Montag, 26. Januar 2026

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„ReCirclE“ stärkt Kreislaufwirtschaft in Industriebetrieben in Südwestfalen

REGIONALE 2025

Dritter Stern für Projekt „ReCirclE“ – Offene Plattform für Kreislaufwirtschaft – Bis zu 3,6 Millionen Euro Förderung von Land NRW und EU

Neue Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen aus der Region: Mit dem Projekt „Regionale Kreislaufwirtschaft für industrielle Blech- und Kunststoffbaugruppen“ (kurz „ReCirclE“) soll in Attendorn eine offene Transferplattform für Kreislaufwirtschaft entstehen. Ziel ist es, Unternehmen zu helfen, bereits bei der Konstruktion von Produkten und Werkzeugen die Demontage und Weiterverwertung der Materialien automatisiert mitzudenken und von Beginn an in Produktionsprozesse zu integrieren. Entstehen sollen modulare, kostengünstige Lösungen, die den Betrieben Ressourcen sparen, CO?-Emissionen senken und ihnen neue Geschäftsmodelle eröffnen. Der REGIONALE-Ausschuss hat das Projekt mit dem dritten Stern ausgezeichnet und der EFRE-Begutachtungsausschuss zur Förderung empfohlen. Das Projekt wird mit voraussichtlich 3,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der EU und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. 
 
Umgesetzt werden soll das Projekt im Automotive Center Südwestfalen (ACS) in Attendorn – einem Projekt der Regionale 2013. Hier planen die Uni Siegen, die FH Südwestfalen und das ACS eine Test- und Transferplattform aufzubauen, mit der Unternehmen neue Verfahren der Kreislaufwirtschaft erproben können. „Mit ,ReCirclE‘ setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der industriellen Produktion in Südwestfalen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Bernd Engel vom Lehrstuhl für Umformtechnik an der Universität Siegen. „Besonders stolz sind wir darauf, dass es uns gelingt, modernste Forschung zu nachhaltiger Kreislaufwirtschaft mit der regionalen Wirtschaftspraxis zu verbinden.“ 
 
Ziel sind konkrete Lösungen für die Industrie 
 
Im Mittelpunkt des Projekts steht der „Design for Disassembly“-Ansatz. Dabei geht es darum, Produkte von Anfang an so zu gestalten, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus leicht auseinandergebaut und wiederverwertet werden können. In Attendorn sollen Unternehmen neue Technologien zur Kreislaufwirtschaft direkt erproben können, und zwar von der KI-gestützten Demontageplanung bis zum digitalen Produktpass. „Wir wollen zeigen, dass Kreislaufwirtschaft keine theoretische Vision ist, sondern ein handfestes Innovationsfeld für mittelständische Betriebe in unserer Region“, betont Engel. „Unser Ziel sind konkrete Lösungen, die den Arbeitsalltag in der Industrie digitaler, ressourcenschonender und zukunftsfähiger machen. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen bereiten wir derzeit die Pilotanwendungen und Transferformate vor, in denen die neuen Technologien künftig getestet und weiterentwickelt werden“, sagt Engel. „Auch Schulungen und Technologietage sind in Planung, um Wissen und Methoden gezielt in die regionale Industrie zu tragen.“  
 
Weiterer Baustein zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft 
 
„ReCirclE“ ist neben dem Großprojekt „Green Factory“ ein weiteres Projekt der REGIONALE 2025, das sich für die Kreislaufwirtschaft in Südwestfalen stark macht. Es ist zudem das erste Teilprojekt, das unter Federführung der Uni Siegen mit den lokalen Unternehmern und der FH Südwestfalen im Rahmen der Entwicklungen rund um das große städtebauliche Vorhaben „Zukunftsquartier am Wassertor“ in die Umsetzung gehen kann.  
 
Das Projekt „ReCirclE“ wird voraussichtlich mit 3,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen über den Aufruf „REGIONALE Südwestfalen – Projekte für eine digitale, nachhaltige und authentische Zukunft in Südwestfalen“ gefördert. 
 
Hintergrund: Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie Strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen unter www.efre.nrw.  
 
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

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