pro­zent­punk­te).                                                                                 

Ent­wick­lung in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung – SGB III

Im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung wur­den in die­sem Monat 1.204 Per­so­nen gemel­det. Die Zahl hat sich im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 42 Per­so­nen bzw. 3,4 Pro­zent ver­rin­gert. Im Vor­jah­res­ver­gleich bedeu­tet dies eine Ver­rin­ge­rung um 260 Per­so­nen oder 17,8 Pro­zent.                                                                          

Ent­wick­lung in der Grund­si­che­rung – SGB II

In der Grund­si­che­rung sind 117 Arbeits­lo­se mehr als im Vor­mo­nat und 99 weni­ger als im Vor­jahr zu ver­zeich­nen. Im Ver­hält­nis ent­spricht dies +8,7 Pro­zent zum Vor­mo­nat bzw. ‑6,3 Pro­zent zum Vor­jahr. Ins­ge­samt sind es 1.462 Per­so­nen und damit 54,8 Pro­zent aller Arbeits­lo­sen, die zur Grund­si­che­rung gemäß SGB II zäh­len.        

  

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Kreis Olpe

599 Jugend­li­che aus dem Kreis Olpe haben sich seit Okto­ber 2021 an die Berufs­be­ra­tung der hei­mi­schen Agen­tu­ren für Arbeit gewandt, um einen Aus­bil­dungs­platz zu fin­den. Ins­ge­samt sind das 21 Per­so­nen (-3,4 Pro­zent) weni­ger als im Vor­jahr. 186 Jugend­li­che sind davon aktu­ell noch unver­sorgt: 25 Per­so­nen (-11,8 Pro­zent) weni­ger als ein Jahr zuvor. Der Viel­zahl an Bewer­bern und Bewer­be­rin­nen ste­hen der­zeit 1.486 gemel­de­te Berufs­aus­bil­dungs­stel­len gegen­über von denen aktu­ell noch 670 Aus­bil­dungs­plät­ze unbe­setzt sind. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sind seit Beginn des Berichts­jah­res 58 Aus­bil­dungs­stel­len (4,1 Pro­zent) mehr gemel­det wor­den.                                                  

Der Arbeits­markt­be­richt

für den Monat Juli wird
am 29. Juli 2022 ver­öf­fent­licht.

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