„Woanders geboren, in Attendorn zu Hause“, so das Motto der thematischen Stadtführung fürr Menschen mit und ohne Migratiionshintergrund, zu dem die Attendorner SPD eingeladen hatte.



Schon bei der Begrüßung machte Bürgermeister Christian Pospischil deutlich, dass viele Attendorner Wurzeln in anderen Regionen und Ländern hätten, heute aber zur Vielfalt und Stärke der Stadt beitragen würden. Für sie wäre Attendorn genauso Heimat geworden wie für die Alteingesessenen. Attendorn habe im Lauf seiner Geschichte stark davon profitiert, dass sich hier Traditionsbewusstsein und Verbundenheit mit der Stadt schon immer mit Freiheitsliebe und Weltoffenheit verbunden gewesen seien.
Pittjes Höffer übernahm den historischen Teil zur Attendorner Stadtgeschichte und führte die Gruppe über die Vergessene Straße – vorbei am SPD-Haus – u.a. zur Gaststätte Zum Kuckel, wo sich in den Revolutionsjahren 1848/49 die demokratische Bewegung traf, die Attendorn den damaligen Schimpfnamen „Demokratennest“ eintrug. Vor zwei Jahren habe man 175 Jahre Demokratennest gefeiert, so Pittjes Höffer, und sei stolz auf die Vorkämpfer für Demokratie und Freiheit in Attendorn. Er hoffe sehr, dass Attendorn sich auch am kommenden Wahlsonntag als Demokratennest erweise. Wolfgang Dröpper, Mitglied der Initiative Jüddisch in Attendorn, erinnerte an die jüdische Geschichte der Hansestadt und mahnte mit der Darstellung der Novemberpogrome am Kaufhaus Cohn, dass so etwas nie wieder passieren dürfe. Bürgermeister Christian Pospischil erläuterte an mehreren Stationen aktuelle und zukünftige Projekte der Stadtentwicklung, so zum Beispiel das Zukunftsquartier am Wassertor, das Wallcenter, den Überplanung des Konvikts zum Schulgebäude und den Stadtgarten im Schüldernhof.
Nach einem rund zweistündigen kurzweiligen Rundgang hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel über ihre Stadt und die Mentalität ihrer Bewohner erfahren. Mit einem geselligen Ausklang in einer Attendorner Altstadtkneipe ließ man den erlebnisreichen Abend gemütlich ausklingen.

