Lachen, Löten, Lasern – InfoTastic Weihnachtswerkstatt begeistert Familien
Kaum waren am 6. Dezember die Türen zur Weihnachtswerkstatt geöffnet, füllten sich die Räume der InfoTastic Academy. Schon kurz nach 10 Uhr drängten sich große und kleine Besucherinnen und Besucher an den Tischen, probierten Maschinen aus, ließen sich Neues zeigen und erklären, staunten und blieben. Während die einen irgendwann zufrieden nach Hause gingen, kamen immer wieder andere dazu, sodass bis zum Schluss um 18 Uhr alle Stationen voll besucht waren.
„Wir haben das Gefühl, dass der Tag keine Pause kennt“, erzählt eine der Helferinnen lachend. „Aber die wollen wir auch gar nicht haben“, ergänzt sie, ehe sie voller Begeisterung wieder weiterhilft.





An den vielen Mitmachstationen entstanden Geschenke, die persönlicher kaum sein können. Bürsti-Roboter wurden erschaffen und erhielten einen weihnachtlichen Look, wurden mit Schal und Mütze versehen und führten ihre ersten Schritte vor. Seifen und Kerzen konnten gegossen, verziert und mit individuellen Düften gestaltet werden. An der Nähmaschine entstanden kleine Zuckerstangen und andere weihnachtliche Figuren, die liebevoll genäht und mit Watte ausgestopft wurden. Besonders beliebt war auch die Station, an der Kinder ihre eigenen Zeichnungen digitalisieren und auf Frühstücksbrettchen lasern konnten. „Das werden perfekte Überraschungen für Oma und Opa zu Weihnachten“, meinte ein Vater. Also pssst, nicht weitersagen.
Auch die 3D-Drucker erhielten große Aufmerksamkeit. Alex Röhring zeigte den Kindern mit einer Engelsgeduld die Software, mit der sie eigene weihnachtliche 3D-Objekte gestalten konnten, die anschließend direkt gedruckt wurden. Eine Mutter ist begeistert, „wie man in diesem Trubel noch alles so ruhig erklären kann – das ist einfach nur beeindruckend.“



Dieses Kompliment galt auch den anderen insgesamt 18 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die acht Stunden lang erklärten, begleiteten und selbst mit strahlenden Augen dabei waren. Denn wenn Kinder stolz mit einem selbstgemachten Geschenk nach Hause gehen, schenkt das den Helfenden mindestens genauso viel wie den Beschenkten.
Ein Thema schwang dabei immer mit: Nachhaltigkeit – nicht als Schwerpunkt, sondern als Haltung. Reste von Seife und Wachs wurden wiederverwendet, Materialien bewusst eingesetzt und wer zu Fuß, mit dem Rad oder per Bus kam, durfte eine kleine Bohne als Dank mitnehmen, um sie zuhause zu einer Pflanze wachsen zu lassen. „Es sind die kleinen Gesten, die in Erinnerung bleiben“, sagt Vanessa Körn, zweite Vorsitzende. „Allein beim Gedanken, welchen Müll die 500 Crêpes die heute zubereitet und verschenkt wurden auf Einweggeschirr verursacht hätten, weiß man, warum es sich lohnt, anders zu denken.“
Auch Barrierefreiheit und Inklusion waren dem Veranstalter wichtig. Unterstützt durch den Inklusionsscheck NRW stand die Werkstatt in diesem Jahr auch unter dem Motto „Inklusiv. Inspirierend. InfoTastic.“ Wo es eng wurde, war das nicht einer Stufe geschuldet, sondern dem großen Andrang – und es machte kaum einen Unterschied, ob man sicher zu Fuß oder mit Hilfsmitteln unterwegs war. Doch die gute Laune war der beste Türöffner, und man ließ sich gegenseitig mit einem Lächeln durch.
Draußen regnete es – drinnen entstanden vor dem Greenscreen mit Schlitten Winterfotos, die in vielen Wohnzimmern vermutlich mehr Schnee zeigen werden, als der Dezember bislang hervorgebracht hat. Auch die vielen anderen Stationen verzauberten die Besucherinnen und Besucher.
Die Weihnachtswerkstatt 2025 hat gezeigt, dass Weihnachten kreativ, nachhaltig und voller gemeinsamer Freude sein kann – selbst wenn Petrus sich noch nicht entschieden hat, ob er Regen oder Schnee bringt.
Und vielleicht wächst auf der einen oder anderen Fensterbank schon die kleine Erinnerung daran.


