Dienstag, 27. Januar 2026

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Welt-Alzheimertag

GFO Kliniken Südwestfalen klären auf

Wenn ältere Menschen vergesslicher werden, sorgt das oft für Unsicherheit – nicht nur bei ihnen selbst, sondern auch bei Familie und Freunden. Schnell taucht die Frage auf: Handelt es sich um ganz normale Altersvergesslichkeit oder steckt vielleicht schon eine Demenz dahinter?

Seit 1994 gibt es jedes Jahr am 21. September den Welt-Alzheimertag. Er soll das Bewusstsein für die Krankheit stärken und für mehr Verständnis sorgen. Das Motto in diesem Jahr lautet „Demenz – Mensch sein und bleiben“. Es macht deutlich: Menschen mit Demenz sind nicht nur Patientinnen und Patienten – sie bleiben ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft, mit eigenen Fähigkeiten und Stärken. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft betont: „Je mehr Wissen, Verständnis und Unterstützung im Umfeld vorhanden ist, desto weniger bestimmt die Krankheit das Leben. So können Betroffene weiterhin ihre Stärken einbringen und im Alltag Halt finden.“

Die Alzheimer-Krankheit – auch Morbus Alzheimer genannt – ist die bekannteste und häufigste Demenzform. Sie macht etwa zwei Drittel aller Fälle aus. Insgesamt leben in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen mit einer Demenz.

„Warum genau Alzheimer entsteht, ist bis heute nicht vollständig geklärt“, erklärt Dursun Arslan, Sektionsleiter Geriatrie in den GFO Kliniken Südwestfalen. „Klar ist aber: Eiweißablagerungen im Gehirn stören die Kommunikation zwischen Nervenzellen. Dadurch geht nach und nach die geistige Leistungsfähigkeit verloren.“ Typische Folgen sind Gedächtnislücken, Probleme mit Orientierung, Sprache und Wahrnehmung.

„Heilen können wir Alzheimer leider nicht“, so Arslan weiter. „Es gibt aber Medikamente, die die Symptome lindern und das Denken sowie die Alltagsfähigkeiten verbessern. Den Verlauf selbst können wir jedoch nicht aufhalten. Wer etwas vorbeugen möchte, sollte auf einen aktiven und gesunden Lebensstil achten – dazu gehören Bewegung, geistige Anregung und soziale Kontakte.“

Wichtig ist es, frühzeitig eine Diagnose zu stellen. Denn Medikamente und Therapien wirken zu Beginn der Erkrankung am besten. Nur ein Arzt kann eine sichere Diagnose geben. Erste Orientierung bieten jedoch OnlineFragebögen, zum Beispiel von der Alzheimer Forschung Initiative (AFI). Sie können helfen, sich vorzubereiten und ein Arztgespräch zu unterstützen.

Info: Die Entdeckung der Alzheimer-Krankheit
Die Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer benannt. Er beschrieb sie erstmals 1906 bei einer 56-jährigen Patientin, die ungewöhnlich verwirrt und vergesslich war. Bei der Obduktion stellte er fest: Die Hirnrinde war geschrumpft und es hatten sich Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen gebildet. Seither trägt die „Krankheit des Vergessens“ seinen Namen – und ist bis heute Gegenstand intensiver Forschung.

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