10.000 Euro jährlich – Plaketten an Karnevalswagen machen Engagement sichtbar
Die Karnevalsvereine in Attendorn, Grevenbrück und Saalhausen freuen sich über eine nachhaltige Unterstützung: Die Stiftung der Sparkasse für Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem fördert die Karnevalsumzüge ab sofort mit jährlich insgesamt 10.000 Euro. Ovale Plaketten an den Karnevalswagen machen künftig auf das Engagement der Stiftung aufmerksam.
Als großer Förderer des heimischen Karnevals steht die Sparkasse im engen Austausch mit den Karnevalsvereinen. Dabei berichten insbesondere die Wagenbauer von immer neuen Auflagen, bürokratischen Hürden und finanziellen Herausforderungen. Zuletzt schlug zum Beispiel der Erlass des NRW-Verkehrsministeriums ins Kontor der Vereine, nach dem Karnevalswagen nur mit einer Brauchtumsgenehmigung im Zug eingesetzt werden dürfen. Heißt: Jeder Wagen – im vergangenen Jahr fuhren insgesamt rund 55 Großwagen in den Umzügen mit – musste dem TÜV vorgestellt werden. Das kostete die Vereine nach eigenen Angaben im Durchschnitt rund 500 Euro pro Wagen. Künftig rechnen die Wagenbauer mit Genehmigungskosten von mindestens 170 Euro pro Wagen und Jahr. Diese hohen Belastungen warfen bei den Karnevalisten sogar die Frage auf, ob die Tradition der Umzüge in der bekannten Form fortgeführt werden kann.
Auf dieses Alarmsignal reagiert die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem mit einem zukunftsträchtigen Förderprojekt. Eine jährliche Zuwendung in Höhe von insgesamt 10.000 Euro aus Mitteln der Stiftung der heimischen Sparkasse soll es den Kattfillern Attendorn, dem KC Grevenbrück und den Roten Funken Saalhausen ermöglichen, die Umzüge auch in den kommenden Jahren ohne finanzielle Hürden starten zu können. Die Höhe der individuellen Förderung richtet sich dabei nach der Größe der jeweiligen Veranstaltung.
Zum Entschluss der Stiftung für diese außergewöhnliche Förderung sagt Stiftungsvorsitzender Dirk Stenger: „Der Karneval ist ein wichtiger Teil unserer Kultur und auch ein entscheidender Faktor für das soziale Miteinander in unserer Region. Gegen die Bürokratie können wir leider nicht viel tun, aber wir können unseren Vereinen mit unseren Möglichkeiten zur Seite stehen, damit sie das Brauchtum nachhaltig in die Zukunft tragen können.“ Bei einem gemeinsamen Termin überreichte der Stiftungsvorstand den Präsidenten der drei begünstigten Vereine ovale Plaketten, die bei den kommenden Umzügen an den Karnevalswagen angebracht werden und so an die Förderung des Karnevalbrauchtums durch die Stiftung erinnern.
„Wir sind sehr froh über die Unterstützung der Sparkasse“
„Wir sind sehr froh, dass wir in Zukunft mit der Unterstützung der Sparkasse die Umzüge weiterhin durchführen können. Ohne diese Hilfe wären unsere Planungen sicher deutlich schwieriger ausgefallen“, sagte KCG-Präsident Tobias Brill nach der Übergabe der Plaketten. Und Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil ergänzte: „Die Förderung sichert Kontinuität für unseren Karneval und ist ein neues tolles Beispiel für das Engagement der Sparkasse in unserer Region.“ Dieses Engagement über die Plaketten an den Wagen künftig auch sichtbar zu machen, ist Tobias Puspas, Bürgermeister von Lennestadt, sehr wichtig.
Abschließend versprach der Vorstand der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, die Wagenbauer vor Ort zu besuchen, um sich vom Fortschritt der Arbeiten und der Verwendung der Fördermittel zu überzeugen.

