Freitag, 04. April 2025

Top 5 der Woche

Ähnlich

„Las­sen die Kli­ni­ken nicht aus­blu­ten“

20210119 fm e1611229209117
Flo­ri­an Mül­ler MdB (Foto: Chris­ti­an Feld­mann)

Neza­hat Bara­da­ri, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Kin­der- und Jugend­me­di­zi­ne­rin, hat mit Ver­wun­de­rung auf die Äuße­run­gen des CDU-Poli­ti­kers Flo­ri­an Mül­ler vom Wochen­en­de reagiert. Mül­ler hat­te behaup­tet, dass 120 Mil­lio­nen Euro jähr­lich an Son­der­zah­lun­gen des Bun­des für Geburts­hil­fe­sta­tio­nen nur für 2023 und 2024 beschlos­sen wor­den sein und somit im kom­men­den Jahr aus­lau­fen wür­den.

„Anschei­nend hat Kol­le­ge Mül­ler das Kran­ken­haus­ver­sor­gungs­ver­bes­se­rungs­ge­setz (KHVVG), gegen das er vor zwei Wochen im Deut­schen Bun­des­tag gestimmt hat, nicht gele­sen. Die Rege­lung zur Zah­lung von Son­der­mit­teln für Geburts­hil­fe in Höhe von 120 Mil­lio­nen Euro, die wir 2022 für die­ses und letz­tes Jahr beschlos­sen haben, wird nun auch für 2025 und 2026 fort­ge­führt. Ab 2027 wer­den die­se Mit­tel, ein­her­ge­hend mit der „Scharf­schal­tung“ der Kran­ken­haus­re­form, sogar ganz regu­lär Teil der Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rung.“

Dies betref­fe aber nicht nur die Geburts­hil­fe, betont Bara­da­ri. Auch die ana­log ein­ge­führ­ten Zah­lun­gen für die sta­tio­nä­re Päd­ia­trie in Höhe von 300 Mil­lio­nen Euro wür­den ver­ste­tigt. Die Mit­tel für die Geburts­hil­fe wür­den zudem in Zukunft in Tei­len dezi­diert zur För­de­rung von heb­am­men­ge­führ­ten Kreiß­sä­len ver­wen­det.

Mül­lers Angriff auf die Kran­ken­haus­re­form sei aber nicht nur in Bezug auf die sta­tio­nä­re Päd­ia­trie und Geburts­hil­fe unver­ständ­lich, so Bara­da­ri: „Wir las­sen die Kli­ni­ken nicht aus­blu­ten. Wir stel­len die Kran­ken­haus­land­schaft für die Zukunft auf. Das ist etwas, dass die Uni­on die ver­gan­ge­nen bei­den Legis­la­tur­pe­ri­oden, in denen sie den Gesund­heits­mi­nis­ter gestellt hat, schlicht ver­schla­fen hat. Die For­de­rung nach einem Vor­schalt­ge­setz, die auch Herr Mül­ler wie­der vor­ge­bracht hat, ist wohl­feil. Wenn die CDU-geführ­ten Län­der die Kran­ken­haus­re­form nicht stän­dig behin­dert hät­ten, könn­ten wir mit dem Pro­zess schon deut­lich wei­ter sein. Das wür­de gera­de den Kli­ni­ken in länd­li­chen Räu­men hel­fen.“

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Beliebte Beiträge