Freitag, 04. April 2025

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Die Hos­piz­ar­beit weckt Hoff­nung

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Eine älte­re Frau ver­bringt Zeit mit ihrer kran­ken Freun­din im Kran­ken­haus (Foto: Die Johan­ni­ter)

Der Novem­ber mit Aller­hei­li­gen und Toten­sonn­tag bringt eine Zeit des Geden­kens, in der Men­schen ver­stor­be­ner Ange­hö­ri­ger und Freun­de erin­nern. In vie­len Kir­chen wer­den die anhal­ten­den welt­wei­ten Kri­sen und Krie­ge das The­ma in Pre­dig­ten prä­gen. Doch auch abseits von Kon­flik­ten neh­men Men­schen in unse­rer Umge­bung täg­lich Abschied – oft von älte­ren oder kran­ken Men­schen, die nicht sel­ten allein­ste­hend sind. Eben­so trifft es auch Men­schen mit­ten im Leben, manch­mal sogar Kin­der, die plötz­lich mit lebens­be­gren­zen­den Erkran­kun­gen kon­fron­tiert wer­den.

Der zen­tra­le Leit­satz der Hos­piz­be­we­gung, for­mu­liert von Cice­ly Saun­ders, lau­tet: „Es geht nicht dar­um, dem Leben mehr Tage zu geben, son­dern den Tagen mehr Leben.“ Im Mit­tel­punkt der Hos­piz­ar­beit steht des­halb die mensch­li­che Beglei­tung am Lebens­en­de, die den Betrof­fe­nen ermög­licht, ihre ver­blei­ben­de Zeit in Wür­de und mit Unter­stüt­zung zu ver­brin­gen. Ambu­lant zu Hau­se und in sta­tio­nä­ren Hos­pi­zen kann die­se Beglei­tung krea­tiv und viel­fäl­tig gestal­tet sein – von Gesprä­chen und Erin­ne­rungs­ar­beit bis hin zu Aus­flü­gen an Lieb­lings­or­te und seel­sor­ge­ri­scher Unter­stüt­zung. Ziel ist es, dass Ster­ben­de nicht allein sind.

„Dem Leben die­nen – bis zuletzt“

Für die Johan­ni­ter und ihre Mit­ar­bei­ten­den bedeu­tet Hos­piz­ar­beit, Men­schen bis zum letz­ten Atem­zug zu beglei­ten, jedoch ohne den Tod her­bei­zu­füh­ren. Bet­ti­na Wich­mann, Lei­te­rin des Ambu­lan­ten Hos­piz­diens­tes und des Kin­der- und Jugend­hos­piz­diens­tes „Klei­ne Rau­pe“ bei den Johan­ni­tern, betont: „Es ist ein mensch­li­ches Grund­be­dürf­nis, am Ende des Lebens nicht allein zu sein. Hos­piz­ar­beit ermög­licht oft einen Abschied in Wür­de und see­li­scher Ruhe, was nicht nur den Betrof­fe­nen selbst, son­dern auch deren Ange­hö­ri­gen Trost spen­det.“

Ster­be­wün­sche von Ster­ben­den wer­den wahr­ge­nom­men und respekt­voll bespro­chen. Für die­se Gesprä­che ist pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung uner­läss­lich. Daher set­zen die Johan­ni­ter auf eine struk­tu­rier­te Ethik­be­ra­tung und Schu­lun­gen zum Umgang mit Todes­wün­schen.

Gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung und poli­ti­sche For­de­run­gen

Die Johan­ni­ter set­zen sich für den Aus­bau einer flä­chen­de­cken­den Pal­lia­tiv­ver­sor­gung ein, um Men­schen am Lebens­en­de die best­mög­li­che Unter­stüt­zung zu bie­ten. Die Debat­ten um Gesetz­ent­wür­fe zur Sui­zid­hil­fe ver­deut­li­chen die Not­wen­dig­keit, dass der Staat nicht nur Bera­tungs­mög­lich­kei­ten bereit­stellt, son­dern auch ver­stärkt in Hos­piz­ar­beit, Pal­lia­tiv­me­di­zin und Sui­zid­prä­ven­ti­on inves­tiert. Die Johan­ni­ter for­dern, dass min­des­tens die­sel­ben Mit­tel für den Aus­bau der Hos­piz­ar­beit bereit­ge­stellt wer­den, die für eine mög­li­che Sui­zid­hil­fe vor­ge­se­hen sind.

Unse­re gesell­schaft­li­che Auf­ga­be besteht dar­in, den Ängs­ten und der Ein­sam­keit der Schwer­kran­ken ent­ge­gen­zu­wir­ken und eine Kul­tur der Soli­da­ri­tät zu för­dern. Ster­ben­de brau­chen unse­re Nähe und Unter­stüt­zung, nicht den schnel­len Weg zum Tod.

Die Hil­fe der Johan­ni­ter im Hos­piz­be­reich in der Regi­on:

Johan­ni­ter-Ambu­lan­ter Hos­piz­dienst: Ehren­amt­li­che Beglei­tung von lebens­be­grenzt Erkrank­ten. Anfra­gen bit­te an Frau Bet­ti­na Wich­mann unter Tel. +49 2371 21913–216 / Mobil +49 172 1952386 / bettina.wichmann@johanniter.de

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Bet­ti­na Wich­mann (Foto: Die Johan­ni­ter)

Aus­bil­dung von ehren­amt­li­chen Hospizhelfer/innen für die Beglei­tung von lebens­be­grenzt Erkrank­ten und Ster­ben­den Men­schen jeden Alters.

Kom­pakt­kurz „Letz­te Hil­fe“ für Lai­en und Ein­stei­ger in die The­ma­tik „Ster­ben und Abschied“

Anfra­gen bit­te an Frau Bet­ti­na Wich­mann unter 02371 21913–216 / Mobil +49 172 1952386 / bettina.wichmann@johanniter.de

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Johan­ni­tern in der Regi­on: www.johanniter.de/suedwestfalen 

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