Dr. med. Martin Schäfer, neuer Chefarzt der Orthopädie, Unfall-, Wirbelsäulen- und Handchirurgie in den GFO Kliniken Südwestfalen, offiziell in sein Amt eingeführt
Es war vielleicht der bemerkenswerteste Dank an diesem Nachmittag. Einem Nachmittag voll des Dankes und Lobes. Einem Nachmittag, der einen würdigen Rahmen bot. Einem Nachmittag, der in Erinnerung bleiben wird. „Danke für diesen Sohn.“ Vier Worte, die Schwester Johanna Bange von den Franziskanerinnen von der Ewigen Anbetung zu Olpe den Eltern von Dr. med. Martin Schäfer mit auf den Weg gab. Dr. Schäfer ist neuer Chefarzt der Orthopädie, Unfall-, Wirbelsäulen- und Handchirurgie in den GFO Kliniken Südwestfalen. Jetzt wurde er in einer kleinen Feierstunde im Mutterhaus der Franziskanerinnen offiziell in sein Amt eingeführt.
Schwester Johanna und Nadine Kreuser von der Stabsstelle Christliche Identität der GFO eröffneten die Feierstunde mit einem geistlichen Impuls, begleitet von Schwester Veronika Fricke am Altsaxophon. Sie spannten den Bogen von Schäfers Vornamen Martin über das St. Martinus-Hospital Olpe und den heiligen Martin bis hin zum heiligen Franziskus. Beiden Heiligen sei gemein, dass sie Begegnung und Zuwendung zum Nächsten leben. „Wenn man Menschen auf Augenhöhe begegnet, kann man Hilfe und Helfer sein“, betonten sie. Dies sei auch für die Tätigkeit als Arzt entscheidend: Es gehe nicht nur um fachliche Kompetenz, sondern auch um menschliche Zuwendung.
Ähnlich äußerte sich Dr. med. Gereon Blum, Geschäftsführer der GFO Kliniken Südwestfalen: „Hervorragende Medizin und tiefes menschliches Verständnis bedingen einander.“ Empathie, Kommunikation und ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitenden seien ebenso wichtig wie fachliche Kompetenz. Diese Eigenschaften bringe Dr. Martin Schäfer mit. „Chefärzte sind heute nicht mehr ,Halbgötter in Weiß‘, sondern Orchesterleiter“, erklärte Blum, der früher selbst Mediziner war. Sie seien Teamplayer, keine Einzelgänger.
Zur Feierstunde waren nicht nur aktuelle Wegbegleiter gekommen, sondern auch ehemalige. Prof. Dr. med. Christian Probst, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand-, Wirbelsäulenchirurgie und Sporttraumatologie, erinnerte an Schäfers frühere Wirkungsstätte in Gummersbach. Dort hatte Dr. Schäfer maßgeblich am Aufbau der Zentralen Notaufnahme mitgewirkt. „Als leitender Arzt hat er sich immer sehr engagiert, dabei aber stets die Fahne der Unfallchirurgie hochgehalten“, betonte Probst. Engagement sei eine von Dr. Schäfers herausragenden Eigenschaften. Orthopäden-typisch attestierte er dem neuen Chefarzt ein „gutes Rückgrat, das auf einer soliden Basis ruht.“
Dr. Schäfer selbst sprach von „großer Dankbarkeit und Freude“: „Chefarzt zu werden, hätte ich früher nie zu träumen gewagt.“ Seine Dankesworte richtete er an seine Eltern und seine früheren Weggefährten. Am 1. April 2025 war er als geschäftsführender Oberarzt in die GFO Kliniken Südwestfalen gekommen, nach zehn Jahren am Kreiskrankenhaus Gummersbach. „Ich bin sofort von allen offen, ehrlich und herzlich empfangen worden“, sagte er. Als Chefarzt habe er von seinem Vorgänger Dr. med. Jürgen Bong „eine gut funktionierende Klinik“ übernommen. Allerdings gebe es keine Zeit, sich auszuruhen, erklärte Dr. Schäfer mit Blick auf die NRW-Krankenhausreform: „Wir haben zwar die Knie- und Hüftendoprothetik nicht zugesprochen bekommen, dafür aber die Wirbelsäulenchirurgie dazugewonnen.“ Zudem seien arthroskopische Operationen, also minimalinvasive Gelenkoperationen, weiterhin möglich. „Mit unserem leitenden Oberarzt Abdallah Misbah steht uns hierfür ein sehr erfahrener Arzt zur Verfügung.“
Dr. Schäfer erläuterte seine Zukunftsvorstellungen: Er möchte ein Umfeld schaffen, in dem das Team sich gegenseitig unterstützt, die Gesundheitsregion Lennestadt weiter stärken und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst sowie den niedergelassenen Ärzten intensivieren. „Meine Vision ist es, die erfolgreiche Arbeit gemeinsam fortzuführen, gleichzeitig neue Impulse zu setzen und als Team weiter zu wachsen“, betonte er. Seine Maxime: „Der Patient steht immer im Mittelpunkt.“
Und war der Dank von Schwester Johanna an die Eltern des neuen Chefarztes zu Beginn der Feierstunde bemerkenswert, so sollte dessen Dank am Ende nicht unerwähnt bleiben. Denn den richtete der zweifache Familienvater als Schlusspunkt an den Menschen, der „zu Hause alles organsiert, mir den Rücken freihält und immer für mich da ist“: an seine Ehefrau Katharina.

