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Inklusion und Barrierefreiheit im Fokus

Grüne im Dialog mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Caritas Wohnhauses

Auf Einladung der Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas Wohnhauses für Menschen mit Behinderung am Nordwall besuchten am vergangenen Mittwoch (20.08.2025) die Attendorner Grünen-Politiker Cornelia Zwar, Thomas Scherer und Matthias Pröll die Einrichtung. In einem konstruktiven Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Anja Göbel und ehrenamtlichen Kräften wurden zentrale kommunalpolitische Themen diskutiert und die Positionen der Grünen zu den im Vorfeld vereinbarten Fragen erläutert.

Die Fraktionsmitglieder, die auch Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat bei der kommenden Kommunalwahl sind, stellten ihre Erfolge der vergangenen Legislaturperiode vor. „Wir haben in den letzten Jahren alle wichtigen Bereiche der Stadtentwicklung kritisch begleitet und dabei stets unsere grüne Perspektive eingebracht“, erklärte Matthias Pröll, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Hansestadt Attendorn. „So ist es uns gelungen, den Wert der Stadtbäume in die öffentliche Diskussion zu bringen und die Bildung eines Baumschutzgremiums anzustoßen, wodurch unter anderem die Bäume am Ostwall erhalten werden konnten.“

Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Verbesserung der Barrierefreiheit in Attendorn. „Überall dort, wo Menschen mit einer Behinderung eingeschränkt werden, müssen diese Einschränkungen baulich oder organisatorisch abgestellt werden“, betonte Cornelia Zwar. „Ganz konkret wollen wir die Querungen und Übergänge von den Bürgersteigen auf die Straße noch intensiver in den Blick nehmen und gegebenenfalls auch Veränderungen im Rat beantragen, um hier Sicherheit für alle zu schaffen.“

Auf die Frage nach der Teilhabe am kulturellen Leben und am Attendorner Brauchtum versicherte Thomas Scherer: „Es ist uns wichtig, dass alle Mitglieder der Stadtgesellschaft bei den Feiern des Attendorner Brauchtums teilnehmen und mitfeiern können. Wir sind und bleiben eine bunte Stadt. Wo Vereine konkret die Unterstützung der Stadt brauchen, um Menschen mit Behinderung die Teilnahme zu ermöglichen, sind wir gerne bereit, einem Beitrag der Stadt zuzustimmen.“

Als konkrete Maßnahme zur Förderung der kulturellen Teilhabe schlug die Grünen-Fraktion vor, mit der örtlichen Kinobetreiberin über spezielle Kinovorführungen am Spätnachmittag zu sprechen, ähnlich wie sie bereits in Olpe für die Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung angeboten werden.

Zudem regten die Grünen an, analog zum Seniorenrat ein kommunales Gremium zu etablieren, das die Interessen der Menschen mit Behinderung in Attendorn vertritt. „Ein ‚Rat der Menschen mit Behinderung‘ wäre eine wichtige Stimme, um solche Angebote aktiv einzufordern und mitzugestalten“, erklärte Pröll.

Für die kommende Legislaturperiode stellten die Grünen weitere zentrale Projekte ihrer politischen Agenda vor: eine klimaresiliente Stadtgestaltung mit mehr Grünflächen, begrünten Dächern und Schattenplätzen, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums durch die Bebauung von Baulücken sowie das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 durch den Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden.

„Der direkte Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Caritas Wohnhauses war für uns sehr wertvoll. Ihre Perspektiven und Anliegen nehmen wir mit in unsere politische Arbeit“, resümierte Matthias Pröll den Besuch. „Eine inklusive Stadtgesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können, ist ein zentrales Anliegen grüner Politik.“

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