Melina Schöttes 7. bei den Deutschen Meisterschaften
Er gilt als einer der härtesten Skimarathons in deutschen Landen aber er gilt auch als einer der schneesichersten. Gelaufen wird er im Bereich von 1140 bis 1300 Metern oberhalb von Bodenmais und direkt am großen Arber. Die Schneesicherheit ließ in diesem Jahr allerdings etwas zu wünschen übrig. Aber mit großem Einsatz der Verantwortlichen vor Ort gelang es erneut pünktlich zur 32. Auflage des Klassikers eine angemessene und eben äußerst anspruchsvolle Loipe zu präparieren.
Mit insgesamt 6 Aktiven vom TV Attendorn, dem SC Oberhundem und dem Lennestädter Sport Schneider Team war auch die Langlaufszene des Kreises Olpe traditionell gut inmitten des illustren internationalen Feldes im Bayerischen Wald vertreten.
Es war schließlich der Youngster im Team, der als erster der heimischen Akteure die ersehnte Finishline nach 22 Kilometern und knapp 500 Höhenmetern im Skistadion am Bretterschachten erreichte. Julian Müller aus den Reihen des TV Attendorn benötigte exakt 1:13:06,6 und sicherte sich damit Rang drei in der Klasse U18. Nach ihrem Studienende und dem beruflichen Einstieg als Psychologin hatte sie noch etwas Trainingsrückstand. Dennoch erreichte Lea Selter eine bemerkenswerte Leistung. Ganze 1:28:12,4 benötigte die 26jährige und verpasste damit die Topp Ten in ihrer Klasse nur denkbar knapp.
Fast traditionell konnte Sabine Selter wieder einen Pokal in der Damen AK einstreichen. Die 57-jährige Attendornerin lief die 22 Kilometer in sehr guten 1:31:57,4, belegte damit Rang 2 innerhalb ihrer Alterskonkurrentinnen und schob sich dabei im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einmal ein Stückchen nach vorn.
Peter Schneider bewies, dass er nicht nur in Laufschuhen sondern auch auf den schmalen Latten gut zuhause ist. Der Lennestädter finishte in 1:37:47,8 und belegte damit Rang 15 in der Altersklasse.
Ganz nach oben aufs Podest schaffte es schließlich Teamkollegin Carmen Otto. Die vielfache Laufsiegerin auf Straße, Tartanbahn oder im Crossbereich zeigte auch hier ihre Topp Ausdauer und holte sich in 2:45:49,3 den Sieg in der AK über die Marathondistanz.
Ebenfalls aufs Stockerl ging es für Andre Müller. Der Sportler aus dem Skiteam des TV Attendorn hatte sich zuvor in 2:14:13,6 in starkem Feld bereits den Pokal für den 3. AK Rang gesichert.
Zwar blieb zum zweiten Wettkampftag der erwartete und angekündigte Neuschnee aus. Fehlende Minusgrade aber und extrem wechselnde Schneeverhältnisse jedoch ließen das Wachsen schon zu einem gewissen Glücksspiel werden. Das musste auch Melina Schöttes vom SC Oberhundem erfahren. Nach einer äußerst gelungenen Rollskisaison stand sie pünktlich um 9.30 Uhr in der ersten Startreihe des Damenrennens zur deutschen Skimarathonmeisterschaft, Seite an Seite mit Anna-Maria Dietze, immerhin aktuelle Weltcup Läuferin. „Der Ski lief bei diesen schwierigen Verhältnissen nicht optimal, da es immer wieder Stollen gab“, so das aktuelle Mitglied der Rollski Nationalmannschaft. Das sie dennoch in 2:24:22,8 wieder im Stadion am Bretterschachten eintraf und damit 7. einer Deutschen Meisterschaft wurde zeugt einmal mehr von ihrer momentanen Klasse.
Edelmetall am Schluss gab es erneut für Carmen Otto. Nur zwei Minuten hinter ihrem Lebensgefährten Peter Schneider und in ihrem zweiten Skimarathon innerhalb von 24 Stunden, dieses Mal in der klassischen Technik, benötigte die 50-jährige Ausdauerspezialistin 3 Stunden und 6 Minuten und nahm in der Festhalle von Bodenmais erschöpft aber glücklich ihren Pokal für Rang drei in der Altersklasse entgegen.

